Franz-Georg Ottmann übernimmt Förderpatenschaft für Springreiter Lasse Nölting
Lasse Nölting neu im Talentpool Stiftung Deutscher Pferdesport
Lasse Nölting und Chattanooga EP im Finale von Deutschlands U25 Springpokal 2025. Foto: sportfotos-lafrentz.de Lasse Nölting hat mit seinen 21 Jahren schon einiges erreicht im Springsport. Zweimal vertrat er die deutschen Farben bei Europameisterschaften, einmal als Junior, einmal als Junger Reiter. 2024 und 2025 konnte er sich für das Finale in Deutschlands U25-Springpokal empfehlen. Das ist die wichtigste nationale Serie für junge Springreiter unter 25 Jahren mit Sichtungen in Hagen, Mannheim und Balve sowie 2026 im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Riesenbeck. Das Finale wird normalerweise beim CHIO Aachen ausgetragen, dieses Jahr dann als Teil des Rahmenprogramms der WM. Zweimal in Folge war Lasse hier Zehnter.
Aufgewachsen in einer Pferdefamilie
Sowohl Lasses Mutter Natascha Nölting als auch sein Vater Henner Hoeschen sind in der Pferdewelt verwurzelt. Sie betreiben eine eigene Anlage in der Nähe von Hannover. Lasses Pferdebegeisterung hielt sich zunächst in Grenzen. Doch seine Eltern überredeten ihn, es doch einmal zu probieren, und so saß er „mit neun oder zehn Jahren“, wie die FN sagt, zum ersten Mal auf dem Rücken eines Ponys. Einmal angesteckt mit dem Pferdevirus, ging es mit seiner Karriere im Sattel rasant voran.
Die ersten größeren Auftritte im Children- und Juniorenlager hatte Lasse auf der Stute Carandache. Mit ihr nahm er an Preis der Besten-Entscheidungen teil, ritt für Deutschland in Nationenpreisen usw. Daran knüpfte er mit weiteren Pferden an. Zweimal, 2024 und 2025, gewann er den Preis der Besten, war bei der Junioren-EM 2021 auf Lazio dabei und bei der Junge Reiter-EM 2024 auf Javall Ryal K.
Aber auch auf CSI-Ebene war Lasse bereits hoch erfolgreich. Letztes Jahr war er Fünfter im Großen Preis des Agravis Cup in Oldenburg über 1,55 Meter. Da saß er im Sattel seines aktuellen Toppferdes Cornello de Revel ZD.
Reiten als Beruf
Lasse hat sein Abitur gemacht. Aber auch wenn er erst recht spät zum Pferd fand, dass sie auch seine berufliche Zukunft sein würden, stand für ihn fest. Mit seinem Schulabschluss in der Tasche bildete er sich in verschiedenen internationalen Sportställen in Belgien und den Niederlanden sowie bei Holger Hetzel fort. Aktuell absolviert er seine Ausbildung zum Pferdewirt. Neben der Tätigkeit im heimischen Betrieb lässt er sich dafür von der Dorothee Schneider-Schülerin Stella Charlott Roth Tipps geben.
Förderpatenschaft Franz-Georg Ottmann
Tipps wird Lasse nun auch von seinem neuen Förderpaten erhalten, Franz-Georg Ottmann. Er ist auch Mitglied im Vorstand der Stiftung Deutscher Pferdesport. Dem Master of Science in Sachen Agrarwissenschaften wurden die Pferde ebenso in die Wiege gelegt wie seinem Patenkind. Schon sein Großvater war ein hoch erfolgreicher Kaltblutzüchter. Der Vater stellte um auf Warmblüter, der Enkel führt die Zucht fort – und das hoch erfolgreich. So stammt Philipp Weishaupts Olympiapartner Zineday, der nun von Eve Jobs geritten wird, aus der Zucht von Franz-Georg Ottmann.
Das Dressur-Know-how der Ottmann’schen Zuchtstätte Gut Dalmer kommt aber auch von Ottmanns Frau, Hedda Ottmann-Droege. Die Diplom-Kauffrau, Tochter des Unternehmensberaters und Pferdezüchters Walter P.J. Droege, ist selbst erfolgreich bis Grand Prix, zum Teil auf Pferden aus eigener Zucht.
Dementsprechend könnte Lasse auch das eine oder andere Nachwuchspferd aus der Zucht seines Patens unter den Sattel bekommen. Er ist auf jeden Fall glücklich über die Chance, die sich ihm bietet, wie er gegenüber der FN betonte: „Ich bin super dankbar, Franz-Georg als Förderpaten an meiner Seite zu wissen. Er hat immer ein offenes Ohr für mich und unterstützt mich in jeder Hinsicht. Seine Expertise im Pferdesport ist wirklich beeindruckend – davon kann ich nur lernen.“