Französische Dressurreiterin Camille Judet Cheret nach Sturz vom Pferd schwer verletzt
Camille Judet-Chéret – OP im Krankenhaus statt Weltcup in Basel
Camille Judet-Chéret mit Herelja Higgins beim Weltcup-Turnier Neumünster 2025. Foto: sportfotos-lafrentz.de Sie selbst berichtet von dem Vorfall auf ihrer Instagram-Seite. Neben einem Trainingsvideo mit ihrem Toppferd Herelja Higgins schreibt sie, dass sie sich morgens noch auf den Weltcup-Auftritt in Basel vorbeireitet hat, ehe sie am Sonntagnachmittag von einem „total lieben, freundlichen und verlässlichen“ Pferd stürzte. Das Pferd habe sich erschrocken, einen Satz zur Seite gemacht, sie sei gefallen und unglücklich auf dem Rücken gelandet. Das Ergebnis: ein gebrochener Wirbel, Krankenhaus, OP.
„Einfach eine Erinnerung, dass unser Sport gefährlich ist, dass es mit Pferden nie ohne Risiko ist und dass das Leben innerhalb eines Augenblicks auf den Kopf gestellt werden kann“, appelliert Camille Judet-Chéret.
Für sie bedeute das nun eine Reitpause von mehreren Monaten, sagt Judet-Chéret. Die 36-Jährige hatte auch im vergangenen Jahr längere Zeit pausiert, weil sie und ihr Mann Corentin Pottier Anfang Juli 2025 ihr erstes Kind, ein Mädchen, bekommen haben.
Über Camille Judet-Chéret
Camille Judet-Chéret ist die Tochter der französischen Fünf-Sterne-Richterin Isabelle Judet. Die ganze Familie betreibt den Dressurstall Pamfou Dressage, der zwischen Paris und Fontainebleau gelegen ist. Isabelle Judet und ihr Mann Jean-Claude Chéret haben den Betrieb 1978 gegründet. Camille Judet-Chéret und Corentin Pottier führen ihn nun in zweiter Generation fort. Es ist sowohl ein Ausbildungs- als auch ein Handelsstall.
Camille Judet-Chéret hatte im Nachwuchslager bei mehreren Europameisterschaften teilgenommen und stellte 2023/24 Pferde bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde vor. Mit Emoji JCD SL war sie 2024 Fünfte bei der WM der Fünfjährigen in Ermelo. Im vergangenen Jahr ging der Oldenburger Emilio-Sohn unter Corentin Pottier, da die Tochter des Ehepaars da erst wenige Wochen alt war. Sie wurden Elfte im Finale.
Corentin Pottier gehört aktuell mit Gotilas du Feuillard zum französischen Team bei den Olympischen Spielen in Paris und nahm mit dem Totilas-Sohn im Frühjahr 2025 am Weltcup-Finale in Basel teil, wo sie einen starken vierten Platz belegten.