Durchwachsenes Turnier für deutsche Nachwuchsspringreiter
Tomma Thiesen feiert Erfolg beim Nachwuchs-Springturnier in Opglabbeek
Tomma Thiesen und Django Riff bei den VR Classics Neumünster, wo sie sensationell Dritte im Championat über 1,55 Meter wurden. Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de Nach Regen kommt Sonne? Einen versöhnlichen Abschluss des Turnierwochenendes in Belgien fand Tomma Thiesen, die bei den VR Classics in diesem Jahr mit Platz drei im Championat ein Ausrufezeichen gesetzt hatte. Damals wie an diesem Wochenende war ihr vierbeiniger Partner für den Erfolg Django Riff, ein neunjähriger Holsteiner v. Diarado-Cassini II.
Tomma Thiesen Zweite im Großen Preis
Im Großen Preis der Jungen Reiter über 1,45 Meter gelang es der 19-Jährigen, doppelnull zu bleiben. Das allein war schon beachtlich, denn der Normalparcours forderte die 53 Reiter-Pferd-Paare ziemlich heraus. Nur fünf Paare kamen fehlerfrei ins Ziel und davon ließen nur drei auch im Stechen alle Stangen in den Auflagen.
Am Ende reichte es mit der Zeit von 37,55 Sekunden für Rang zwei in dieser Prüfung. Geschlagen geben mussten sich Tomma und ihr Holsteiner Schimmelwallach einem Reiter des gastgebenden Landes Belgien, Bart Jay Junior Vandecasteele. Mit dem Hengst Lotti Blue Z kam er nach 36,7 Sekunden und einem fehlerfreien Stechparcours ins Ziel.
Die weiteren deutschen Reiter der Prüfung, Tjade Carstensen, Maja Sophie Sorge, Emma Bachl und Victoria-Theresia Joosten hatten sieben oder mehr Strafpunkte im Normalparcours gesammelt.
Vier deutsche Reiterinnen mit Schleife im Großen Preis der Children
Über 1,25 Meter mit Stechen ging es im Großen Preis der U14-Reiter. 73 Paare waren am Start, 21 davon schafften den Einzug ins Stechen. Italiens Ginevra Saluzzo Madafferi lieferte mit Kamille van de Eenhoorn dort die schnellste fehlerfreie Runde ab. 32,99 Sekunden, damit hielt sie die Konkurrenz um sieben Zehntelsekunden auf Abstand.
Vier deutsche Paare konnten sich in dem Springen über eine Schleife freuen. Joelle Sprehe und Starlinda wurden Siebte (35,64 Skeunden), Frieda Louise Riedel und Ego Dk Z Neunte (35,93 Sekunden) und Luisa Charlotte Brocks und Dybala Z Elfte (38,57 Sekunden). Alle drei waren im Stechen ein zweites Mal fehlerfrei geblieben.
Zwar mit einem Hindernisfehler, aber dank einer schnellen Zeit trotzdem noch im Geld war außerdem Paulina Marie Widak mit Czesanne.
Laura Hertz-Eichenrode Elfte im Junioren-GP
Nicht weniger als 93 Reiter-Pferd-Paare gingen im Großen Preis der Junioren über 1,40 Meter an den Start. Entsprechend umkämpft war am Ende der Sieg, denn 20 Paare hatten sich mit einer fehlerfreien Runde im Umlauf für das Stechen qualifiziert.
Von den deutschen Reiterinnen und Reitern dieser Prüfung gelang das Laura Hertz-Eichenrode, die mit ihrem zwölfjährigen Hannoveraner Lord Louis v. Lord Fauntleroy-El Bundy im Stechen ebenfalls fehlerfrei blieb und sich mit der Zeit von 41,29 Sekunden an elfter Stelle einsortierte.
Auch hier war es ein Belgier, der am Ende die Ehrenrunde anführen durfte. Seppe Wouters und Suzanne de Mariposa konnten sich mit der Zeit von glatt 35 Sekunden und sieben Zehntelsekunden Vorsprung gegen die Konkurrenz durchsetzen.
Doppelsieg für Irland im Großen Preis der Ponyreiter
Immer auf dem Zettel haben muss man die Iren, wenn es um die Pony-Prüfungen geht. Da war der Große Preis über 1,30 Meter keine Ausnahme. Ted Fagan hatte mit Ballyfore Rosie die Nase vorn, gefolgt von seinem Teamkollegen und EM-Bronzegewinner 2025 Charlie Flynn mit Montana. Die Deutschen gingen hier leer aus.
Nationenpreis der Children hart umkämpft
Bei den Nationenpreisen hat es nicht sollen sein für die deutschen Nachwuchsreiter an diesem Wochenende.
Am engsten war es bei den Children (U14). Hier gelang es mit den Niederlanden, Belgien, Dänemark und Italien nicht weniger als vier Teams, doppelnull zu bleiben. Somit ging es für alle vier Nationen ins Stechen, und zwar nicht für einen einzigen Reiter, sondern, so sieht es das Reglement vor, für alle vier Reiter des Teams.
Am Ende behielt keine Mannschaft eine weiße Weste, aber die Niederländer lieferten das schnellste Vier-Fehler-Ergebnis mit 98,36 Sekunden (die Zeiten von drei Paaren addiert, ein Streichergebnis). Es ritten für das Team Oranje Wim Vos mit Ceio Zachary Z, Mila Martens mit Luigi U.B., Mesina Den Tuinder mit Just A Moment Van T Heerenhuys und Pedro Mansur mit Hotmail des Forets.
Deutschlands Team um Coach Eberhard Seemann kam mit vier Punkten aus zwei Umläufen nach Hause. An einem anderen Tag hätte das womöglich für eine Top-Drei-Platzierung gereicht. So wurde es nur Rang fünf für Luisa Charlotte Brocks mit Cordijana (0/4 Punkte), Joelle Sprehe mit Starlinda (0/0), Alena Schädler mit Caboto (12/16) und Justus Thomsen mit Clooney (0/0).
Deutschland abgeschlagen in übrigen Team-Entscheidungen
Die übrigen Nationenpreise verliefen eher schlecht als recht. Bei den Ponyreitern wurde es der letzte Platz, die Junioren belegten Platz sieben und bei den Jungen Reitern reichte es nur für Rang sechs.