Plätze zwei bis vier bei Strzegom Open II für Krajewski, Hansen-Hotopp und Wahler in CCI4*-S
Deutsche Championatsreiter gut in Strzegom dabei, nur die Siege gingen an andere Nationen
Julia Krajewski und Nickel, hier bei den Olympischen Spielen von Paris 2024, haben ihre erste 4*-Prüfung in diesem Jahr absolviert. Und sie war nicht die einzige deutsche Championatsreiterin bei den Strzegom Open II. Foto: sportfotos-lafrentz.de Der Neuseeländer Jesse Campbell hat die CCI4*-L, die schwerste Prüfung bei den Spring Open II im polnischen Strzegom gewonnen. Der Witwer, seine Frau Georgie kam 2024 nach einem Sturz im englischen Bicton ums Leben, hatte mit dem irischen Wallach Speedwell nach der Dressur geführt (25,5). Im Gelände blieben die beiden vier Sekunden über der Idealzeit, sodass sich der französische Routinier Nicolas Touzaint mit Diabolo Menthe vor die beiden gesetzt hatte. Nach einem Abwurf des 13-jährigen, in dessen Sattel Nicolas Touzaint die Mannschaftssilbermedaille bei den Olympischen Spielen von Paris gewonnen hatte, war dank einer Nullrunde von Speedwell im Springparcours Jesse Campbell der Sieg nicht mehr zu nehmen (27,1).
Julia Krajewski und Ero de Cantraie: Ende im Gelände
Das Starterfeld umfasste 25 Starter, darunter zwei aus Deutschland: Pauline Knorr landete mit Aevolet M-A-F v. Abke-Heraldik xx nach einer 33,8-Dressur und elf Strafpunkten nach dem Gelände sowie einem Aburf und 0,8 Zeitfehlern auf Rang 14.
Julia Krajewski hatte Ero de Cantraie das erste Mal seit November 2023 wieder auf CCI4*-L-Niveau eingesetzt. Nach Platz vier in der Dressur musste das Paar im Gelände aufgeben.
CCI4*-S: Fünf Deutsche unter den Top 10
Besser lief es für die Olympiasiegerin in der CCI4*-S. Mit dem Iren Tullabeg Platinum musste sie sich lediglich der in England lebenden Neuseeländerin Samatha Lissington geschlagen geben. Deren Diarado-Tochter Delarado hatte sich von Platz sieben nach der Dressur (30,2) auf den zweiten Rang nach dem Gelände vorgearbeitet und behielt auch im Springen eine weiße Weste.
Der zwölfjährige Ire von Krajewski, Tullabeg Platinum, übrigens ein Enkel des Holsteiner Cornet Obolensky-Vaters Clinton, war als Achter nach der Dressur auf den Geländekurs gegangen und hatte ihn mit 1,2 Zeitfehlern beendet. Im Springen blieb das Paar fehlerlos.
Pech für Quidditch
Diesen Ausgang hätte sich Malin Hansen-Hotopp sicherlich auch für den Parcours von Quidditch gewünscht. Die Mannschafts-Europameisterin von 2025 hatte nach Dressur (25,5) und Gelände in Führung gelegen (27,9). Aber ein Abwurf ließ sie Strzegom auf Rang drei abschließen (31,9).
Ein weiterer Schimmel mit deutschem Championatsreiter im Sattel wurde Vierter: Christoph Wahlers intensive Bemühungen, dem Franzosen Gainsbourg de Bedon das deutsche Verständnis von Dressur zu vermitteln, haben gefruchtet: Der Mylord Carthago-Sohn war Vierter nach dem Viereck (29,1). Im Gelände blieb die noch vergleichsweise junge Kombination elf Sekunden über der Zeit und beendete mit diesem Ergebnis (33,5) auch die Prüfung nach fehlerfreier Parcoursrunde.
Zwei Geschwister auf den Plätzen sechs und sieben
Hinter Wahler folgte die Belgierin Lara de Liederkerke mit einer besonderen Leistung: Sie ritt mit Kiarado d’Arville v. Diarado und Hooney d’Arville v. Vigo d’Arsouilles – letztere Luhmühlen-Siegerin 2024 – zwei Halbgeschwister auf die Ränge sechs und sieben. Die Mutter der beiden, Nooney Blue, war Laras erstes internationales Championatspferd – von der Junioren-Tour bis zu den Weltmeisterschaften in Kentucky 2010.
Nickel auf Platz acht
Ein Abwurf im Parcours vereitelte einen möglichen Platz vier für Julia Krajewski und Nickel (36,5). Nach der Dressur waren sie Dritte (26,5), im Gelände kamen sechs Zeitfehler hinzu. Mit Maoin Hotopp-Hansen/Callfield (43,3/11.), Antonia Baumghart/Ris de Talm (47,1/12.) und Anna Siemer/Grazia (49,8/14.) landeten acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland unter den15 Besten. 40 Kombinationen waren insgesamt am Start.
In weiteren Prüfungen bis auf CCCI3*-Niveau waren diverse Paare aus Deutschland gut dabei.
Ergebnisübersicht Strzegom Spring Open II 2026