Richard Vogel und Cloudio Zweite im 116.100$ WEF Challenge Cup in Wellington

Vogel und Cloudio weiter auf Wolke sieben in Florida – aber Sweetnam siegt

Springen
Richard Vogel und Cloudio am vergangenen Wochenende in Ocala. Foto: FEI/Shannon Brinkman Richard Vogel und Cloudio am vergangenen Wochenende in Ocala. Foto: FEI/Shannon Brinkman
Das Winter Equestrian Festival in Wellington geht dieses Wochenende in die letzte Runde. Wobei das Highlight unbestritten der eine Million Dollar-Rolex Grand Prix am Samstag. Aber heute war es auch schon spannend. Und erneut kam es zu einem deutsch-irischen Showdown.

Arme Jessica Kürten. Nachdem Irlands Equipechefin schon letzte Woche bei der League of Nations Etappe in Ocala dabei zuschauen musste, wie Richard Vogel und Cloudio maßgeblich zum deutschen Sieg über ihre Heimat beitrugen, musste sie heute in ihrer Eigenschaft als Kommentatorin in Wellington schon wieder zittern.


Hier stand heute der Adequan WEF Challenge Cup über zwei Umläufe auf dem Programm, zugleich Qualifikation für den Großen Preis. Die besten zwölf Paare aus dem Umlauf qualifizierten sich für die Runde gegen die Uhr. Null-Fehler-Runden gab es wesentlich mehr, 25 an der Zahl, dazu noch zwei Paare mit Zeitfehlern. Das habe aber nicht etwa daran gelegen, dass das Springen zu einfach gewesen wäre, versicherte Jessica Kürten. „Die Pferde sind einfach in Spitzenform“, erklärte die einstige Spitzenreiterin.


Allerdings nicht alle. Ben Mahers Dallas Vegas Batilly entwickelte gleich zu Beginn des Parcours eine heftige Abneigung gegen einen Steilsprung in den Farben von US Equestrian, auf dessen Fangständern übergroße US-Sterne aufgemalt waren. Sie verweigerte einmal, Maher ritt erneut an. Er machte Druck, aber wieder zog die Stute die Bremse. Nicht so ihr Reiter. Er schoss über ihren Kopf, behielt die Zügel aber fest in der Hand und nahm so auf seinem Weg gen Erdboden auch die Trense mit. Dallas Vegas Batilly machte gar nicht den Versuch, wegzulaufen. In aller Seelenruhe wartete sie, bis ihr zweibeiniger Sportspartner sich wieder aufgerappelt hatte, ließ sich auftrensen und aus dem Ring führen. Passiert sogar Olympiasiegern.


Vogel in Form


Wesentlich besser lief es bei Richard Vogel und Cloudio. In typischer Manier lenkte der Europameister seinen Nationenpreissieger sicher, geschmeidig, stilvoll und auf den kürzesten Wegen über den Parcours. Am Ende war er drei Sekunden schneller als alle anderen, ohne dass es so aussah, als habe er seinen Schimmel ein einziges Mal auffordern müssen.


Doch das nützte ihm nur insofern, dass er der letzte Starter in Runde zwei gegen die Uhr war. Hier hatten gleich fünf der qualifizierten Paare verzichtet, um ihre Pferde für die große Herausforderung am Samstag zu schonen. Beim Rest häuften sich die Fehler.


Bis Vogel an der Reihe war, war nur ein einziges Paar null geblieben zur Freude von Kommentatorin Kürten: ihr Anchorman im Team, Shane Sweetnam auf seinem zehn Jahre jungen Nachwuchscrack Koriaan van Klapscheut Z. Und mit 39,71 Sekunden waren die beiden auch noch blitzschnell. Aber wie Jessica Kürten sagte: „Richard Vogel will man nicht hinter sich haben im Stechen.“


Tatsächlich sah es zunächst auch so aus, als seien Vogel und sein Holsteiner Schimmel schneller als das irisch-belgische Duo. Aber Vogel riskierte diesmal nicht alles und so blieb er zwar fehlerfrei, war mit 40,53 Sekunden jedoch langsamer als Sweetnam, Platz zwei. Den Stilpreis hätte allerdings er gewonnen, hätte es einen gegeben.


Rang drei ging an Daniel Bluman für Israel auf Hummer Z mit der schnellsten Vier-Fehler-Runde in 39,55 Sekunden.


Kukuk und Dittmer


Nicht nur Richard Kukuk, auch zwei seiner Kollegen des siegreichen Teams von Ocala waren heute dabei. Rene Dittmer setzte auf seine Weltcup-Hoffnung Cody und Christian Kukuk, der den Rolex Grand Prix am Samstag zum dritten Mal in Folge gewinnen könnte, setzte heute auf einen seiner Neuzugänge, Fantasia de Wy. Am Ende wurden es für beide Paare vier Fehler.


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


 


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