Drei US-Reiterinnen dominieren Großen Preis von Wellington
Toller vierter Platz für Nachwuchstalent Tony Stormanns in Wellington
McKayla Langmeier und Jiselle NS sorgen für US-Sieg im Großen Preis am ersten Wellington-Wochenende 2026. Foto: Wellington International // Cassidy Klein Das einzige Paar, das sowohl im Umlauf als auch im Stechen fehlerfrei ins Ziel kam, waren McKayla Langmeier und ihre zwölfjährige KWPN-Stute Jiselle NS v. Balou du Rouet. Damit war der U25-Reiterin, die seit 2024 auf Fünf-Sterne-Niveau reitet, der Sieg nicht zu nehmen.
Die schnellste Vier-Fehler-Runde drehten Jacqueline Ruyle und die Zangersheider Clarimo-Tochter Cyramo Z. Die beiden sind schon seit mehr als sechs Jahren ein Team und konnten sich bereits letztes Jahr in Wellington mit einem Sieg in einem CSI2*-Grand Prix in Szene setzen. Die Stute sei zwar klein, aber blitzschnell und wendig. Dazu verliere sie nicht viel Zeit in der Luft, berichtete Ruyle einst, nachdem sie einmal mehr ein Springen gegen die Ihr für sich entschieden hatten. Das demonstrierten sie auch heute mit einer unschlagbaren Zeit von 38,027 Sekunden. Allerdings fiel unterwegs eine Stange.
Das gleiche Schicksal ereilte Lillie Keenan und den KWPN-Wallach Happy Time, für die die Runde nach 41,351 Sekunden beendet war. Trotzdem dürfte Keenan sich sehr gefreut haben, denn sie hat den Quality Time TN-Sohn Happy Time, der 2022/23 auch schon mal im Stall Beerbaum stand, erst vor kurzem übernommen. Zuvor war er unter anderem mit Coco Fath auf CSI5*-Niveau über 1,60 Meter platziert.
Stormanns auf US-Tournee
Wo andere 17-Jährige sich nun aus dem Feiertagsmodus zurück in Schulstimmung zu versetzen versuchen, ist der einstige Children-Europameister Tony Stormanns Wochenende für Wochenende in den USA fleißig am Schleifen sammeln. Möglich macht’s das Internet. Stormanns hat Online-Unterricht, wie Rheinlands Reiter + Pferde über den Junior aus Weisweiler berichtete. Nachdem der Sohn der Weltklasse-Springreiterin Helena Stormanns seinen Einsatz für Deutschland bei den Europameisterschaften der Junioren in Riesenbeck beendet hatte (Rang vier mit der Mannschaft), ging es für ihn seine Pferde über den großen Teich. Hier hat er schon in mehreren Staaten auf sich aufmerksam gemacht. Er war in Connecticut, North Carolina und Kalifornien erfolgreich im Einsatz.
Jetzt ist er in Florida angekommen und konnte sich bereits am Donnerstag mit einem zweiten Platz im wichtigsten Springen des Tages in Szene setzen. Heute wurden es Rang vier und sieben für ihn und seinen neuen Star Cassius Clay, den er erst vor wenigen Monaten von der Britin Taisie de Gruchy übernommen hatte, sowie EM-Partner Donjon d’Asschaut. Beide hatten einen Abwurf im Normalparcours.
Richard Vogel stellte den neunjährigen KWPN-Wallach Michael Jackson W vor, einen Diamant de Semilly-Sohn, der zuvor von Vogels Partnerin Sophie Hinners geritten worden war. Für sie wurden es acht Strafpunkte.
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