Steve Guerdat bester von 17 im Stechen im Championat von Leipzig 2026
Steve Guerdat bester von 17 im Stechen im Championat von Leipzig
Steve Guerdat siegte mit Is-Minka im Championat von Leipzig 2026. Foto: sportfotos-lafrentz.de Strategisch hätte die Ausgangsposition besser sein können. Steve Guerdat, Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von Paris, musste mit seiner Schimmelstute schon als Dritter in den Stechparcours. Und irgendwie habe er auch nicht damit gerechnet, in Leipzig zu siegen. Für den Schweizer war die eigene Fitness der Hemmschuh in den vergangenen Wochen. Wegen Rückenproblemen hatte er sich zweimal operieren lassen müssen. Nach Platz drei im Großen Preis von Calgary in Spruce Meadows mit Venard de Cerisy Anfang September 2025, hatte sich Guerdat unters Messer begeben. Die mehr als 550.000 US Dollar, die er dort gewonnen hatte, dürften als Krankenhaus-Tagegeld mehr als ausgereicht haben. Nach der Zwangspause hatte er Is-Minka Ende 2025 in Mechelen wieder eingesetzt. In Basel hatte das Paar ein Springen am vergangenen Wochenende gewinnen können.
Is-Minka ist eine Tochter von Mylord Carthago. Sie entspringt dem Freiminka-Stamm, der basierend auf einer Oldenburger Stute dieses Namens, es in den Niederlanden zu großer Blüte gebracht hat. Viele internationale Springpferde sind aus dieser Familie hervorgegangen. Berühmt aber, hat ihn ein Dressurpferd gemacht: Totilas.
Gerrit Nieberg Zweiter mit IB Queen
Auch Platz zwei ging an eine Stute: IB Queen, eine Tochter des Belgiers Quasimodo Z, hatte Gerrit Nieberg schon am vergangenen Wochenende ins Stechen von Münster geritten. Nieberg und IB Queen kennen sich gut, dabei wird die Stute immer wieder auch von ihrer Besitzerin Karin Ernsting vorgestellt, zuletzt im Dezember in Riesenbeck. Gerrit Nieberg hat die Braune aber auch schon in Aachen mehrfach in die Platzierung geritten.
Sechs Reiter-Pferd-Kombinationen blieben im Stechen ohne Strafpunkte. Der schnellste Vierfehlerritt gelang dem Belgier Pieter Devos mit Jarina. Aber selbst dessen 58,97 Sekunden hätten nicht gereicht, um Guerdat die goldenen Schleife abzunehmen. Denn hier fehlten nicht ganz zwei Sekunden zum Sieg. So musste der Belgier mit Rang sieben Vorlieb nehmen.