Holsteiner Verband meldet Ableben von Hengst Uriko

KWPN-Hengst Uriko vom Holsteiner Verband abgetreten

Zucht
Uriko, einer der erfolgreichsten Söhne des Untouchable. Foto: Holsteiner Verband/Janne Bugtrup Uriko, einer der erfolgreichsten Söhne des Untouchable. Foto: Holsteiner Verband/Janne Bugtrup
Der Holsteiner Verband berichtet, dass der beim KWPN eingetragene Verbandshengst Uriko nicht mehr lebt. Er wurde 19 Jahre alt.

„Heute ist ein schwerer Tag für das gesamte Team der Hengsthaltung des Holsteiner Verbandes“, kommentierte Geschäftsführer Felix Flinzer. „Nach reiflicher Überlegung mussten wir Uriko gehen lassen.“


Der Hengst hatte eine orthopädische Erkrankung, die nicht therapiert werden konnte.


Urikos Ursprung


Uriko war zwar als KWPN-Hengst registriert, führte aber hauptsächlich Holsteiner Blut über seine Lavito-Corrado-Ronald-Fasolt-Mutter Wizzard, die den Holsteiner Stamm 4172 vertrat. Die niederländische Zuchtgemeinschaft Aaldering Welheim hatte den KWPN-Hengst Untouchable als Partner für Wizzard ausgesucht, der über Untouched auch der Großvater von Richard Vogels Aachen-Sieger United Touch S ist. Uriko hat dazu beigetragen, Untouchables U-Linie zu festigen.


Nachzucht


Als Vererber hat sich Uriko sehr schnell einen Namen gemacht. Am bekanntesten dürfte Harrie Smolders‘ Olympiahengst Uricas v/d Kattevennen sein, selbst ein gekörter Hengst. Aber auch Pferde wie Bull Run’s Jireh von Kristen Vanderveen (USA) oder Charisma HS, ehemals Bundeschampionesse mit Richard Vogel und heute im internationalen Sport aktiv, gehören zu Urikos Aushängeschildern.


18 gekörte Söhne werden sein Erbe weitertragen. Neben Uricas wären da auch der Holsteiner Verbandshengst United Way zu nennen, mit Lukas Wenz bis 1,55 Meter aktiv, dann der Siegerhengst der Holsteiner Körung von 2016, Unlimited, und der Reservesieger von 2017, Uno I.


Sportliche Karriere


Uriko war nicht nur im Deckeinsatz, sondern hat auch eine beachtliche Eigenleistung vorzuweisen. Mit Thomas Konle, Maximilian Gräfe und Ebba Johansson kann er auf Erfolge in S-Springen bis 1,50 Meter verweisen.


Die letzte Saison war 2019. Dann beendete eine Verletzung seinen Einsatz im Sport. Nun musste man beim Holsteiner Verband in Absprache mit den betreuenden Tierärzten die Entscheidung treffen, Uriko einzuschläfern.


„Mit Uriko verliert die Zucht nicht nur einen herausragenden Vererber, sondern auch einen Hengst, der Hoffnungsträger, Aushängeschild und Wegbereiter zugleich war. Uriko hinterlässt Spuren, die bleiben“, heißt es von Seiten des Verbandes.


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