Letzte deutsche WM-Sichtung in Avenches: Wahler führt, deutsches Team auf Platz zwei

Christoph Wahler Overnightleader nach Geländestrecke bei WM-Sichtung in Avenches

Vielseitigkeit
Platz fünf in Avenches nach dem Gelände: Michael Jung und Chipmunk (Archivfoto) Foto: sportfotos-lafrentz.de Platz fünf in Avenches nach dem Gelände: Michael Jung und Chipmunk (Archivfoto) Foto: sportfotos-lafrentz.de
Bei der WM-Sichtung im schweizerischen Avenches liegt nach dem Gelände Christoph Wahler in Führung. Michael Jung und Julia Krajwski sind Fünfte und 13.

Christoph Wahler und der Hannoveraner D‘accord FRH gehen als Overnight Leader ins Springen beim Nationenpreis der Vielseitigkeitreiter in Avenches. Dem Hengsthalter aus der Lüneburger Heide gelang es darüber hinaus, sein zweites Pferd, den französischen Schimmel Gainsbourg de Bedon, auf Rang vier zu reiten.


D’accord, der Diarado-Sohn aus der Zucht von Christa von Paepcke ist bekannt dafür, dass er meistens innerhalb der Idealzeit bleibt. Heute war das beinahe der Fall. Ganze drei Sekunden über der Optimum Time kam das Paar ins Ziel. So addierten sich 1,2 Strafpunkte zum Dressurergebnis hinzu: 26,3 stehen nun zu Buche.


Eidgenössin präzise wie ein Schweizer Uhrwerk in der Zeit


Eine einzige Kombination schaffte es, innerhalb der Zeit zu bleiben: die Schweizerin, Melody Johner kam mit dem Spanier Erin in exakt sechs Minuten ins Ziel. Punktlandung. Damit verbesserte sich die Schweizerin von ihrem zehnten Platz nach der Dressur auf den zweiten Rang nach dem Gelände (28,3). Dicht dahinter liegt ihr Teamkollege Felix Vogg. Er hatte Colero gesattelt. Der Westfale v. Captain Fire, Luhmühlen-Sieger 2022, war nach der Dressur Vierter. Nun liegt das Paar nach dem Geländeritt auf Rang drei (29,8).


Wahler mit zweitem Pferd unter Top 5


Für Christoph Wahler lief es besonders gut bei der letzten WM-Sichtung, die das Nationenpreisturnier in Avenches darstellt. Mit dem Schimmel Gainsbourg de Bedon arbeitet er sich zwei Plätzen nach vorn. Der Wallach, der 2024 noch unter französischer Flagge beim Nationenpreis in Aachen am Start war, hatte sein bislang bestes Dressurergebnis geliefert (26,9). Im Geländes sprang er beherzt nach vorne und kam bis auf zehn Sekunden an die erlaubte Zeit heran (30,9).


Sein in Führung liegender Stallkollege D‘Accord kann sich keinen Springfehler leisten. In der Spitze liegt das Feld dicht beieinander.


Michael Jung und Chipmunk Fünfte nach Gelände


Fünfter ist Michael Jung mit Chipmunk. Nach Platz zwei in der Dressur (22,2) ließen es die Olympiasieger im Gelände etwas gemütlicher angehen. 24 Sekunden über den idealen sechs Minuten zeigte die Zeitmessung an, als Jung mit dem Hannoveraner die Ziellinie überquerte.


Auch für Arne Bergendahl und Bronco NRW lief es gut auf dem Geländekurs in Avenches: Zwar schafften sie es nicht, innerhalb der Idealzeit ins Ziel zu kommen, brauchten 21 Sekunden länger. Sie konnten sich aber dennoch in der Top Ten behaupten. Das Paar war nach seiner bislang besten Dressurleistung (28,1) Achte. Nun gehen sie am Sonntag in den Parcours von Position neun aus, und als drittbeste Kombination aus Deutschland (36,5). Die Road2LA-Kombi aus Westfalen zählt zum deutschen Team. Neben ihm sind Christoph Wahler/D’Accord FRH, Libussa Lübbeke/Caramia FRH (37,6/14.) und Antonia Baumgart/Ris de Talm (41,4/18.) in der Equipe, die hinter der Schweiz auf Platz zwei liegt.


Nickel im gefühlten Trainingsmodus


Mit seinem Nachwuchspferd Perseverance Funky Famous Flamborghini konnte Michael Jung im Klassement einen kleinen Sprung nach vorne tun. Platz elf mit 37,2 Minuspunkten.


An Position 13 rangiert nun Julia Krajewski. Mit ihrem deutschen Meister Nickel hatte sie nach der Dressur in Führung gelege. Die Geländerunde sah eher nach einem Trainingsparcours für das routinierte Paar aus. 38 Sekunden über der Optimum Time – dass Nickel schneller kann ist bekannt. Aber das kann er ja im neu gestalteten Cross in Aachen unter Beweis stellen.


Teamwork


Nach dem Ausfall von Bundestrainer Peter Thomsen, der in der Woche vor dem CCI5*-L Luhmühlen sich bei einem Unfall verletzt hatte, übernahm der Disziplintrainer Gelände, Rodolphe Scherer, vor Ort viele der Funktionen des Bundestrainers. Für alles Administrative steht dem Franzosen Dr. Annette Wyrwoll, Vorsitzende des Vielseitigkeitsausschusses des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) zur Seite.


Der Kurs in Avenches, das auf 480 Metern im Kanton Waadt liegt, ist auf einer Rennbahn gebaut. Die Linienführung ist teilweise kringelig. Die 3450 Meter hätten in einer Idealzeit von sechs Minuten bewältigt werden sollen. 61 der ursprünglich 69 Paar, die sich auf den Geländekurs begeben hatten, kamen ins Ziel.


Bei einer Lndung vertrat sich das Pferd der niederländischen Olympiareiterin Sanne de Jong. Es wurde in einem Transporter abtransportiert, stand am Abend aber wieder in seiner Box im Stallzelt.


Zwischenergebnis CCI4*-S NOC Avenches




Anna Siemer ist seit Jahren in der deutschen Spitze der Vielseitigkeit eine feste Größe. Im Podcast ERZÄHL MIR WAS VOM PFERD hat sie ausführlich über die Vielseitigkeit berichtet. Hier geht’s zur Folge. Foto: sportfotos-lafrentz.de

Ähnliche Beiträge

Double Strike für Christoph Wahler in Avenches, Team Deutschland Zweiter
Double Strike für Christoph Wahler in Avenches, Team Deutschland Zweiter Zum Artikel
WM-Sichtung Avenches: Julia Krajewski haarscharf vor Michael Jung nach Dressur
WM-Sichtung Avenches: Julia Krajewski haarscharf vor Michael Jung nach Dressur Zum Artikel
Darum sind Malin Hansen-Hotopp und Quidditch nicht in Avenches am Start
Darum sind Malin Hansen-Hotopp und Quidditch nicht in Avenches am Start Zum Artikel
WP Wehrmann Publishing