Niederländer Willem Greve ungeschlagen bei Pferdewechsel in ’s-Hertogenbosch

Willem Greve erneut Champion der Champions

Springen
Der alte und der neue Champion der Champions, Willem Greve mit Sir Mika Z. Foto: TDM/Digishots Der alte und der neue Champion der Champions, Willem Greve mit Sir Mika Z. Foto: TDM/Digishots
Zum zweiten Mal war die "Best of Champions" Entscheidung der Höhepunkt des Donnerstagabends bei den Dutch Masters in ’s-Hertogenbosch. Vier der besten Springreiter der Welt haben untereinander die Pferde getauscht, um zu zeigen, dass sie auch mit fremden Pferden einen 1,45-1,50 Parcours bewältigen können. Der alte ist der neue Sieger.

Und der heißt Willem Greve. Der Niederländer hatte den neunjährigen Sir Obolensky-Sohn Sir Mika Z mit ins „Best of Champions“ Springen, dem Pferdewechsel bei den Dutch Masters in ’s-Hertogenbosch gebracht.


Hier trafen die beiden auf Richard Vogel mit dem ebenfalls neunjährigen Iren Greenacres Comilfo, Julien Epaillard (FRA) auf Easy Up de Grandry und Gilles Thomas (BEL) mit dem französischen Hengst Happy Landais, auch erst neunjährig.


Greve mit weißer Weste


Am Ende war Willem Greve der einzige Reiter, dem es gelang, mit allen vier Pferden fehlerfrei zu bleiben. Richard Vogel hatte nur einen Abwurf, und zwar mit Happy Landais von Gilles Thomas. Zwölf Strafpunkte wurden es bei Julien Epaillard. Acht davon gab es mit Vogels Iren, der sich als Schlüsselpferd der Prüfung erwies, denn auch Gilles Thomas kassierte acht Strafpunkte auf ihm. Je einer kam auf den anderen beiden Fremdpferden hinzu, so dass der Mannschaftseuropameister am Ende 16 Strafpunkte hatte.


Kommentiert wurde die spannende Prüfung von Harrie Smolders und von Jeroen Dubbeldam. Letzterer hatte sich dafür stark gemacht, dass es wieder eine Prüfung mit Pferdewechsel im Springsport gibt. Er selbst war 2014 Weltmeister geworden, als das Finale noch mit den führenden vier Paaren nach dem gleichen Modus ausgetragen worden war.


Stimmen


Willem Greve enthusiastisch nach seinem Sieg: „Diese Prüfung macht wirklich unglaublich viel Spaß. In kurzer Zeit muss man als Reiter versuchen, die Pferde gut zu lesen, zu spüren, wie sie reagieren und wie sie am liebsten geritten werden. Man sollte nicht versuchen, sie komplett zu kontrollieren. Wir haben uns alle sehr darauf gefreut. Wir sind alle sehr eng mit unseren Pferden verbunden und finden es interessant zu sehen, wie jemand anderes an ein Pferd herangeht. Man tauscht sich darüber aus, und es ist faszinierend zu sehen, wie sich jemand auf ein Pferd einstellt.“


Besonders auf Richard Vogels Pferd habe geachtet, erklärte Greve später: „Richard meinte, sein Pferd sei noch recht unerfahren, deshalb habe ich es mir genau angesehen. Es ist ein sensibles Pferd, das wirklich alles richtig machen will. Ich wollte ihm vor allem das Vertrauen geben, dass ich ihn mit dem richtigen Abstand zum Sprung bringen würde.“


Jeroen Dubbeldam sagte später, diese Runde sei eine Demonstration der Reitkunst gewesen.


Davon lernt auch ein Richard Vogel gerne, wie er zugab: „Ich versuche, mir mit den Augen etwas abzuschauen.“


Für Harrie Smolders ist das typisch für hoch erfolgreiche Reiter: „Auch diese Reiter lernen daraus für die Zukunft. Sie tauschen Tricks aus. Sie sind alle Künstler, und das zeichnet Spitzenreiter aus: Es gibt so viel zu lernen. Das ist unser Leben, unsere Leidenschaft.“


Oder wie Willem Greve es formuliert: „Als Reiter lernt man jeden Tag dazu. Das treibt uns an. Die Frage, wie man ein Pferd besser verstehen kann oder wie es einen besser verstehen kann, kann einen um den Schlaf bringen. Letztendlich kommt es aber auf das Gefühl an.“


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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