Deutschland gewinnt EEF Nationenpreis von Mannheim vor Belgien und Irland

Visitenkarten-Sieg für Deutschland im Nationenpreis von Mannheim

Springen
Team GER mit Stefan Engbers/Baju, Sandra Auffarth/Quirici H, Equipechef Ralf Runde, Michael Jung/Fischerheros Z und Gerrit Nieberg/IB Queen gewann den Nationenpreis von Mannheim 2026. Foto: Sportfotos-lafrentz.de Team GER mit Stefan Engbers/Baju, Sandra Auffarth/Quirici H, Equipechef Ralf Runde, Michael Jung/Fischerheros Z und Gerrit Nieberg/IB Queen gewann den Nationenpreis von Mannheim 2026. Foto: Sportfotos-lafrentz.de
Was für ein toller Auftritt der deutschen Equipe im EEF Nationenpreis von Mannheim! Mit null Fehlern siegte Ralf Runges Team souverän.

Diesmal hatten die Bundestrainer ein Team für den EEF Nationenpreis der Springreiter in Mannheim benannt, das zur Hälfte aus Vielseitigkeitsolympiasiegern und zur Hälfte aus Parcoursspezialisten bestand: Michael Jung mit seinem neuen Star Fischerheros Z, der sich mit seinen neun Jahren in dieser Saison zunehmend ins Rampenlicht gesprungen hat, und Sandra Auffarth im Sattel von Weltcup-Partner Quirici H, dazu Hagen-Sieger Stefan Engbers mit Baju NRW und Gerrit Nieberg mit der mega zuverlässigen IB Queen. Alle vier haben das in sie gesetzte Vertrauen voll und ganz bestätigt.


Michael Jung und sein Zangersheider Wallach v. Hotspot (v. Hors La Loi II) machten den Anfang fürs Team und legten eine Runde ohne Hindernisfehler hin, allerdings mit einem kleinen Schönheitsfehler: ein Strafpunkt für Zeitüberschreitung. Wie sich herausstellte, war das allerdings ein geringfügiges Problem, denn die ersten Reiter der konkurrierenden anderen Mannschaften hatten alle mindestens einen Abwurf. Außerdem konnte der Strafpunkt nachdem alle vier deutschen Reiter durch waren, gestrichen werden. Jungs Kollegen ritten alle null. Im zweiten Umlauf passierte Jung ein solcher Lapsus kein zweites Mal. Diesmal kamen er und sein „Held“ fehlerfrei ins Ziel.


Jung schwärmte später von Heros Z: „Mein Pferd bringt alles mit. Er hat keine Schwächen, viel Vermögen, einen tollen Galopp, hat Blut, lässt sich fantastisch reiten und ist durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Ich bin sehr glücklich und stolz, ihn zu haben.“


Sandra Auffarth und Quirici H waren das erste Paar, das demonstrierte, wie der von Christa Jung entworfene Parcours bestmöglich zu überwinden ist, um fehlerfrei zu bleiben. Eine perfekte Runde. Im zweiten Umlauf leisteten sie sich dann einen Flüchtigkeitsfehler am Steilsprung nach dem Wasser, den Sandra Auffarth so einordnete: „Das war einer der leichtesten Fehler, die ich jemals hatte. Doch so ist der Sport. Ich war eine Nuance zu dicht, Quirici ist großartig gesprungen. Ich bin froh, ein solches Pferd zu haben, und es hat riesig Spaß gemacht hier.“


Stefan Engbers und Baju NRW demonstrierten in beiden Runden, dass die Bundestrainer gut daran getan hatten, sie nach ihren Auftritten in Hagen fürs Team nachzunominieren. Der 13-jährige Balou du Rouet-Sohn sprang wunderbar und sah nicht so aus, als wollte er heute einen Fehler machen.


Nachdem Gerrit Nieberg und die elfjährige Quasimodo Z-Tochter IB Queen schon in Runde eins ihren Job als Schlusspaar perfekt ausgeführt hatten, lag es im zweiten Umlauf an ihnen, ob es zum Stechen um den Sieg kommen würde. Bei einem Abwurf wäre das der Fall gewesen. Bei einer Nullrunde, konnte Sandra Auffarths Fauxpas gestrichen werden. Es lastete also ein gewisser Druck auf dem Münsteraner. Aber das kennt der Aachen-Sieger ja und so beendete er auch den zweiten Umlauf ohne Abwurf.


Damit stand Deutschland als Sieger fest. Equipechef Ralf Runge war happy: „Es war heute sehr einfach für mich. Alle vier sind gut geritten, haben abgeliefert und sich gegenseitig unterstützt. Das war eine starke Teamleistung – auch mit unserem fünften Mann Hannes Ahlmann als wertvoller Unterstützung im Hintergrund.“


Auch wenn sein Team ihm seinen Job einfach gemacht hat, ein leichter Sieg war es nicht, wie Runge betonte: „Der Sport ist im WM‑Jahr sehr anspruchsvoll. Einige Nationen nutzen die EEF‑Serie, um ihre Teams zu testen – insbesondere die Länder, die nicht in der Longines League of Nations vertreten sind. Ich freue mich, dass wir in der Breite sehr gut aufgestellt sind und hier ein so starkes Team an den Start bringen konnten.“


Die Top drei


Über die weitere Rangierung musste die Zeit entscheiden. Nach Streichergebnissen schlugen sowohl für Belgien als auch für Irland jeweils vier Fehler zu Buche. Doch die Belgier hatten die schnellere Gesamtzeit und wurden so Zweite für Irland.


Für Belgien unter der Ägide von Peter Weinberg ritten Yves Vanderhasselt im Sattel von Pepper Vitseroel Z (4/4), Anthony Philippaerts mit Gabell d’Arvor (0/4), Katja Haep auf Romy FZ (0/0) sowie Jos Verlooy im Sattel des auch als Vererber hoch erfolgreichen Nicon van’t Meulenhof (0/0).


Jessica Kürtens Gesandtschaft von der grünen Insel bestand aus Matt Carrigan im Sattel von Grace V (4/0), Lt. Michaeli Byrne im Sattel von MSH Claregalway (0/0), Max Wachman auf Tipperary (0/0) und Niall Talbot mit Charming Dream Z (4/RT).


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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