Ingmar de Vos neu im IOC Vorstand
FEI Präsident Ingmar de Vos nun im Vorstand des Internationalen Olympischen Komitees
Ingmar de Vos als er 2017 IOC Mitglied wurde. Foto: IOC/Greg Martin Ingmar de Vos hat eine weiteren Schritt auf der Karriereleiter der Sportfunktionäre gemacht. Bereits seit 2014 ist er FEI Präsident und seit 2025 ist er Präsident der „Association of Summer Olympic International Federations“ (ASOIF), also des Zusammenschlusses der Sportverbände, die an den Olympischen Sommerspielen teilnehmen. In dieser Eigenschaft wurde er heute im Rahmen der IOC Versammlung in Mailand für vier Jahre in den Vorstand des Internationalen Olympischen Komitees gewählt.
„Große Ehre“
„Die heutige Wahl in den IOC Vorstand ist eine große Ehre“, kommentierte de Vos. „Ich bin zutiefst gerührt von diesem Ergebnis und möchte meinen IOC-Kollegen, mit denen ich fast ein Jahrzehnt lang zusammenarbeiten durfte, meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Diese neue Aufgabe bringt auch eine große Verantwortung mit sich, gerade in einer Zeit, in der die Olympische Bewegung im Rahmen des von Präsidentin Kirsty Coventry initiierten Prozesses ,Fit für die Zukunft‘ einer tiefgreifenden Überprüfung unterzogen wird.“
Daran schließen seine Pläne für die Zukunft an: „Während meiner Amtszeit werde ich mich dafür einsetzen, zum zukünftigen Erfolg der Olympischen Spiele, des IOC und der Olympischen Familie beizutragen. Als Präsident der ASOIF werde ich dabei besonderes Augenmerk auf die Rolle der internationalen Verbände in der Olympischen Bewegung legen. Gemeinsam müssen wir die Popularität, die Attraktivität und die langfristige Nachhaltigkeit der Olympischen Spiele weiter stärken.“
Sicherung des Reitsports in der olympischen Bewegung
Zu den Gratulanten zählte unter anderem der Präsident der von de Vos mit ins Leben gerufenen European Equestrian Federation (EEF), Quentin Simonet. Er sagte: „Die Wahl von Ingmar de Vos den Vorstand des IOC ist ein großer Moment für den Pferdesport. Seine Wahl in die höchste olympische Führungsebene ist ein beredtes Zeugnis seines tiefgreifenden Verständnisses und seines Engagements für die Olympische Bewegung und darüber hinaus für die entscheidende Dynamik des Reitsports im sich wandelnden olympischen Umfeld.
Seine Präsenz wird weiterhin eine klare, fundierte und glaubwürdige Stimme stärken, die auf reiterlicher Expertise beruht. Der Europäische Reitverband gratuliert ihm herzlich zu diesem wichtigen Meilenstein und blickt voller Zuversicht auf die Wirkung seiner Führung in seinen vielfältigen Verantwortungsbereichen, insbesondere auf die Inspiration junger Menschen, die Gestaltung zukunftsfähiger Olympischer Spiele und die Sicherung der dauerhaften und strategischen Bedeutung des Reitsports innerhalb der Olympischen Bewegung.“
Über Ingmar de Vos
Der 62-jährige Ingmar de Vos ist gebürtiger Belgier. An der freien Universität Brüssel studierte er Politik, internationale Beziehungen und internationales und europäisches Recht.
Sein beruflicher Weg führte ihn zunächst in den belgischen Senat, wo er als Berater tätig war. 1990 wurde er Direktor des belgischen Pferdezuchtverbandes. Von 1997 bis 2011 war er hier Generalsekretär. Parallel dazu baute er die European Equestrian Federation mit auf und war von 2010 bis 2011 deren Generalselkretär.
Danach wechselte er in der gleichen Funkion zur FEI nach Lausanne. Nach drei Jahren als Generalsekretär wurde er 2014 zum Präsidenten gewählt, ein Amt, das er bis heute innehat, nun schon in dritter Wahlperiode. Ein viertes Mal kann satzungsgemäß er nicht mehr gewählt werden.
Parallel dazu baute er seine Karriere beim IOC auf. Im September 2017 wurde er zum Mitglied gewählt, wo er in verschiedenen Kommissionen tätig ist, die mit der Vorbereitung der kommenden Olympischen Spiele befasst sind.
Neben diesen ganzen Ämtern und seiner Eigenschaft als ASOIF Präsident gehört er unter anderem auch zu den Vorständen der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und der International Testing Agency.