Die ehemalige U25 Europameisterin Felicitas Hendricks über die Hufrehe ihres Drombusch

Sport-Aus für Felicitas Hendricks‘ U25-Europameister Drombusch

Szene
Felicitas Hendricks und Drombusch bei der U25 EM 2025 in Kronberg.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Felicitas Hendricks und Drombusch bei der U25 EM 2025 in Kronberg. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Das sind schlimme Nachrichten. Felicitas Hendricks' Ex U25-Europameister, Piaff-Förderpreis- und Nationenpreissieger Drombusch ist schwer an Hufrehe erkrankt.

Auf Instagram meldete Felicitas Hendricks gestern zu Wort und berichtete, dass ihr Drombusch schwer an Hufrehe erkrankt ist. Sie teilt Bilder, auf denen der Wallach in einer Haltevorrichtung hängend zu sehen ist. Mittlerweile gehe es ihm jedoch besser, sagt Hendricks:


„Wir sind noch mitten drin in dem Heilungsprozess. Ich will mich darauf konzentrieren, dass es Drombusch jeden Tag ein Stückchen besser geht. Oberstes Ziel war und ist es, Drombusch ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen, damit er seine wohl verdiente Rente genießen kann.“


Erfolgsgeschichte


Felicitas Hendricks war schon als Kind so pferdeverrückt, dass sie mit 13 Jahren zusammen mit ihrer Mutter ihr Zuhause in Düsseldorf samt Vater und Brüdern zurückgelassen hat, um nach Hagen zu ziehen. Dort lebt nämlich ihr Onkel Christoph Koschel, der das Teenagermädchen unter seine Fittiche genommen und ihre reiterliche Entwicklung vorangetrieben hat. Er war es auch, der sie mit dem damals noch jungen Drombusch zusammengebracht hat.


Die beiden sind mit Koschels Hilfe zusammen den Weg in den Grand Prix-Sport gegangen. Der jetzt 15-jährige Oldenburger Drombusch v. Destano, gezogen von Ralf Stienke aus einer Dimaggio-Mutter zeichnete sich durch sein großes Talent aus, auch für Piaffe und Passage. Im U25-Lager waren die beiden schnell das Paar, das es zu schlagen galt. 2023 wurden sie für die EM nominiert, gewannen Gold in Mannschafts- und Einzelwertung sowie Silber in der Kür. Später sicherten sie sich auch den Piaff-Förderpreis.


Daneben waren sie auch bereits im großen Sport erfolgreich, gehörten unter anderem 2023 zum deutschen Team, das den Nationenpreis in Wellington gewann. 2024 und 2025 wiederholten sie diesen Erfolg und sahnten 2024 vor allem in Florida auch ansonsten kräftig ab. Später im Jahr durften sie beim CHIO Aachen in der I-Tour an den Start gehen, mussten jedoch nach dem Grand Prix zurückziehen, da der Wallach wegen eines allergischen Schocks behandelt werden musste.


2025 holten sie zudem erneut Mannschaftsgold bei der U25 EM in Kronberg. Im Herbst 2025 bestritten sie ihr letztes Turnier in den USA, genauer in Kalifornien. Seither hatte man nichts mehr gehört von Hendricks und „Drömmel“.


Ein Kämpfer


Die Energie, die Drombusch später in den Grand Prix-Lektionen zugute kam, konnte Felicitas Hendricks früher schon mal in Wohnungsnot bringen. Heute braucht Drombusch sie, um gesund zu werden. Hendricks sagt:


„Alles, was ich sagen kann, ist: Danke.

Danke Drombusch, dass du ein Kämpfer bist und an meiner Seite stehst. Ohne dich wäre ich so verloren. Dass du diese Krankheit so bekämpfst, wie du es getan hast, und immer noch tust, ist dein größter Erfolg bislang - größer als irgendein Turnier es hätte sein können. Ich kann nur bewundern, wie du es tust.“


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