Die weiteren Prämien
Gleich der erste Dressurhengst des Lots erhielt eine Prämie, ein Sohn des Be Sure, Bundeschampion 2024, der sich mit Leonie Richter für das Burg-Pokal Finale 2025 qualifizieren konnte. Be Sure hatte nur diesen einen Nachkommen im Lot, hier in Anpaarung mit einer dänischen Sezuan-Temptation-Mutter. Zwar war bzw. ist das Gestüt Chateau de Fontaine Züchter und Aussteller des unverkäuflichen Hengstes, der Dunkelbraune hat jedoch keine verwandtschaftlichen Beziehungen zu dessen Aushängeschild Wendy de Fontaine von Isabell Werth.
Dynamic Dream stellte gleich sieben Nachkommen in Vechta, obwohl der verhinderte NRW-Siegerhengst, dem sein Titel wegen verbotener Medikation aberkannt worden war, wegen eines Unfalls, aufgrund dessen ihm eine Karriere als Reitpferd versagt blieb, keine Leistungsprüfung hat. Man wollte seine Eintragung ins Hengstbuch I vom ersten Fohlenjahrgang abhängig machen. Inzwischen hat für offiziell 1,9 Millionen Euro an Helgstrand verkaufte Dream Boy-Sohn schon ganze 43 gekörte Söhne, darunter der Hannoveraner Champion DC-10. Die ältesten Nachkommen sind jetzt vierjährig.
Von den sieben „Dynamic Dreams“ in Vechta wurden alle gekört und zwei prämiert. Neben dem bereits erwähnten Reservesieger erhielt auch die Nummer 53 v. Dynamic Dream-De Niro-Plaisir d’Amour eine Prämie. Petra Klaus zeichnet hier als Züchterin verantwortlich, die BG Senf & Kampmann präsentierte den Youngster. Die Mutter stellte unter anderem das Grand Prix-Pferd Friedolin von Hayley Beresford sowie eine Brillantring-Stute. Aus dem Stamm ging z. B. auch der Dressurpferde-WM Medaillengewinner Sultan des Paluds hervor, der später mit Annabella Pidgley EM-Medaillen im Nachwuchsbereich für Großbritannien holte. 80.000 Euro investierten Kunden aus Katar in den schicken Braunen.
Der Vivaldi-Enkel Asgard’s Ibiza war mit zwei Nachkommen in Vechta vertreten, die beide gekört wurden. Eine Prämie gab es zudem für den in den Niederlanden gezogenen KWPN-Hengst mit der Nummer 72. Er hört auf den Namen Identity und stammt ab v. Ibiza-Painted Black-Jazz, vereint also mit Vivaldi, Gribaldi und Jazz drei der vier populärsten niederländischen Dressurlinien in sich (außer Ferro). Der Hengst wurde auch unter niederländischer Fahne ausgestellt und war verkäuflich. Bei 50.000 Euro fiel der Auktionshammer und als Verbleib werden ebenfalls die Niederlande angegeben.
Secret-Grey Flanell-Desperados lautet die Abstammung des prämierten Rappen aus der Zucht von Markus Geng und im Besitz der niederländischen Olaerts Equestrian. Die wollte sich nicht von dem mit viel Aktion ausgestatteten Youngster trennen, dessen zweite Mutter bereits zwei gekörte Millennium-Söhne vorweisen kann. Aus dem Stamm kommt beispielsweise Robert Dovers Olympiapferd von 1988, Federleicht v. Federgeist xx.
Ein weiterer Prämienhengst mit dem Blut des Sezuan wurde die Katalognummer 86 v. So Perfect-Franziskus-Wilkens. Der mit Leonie Richter inzwischen Intermédiaire II-erfolgreiche Vater war Reservesieger der Oldenburger Körung 2019, ist aber inzwischen gelegt. Er stellte drei Söhne in Vechta, die alle gekört wurden. Der mit der Prämie stammt aus Dänemark von der ZG Hansen & Mark und wurde von Michael Barnekow ausgestellt. Seine neuen Besitzer sind noch ein Stück weiter nördlich zuhause. Der Zuschlag ging für 120.000 Euro nach Schweden.