Daniel Deußer, Richard Vogel, Patrick Stühlmeyer, Philipp Schulze Topphoff und René Dittmer beim Weltcup-Finale 2026

Weltcup-Finale Springen: Fünf Deutsche sind in Fort Worth am Start

Springen
Daniel Deußer wird Otello de Guldenboom beim Weltcup-Finale in Fort Worth am zweiten Aprilwochenende an den Start bringen. Foto: Kim C. Lundin Daniel Deußer wird Otello de Guldenboom beim Weltcup-Finale in Fort Worth am zweiten Aprilwochenende an den Start bringen. Foto: Kim C. Lundin
Für das Weltcup-Finale Springen hat der Weltreiterverband (FEI) die Namen der Startenden bekanntgegeben. Fünf der 38 Reiterinnen und Reiter gehen für Deutschland an den Start.

38 Reiterinnen und Reiter werden versuchen, beim Weltcup-Finale Springen in Texas den Sieg davonzutragen. In der Dickies Arena von Fort Worth stehen drei Prüfungen an. Los geht es am Donnerstag, 9. April um 14 Uhr Ortszeit (20 Uhr in Deutschland). 550.00 Euro werden in den drei Prüfungen insgesamt ausgeschüttet. Im Finale sind es 300.000 Euro, von denen der Sieger 69.000 Euro erhält. 42 Pferde sind genannt.


Fünf Hoffnungsträger aus Deutschland


Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen auf Daniel Deußer, Richard Vogel, Patrick Stühlmeyer, Philipp Schulze Topphoff und René Dittmer beim Weltcup-Finale 2026. Für zwei aus dem Quintett ist es das erste Mal, dass sie bei einem Finale reiten können.


Daniel Deußer und Otello de Guldenboom


Daniel Deußer, Weltcupsieger in Lyon 2014, wird mit dem belgischen Hengst Otello de Guldenboom nach Texas reisen. Der Sohn von Deußers Tobago Z aus einer Holsteiner Caretino-Tochter war 2025 siegreich in Verona, im Februar Zweiter in der Weltcup-Qualifikation von Bordeaux und Sechster in Göteborg. Vater Tobago Z war übrigens zweimal bei Weltcup-Finals am Start, 2019 in Göteborg (4.) und 2023 in Omaha. Für Daniel Deußer ist es der achte Start. Vor 19 Jahren war er erstmals qualifiziert. Damals wurde er mit Air Jordan Z Zweiter.


Richard Vogel und Gangster Montdesir


Für Richard Vogel, den Triumphator von Hertogenbosch, der mittlerweile auch schon wieder in Florida „im Geld war“, ist es das dritte Weltcupfinale. Mit seinem Überflieger United Touch S war er 2023 Achter in Omaha und 2025 Sechster in Basel.


Er plant, Gangster Montdesir in Fort Worth zu reiten. Den zehnjährigen Selle Français-Hengst hatte Richard Vogel im Sommer 2025 von Angelica Augustsson Zanotelli übernommen. Jana Wargers hatte den Kannan-Sohn in den internationalen Sport gebracht. Sechs Siege, darunter im 5* Grand Prix im Februar in Wellington, plus fünf weitere Top 10-Platzierungen bei den vergangenen 16 Starts seit September 2025, haben Vogel und der Fuchs gemeinsam erzielt.


Philipp Schulze Topphoff und Carla NRW


Auch Philipp Schulze Topphoff weiß, wie sich Weltcup-Finals anfühlen. 2022 war er in Leipzig mit Concordess NRW bis in die zweite, die entscheidende Runde des Finalspringens am Sonntag vorgedrungen (17.) Die Comme il faut-Tochter Carla NRW blickt auf eine konstante Hallensaison zurück. Die Westfalenstute war mehrfach in Weltcup-Qualifikationen platziert. Nach dem Rückflug aus Texas steht für den 27-jährigen ehemaligen Europameister der Jungen Reiter ein Ortswechsel an. Er wird zukünftig für die Beerbaum Stables in Riesenbeck reiten.


Patrick Stühlmeyer und Baloutaire PS


Aus Mühlen wird Patrick Stühlmeyer für seinen Arbeitgeber Paul Schockemöhle in Richtung USA fliegen. Schockemöhle, das PS im Namen verrät es, ist auch Züchter des Rapphengstes Baloutaire PS, den Stühlmeyer reiten wird. Das Paar, Zweite im Großen Preis von Frankfurt 2025, landete in Mechelen auf Platz drei und in Amsterdam auf Platz vier.


Interessant für Zuchtenthusiasten: Der Hengst geht direkt auf den Mutterstamm von Pomone B v. Furioso xx zurück; das Pferd, auf dem der Franzose Pierre Jonquères d’Oriola 1966 in Buenos Aires Weltmeister wurde. Für „Stühli“ ist es die Premiere bei einem Weltcup-Finale.


René Dittmer und Cody


Dank der Punkte, die René Dittmer in den USA zusammengaloppiert hat, ist auch er für Fort Worth qualifiziert. Auch für Dittmer, der in der Nähe von Stade bei Hamburg einen Stall betreibt, ist es ein Debüt. Der 32-Jährige hat sich entschieden, den Casall-Sohn Cody in der Dickies Arena zu reiten. Der Holsteiner stammt aus der Zucht des Mannschaftsweltmeisters von 1994, Sören von Rönne. Cody hat mehrere Top-5-Platzierungen in den vergangenen Monaten in hochkarätig besetzten Springen aufzuweisen.


Sieben aus der Top 20 der Weltrangliste


Aus der aktuellen Weltrangliste werden sieben Reiterinnen und Reiter ihr Glück in Fort Worth versuchen, die unter den Top 20 des Rankings derzeit aufgeführt sind: Kent Farrington (USA), Richard Vogel, McLain Ward (USA), Laura Kraut (USA), Daniel Coyle (IRL), Gregory Wathelet (BEL), Steve Guerdat (SUI), Parcourschef Anderson de Moura Lima aus Mexiko wird ein hochkarätiges Feld zu „sortieren“ haben. Kent Farrington (USA), aktuell Weltranglistenzweiter, hat es bei sieben Teilnehmen bislang „nur“ einmal unter die Top 10 und noch nie aufs Podium geschafft. Er wird mit seinen Stuten Greya und Toulayna anreisen.


Hier findet sich die Liste aller Reiterinnen und Reiter sowie Pferde.


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