Sensationeller Erfolg für Christopher Kläsener beim CSI5* Doha

Wenn die deutsche Nummer 588 die britische Nummer zwei der Weltrangliste abhängt …

Springen
Christoph Kläsener und Popeye van de Bisschop. Foto: Lukasz Kowalski Christoph Kläsener und Popeye van de Bisschop. Foto: Lukasz Kowalski
Das wichtigste Springen des Freitags beim CSI5* Doha war eine kleine Sensation mit Christopher Kläsener und Scott Brash nebst ihren Pferden in den Hauptrollen.

Man kennt Christopher Kläsener als Stilisten im Sattel, als feinfühligen Reiter mit einem besonderen Händchen für junge Pferde. Doch im Sattel des elfjährigen Belgiers Popeye van de Bisschop kann er auch viel mehr, wie er heute gezeigt hat. Highlight des Tages beim CSI5* in Doha war ein 1,55 Meter-Springen mit Stechen. Auf der Starterliste unter anderem: die Mannschaftsolympiasieger Harry Charles und Scott Brash, Max Kühner, Edwina Tops-Alexander, Marlon Zanotelli, Wilma Hellström und viele andere. Und Christopher Kläsener.


Den Lector van de Bisschop-Sohn Popeye hatte Kläsener bereits letztes Jahr im Februar einige Male in Doha geritten. In den Sport gebracht worden war der Wallach von dem Oliver Lazarus und Georgina Harvey-Lazarus. Dann ging er unter Kamal Abdullah Bahamdan für Saudi-Arabien. Nach Kläsener saß kurzzeitig auch Philipp Weishaupt im Sattel. Im Herbst letzten Jahres übernahm dann wieder Kläsener. Die beiden passen offenbar zusammen wie der Zeichentrick-Popeye und die Dose Spinat. Während der Herbst- und Wintermonate in Riad sammelten sie eine Schleife nach der anderen und krönten die Saison mit einem dritten Platz im CSI5* Grand Prix am 20. Dezember, ebenfalls über 1,55 Meter – das allerdings gegen deutlich weniger hochkarätige Konkurrenz.


Heute zeigten sie, dass sie es auch mit ganz anderen Kalibern aufnehmen können. 13 Paare hatten es ins Stechen geschafft, sieben blieben fehlerfrei. Aber keiner konnte es auch nur annähernd mit der Zeit von Kläsener und Popeye aufnehmen: 35,92 Sekunden.


Das Nachsehen hatte kein geringeres Paar als die Top Ten-Sieger von Genf, der britische Weltranglisten-Zweite Scott Brash mit der großartigen Chadora Lady. Es war nicht so, dass sie es nicht versucht hätten. Mit 36,53 Sekunden waren sie ebenfalls flott unterwegs. Aber nicht schnell genug, um Kläsener seinen ersten Sieg in einem Fünf-Sterne-Springen streitig zu machen. Brash wurde Zweiter, Rang drei sicherte sich die Schweizerin Nadja Peter Steiner auf dem Comme il faut-Sohn Clearround Il Mondo (38,46).


Doha ist übrigens das erste Turnier, auf dem Marlon Zanotelli Jana Wargers‘ Spitzenpferd Dorette vorstellt. Er ist sozusagen die Schwangerschaftsvertretung für die WM-Reiterin. Gestern waren die beiden doppelnull in einem 1,35 Meter-Springen. Heute kamen sie mit fünf Strafpunkten aus einem 1,40 Meter-Parcours.


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


Ähnliche Beiträge

Nach Highway nun mit Fasther – Lillie Keenan unstoppable
Nach Highway nun mit Fasther – Lillie Keenan unstoppable Zum Artikel
Riesenbeck International: Alle für einen bei den Ehnings
Riesenbeck International: Alle für einen bei den Ehnings Zum Artikel
Zweimal zwei Große Preise – Zufall? Nee, Scott Brash!
Zweimal zwei Große Preise – Zufall? Nee, Scott Brash! Zum Artikel
WP Wehrmann Publishing