Patrick Stühlmeyer siegt in Göteborg
Wieder ein deutscher Sieg im Parcours von Göteborg
Patrick Stühlmeyer und Conterno-Blue PS. Foto: Archiv sportfotos-lafrentz.de Und das war der von 2024, Patrick Stühlmeyer. Im Sattel des zwölfjährigen OS-Wallachs Conterno-Blue PS (v. Veyron) lieferte er den schnellsten der drei fehlerfreien Ritte im Stechen 36,54 Sekunden. Sein Arbeitgeber Paul Schockemöhle dürfte sich nicht nur über den Sieg seines Angestellten mit einem in der Lewitz gezogenen Pferd gefreut haben, sondern auch über die Tatsache, dass auch das zweitschnellste Pferd auf seinen Weiden in Mecklenburg aufwuchs: Crack Blue, ein 15-jähriger Conthargos-Sohn, der die Schwedin Linda Heed in 38,18 Sekunden über den Stechparcours trug. Über Rang drei konnte sich Dänemarks Lars Bak Andersen mit Leviathan freuen.
Ein Jubiläum und ein Familientag
Patrick Stühlmeyer war als Sieger logischerweise hoch zufrieden: „Mein Pferd ist heute fantastisch gesprungen. Die letzten Turniere in Mechelen und Amsterdam waren gut, aber heute war wirklich unser Tag“, strahlte er. Zumal es ziemlich genau zehn Jahre her ist, dass er auf Fünf-Sterne-Niveau gewonnen hat. Das war in Sopot 2016. Damals ritt er Lacan, der dann verkauft wurde. Er hofft darauf, dass er Conterno-Blue noch eine Weile behalten kann.
Die zweitplatzierte Linda Heed hatte gleich doppelten Grund zur Freude: Am Morgen hatte ihre Tochter Isabelle das Pony-Springen gewonnen und für ihren Crack Blue war das heute ein gelungenes Comeback nach einer langen Durststrecke. Bis 2022 waren die beiden sehr erfolgreich. Dann verletzte Crack Blue sich und kehrte erst im August 2025 zurück in den Sport. Heed baute ihn langsam wieder auf. Bis heute war er nur Prüfungen bis maximal 1,45 Meter gesprungen. „Es war großartig, allen zeigen zu können, was für ein fantastisches Pferd ich reite“, so die Schwedin.
Auch der Drittplatzierte, Lars Bak Andersens Leviathan HS, ein neunjähriger Holsteiner v. Livello, hat eine besondere Geschichte. Das HS steht für das schwedische Hyperion Stud. Ursprünglich sollte er Hengst bleiben und wurde zur Körung vorbereitet. Doch aus medizinischen Gründen musste er kastriert werden. Lars Bak Andersen sollte ihn weiter ausbilden, so dass er verkauft werden konnte. Da der Wallach aus der Zucht von Jan Herbert Detjens eher klein ist, waren Reiter und Besitzer zunächst davon ausgegangen, er würde ein gutes 1,45 Meter-Pferd. Doch Leviathan zeigte rasch, dass er mehr drauf hat, wie man heute gesehen hat. Nun ist Verkauf erst einmal kein Thema mehr.
Weitere Ergebnisse
Den schnellsten Vier-Fehler-Ritt lieferte Frankreichs Julien Anquetin auf seinem erfahrenen Diamant de Semilly-Sohn Blood Diamond du Pont mit unglaublichen 32,18 Sekunden, Rang vier. Direkt dahinter demonstrierte Eiken Sato die bestechende Form seiner Pferde, diesmal mit dem OS-Wallach Campai v. Chacco-Blue aus der Erfolgszucht von Harm Thormählen, Platz fünf in 34,58 Sekunden.
Philipp Schulze-Topphoff hatte mit Vivantas acht Strafpunkte. 16 wurden es für Johanna Beckmann und Alphajet.
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