Erste Ermittlungserkenntnisse im Tierschutzfall München-Riem

Übergriffe auf Ponys in München wohl aus „sportlichen“ Gründen

Szene
Wie die Polizei München mitteilt, gibt es Erkenntnisse bei den Ermittlungen zu den Tierschutzfällen bei der Preis der Besten Sichtung in München-Riem.

Demnach sind die Täter wohl im Umfeld der Teilnehmer zu suchen. In der Pressemitteilung heißt es:


„Nach aktuellem Ermittlungsstand konnte mittlerweile in Erfahrung gebracht werden, dass die Tiere gezielt angegangen wurden, um die Platzierungen der Starter eines in diesem Zeitraum auf der Olympia-Reitanlage stattfindenden Jugendturniers zu beeinflussen.“


Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen und dauern weiterhin an.


Ob damit gemeint ist, dass die Täter die Startreihenfolge der Teilnehmer manipulieren wollten, oder die Platzierung selbst, geht aus der Mitteilung nicht eindeutig hervor. Auf Nachfrage bei der Polizei wurde uns mitgeteilt: „Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sollte Einfluss auf das Endergebnis genommen werden.“


Zum Hintergrund


Am 14. Februar sollte in München-Riem die bayerische Sichtung zum Preis der Besten stattfinden. Doch in der Nacht davor kam es im Zeitraum zwischen 22 Uhr abends und sieben Uhr morgens zu tierschutzrelevanten Übergriffen auf sechs Ponys. Den Ponys wurden Mähnen und Schweife abgeschnitten, einem wurde das Bein im Deckengurt hochgebunden, ein anderes blutete aus dem Maul. Mehreren wurden die Zungen mit Gummibändern umwickelt.


Nachhaltige Schäden hat laut Aussage des hinzugezogenen Tierarztes keines der Ponys davongetragen. Das Turnier wurde abgebrochen.


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