Premier Jumping League (PJL) – neue Millionen-Serie im Springsport

Premier Jumping League PJL – Konkurrenz für die Global Champions Tour

Springen
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Bisher war die Global Champions Tour die höchstdotierte Springsport-Serie der Welt. Doch seit heute gibt es die Premier Jumping League (PJL).

Der US-Milliardär Frank McCourt (nicht zu verwechseln mit dem Pulitzer-Preisträger) will allein in der Auftaktsaison 2026/2027 100 Millionen Dollar in den Springsport investieren. Insgesamt hat er ein Budget von 300 Millionen zugesagt. Das Geld soll im Rahmen einer neu gegründeten Turnierserie verteilt werden, der Premier Jumping League (PJL).


Zum Vergleich: In der Global Tour wurden im vergangenen Jahr inklusive der Preisgelder für die Global Champions League 22 Millionen Euro verteilt. Das klingt, als würde die Global Champions Tour Konkurrenz bekommen, und so ist es wohl auch gemeint. Bis 2022 hielt McCourt noch Anteilseigner der Global Champions League und unterhielt mit den Miami Celtics eine eigene Mannschaft.


Format? Unklar


Ein Teamwettbewerb soll auch eine Säule der PJL werden, wie man der Website entnehmen kann. 16 Teams, zusammengestellt unter dem 250 besten Reitern der Welt, sollen in der Liga reiten. Wie genau das Prüfungsformat aussehen soll, bleibt bislang unklar. Das gilt auch für die Turnierstandorte. Die Rede ist hier vage von „14 legendären internationalen Veranstaltungsorten, die Europa, Nordamerika und den Nahen Osten umfassen“.


Wer ist dabei?


Auch wenn noch nicht öffentlich ist, wer an der Serie teilnimmt, geben die sozialen Medien Hinweise. Sophie Hinners postete heute beispielsweise, dass sie auf dem Weg nach Miami ist, wo das Projekt gelauncht wurde.


Laura Kraut (USA) wird auf Instagram mit den Worten zitiert: „Eine olympische Goldmedaille ist unbezahlbar. Aber sie bezahlt keine Rechnungen.“


Nina Mallevaey (FRA) sagt: „Im Parcours geht es nicht darum, wer du bist, sondern wie du reitest.“


Ben Maher (GBR) äußert sich: „Es hat Jahre absoluter Hingabe gebraucht, um heute hier zu stehen.“


Und Scott Brash erklärt in der Pressemitteilung zur Gründung der PJL:


„Mit Pferden – und besonders in unserem Sport – hört das Lernen nie auf. Eines meiner größten Ziele ist es, den Sport voranzubringen und ein besseres Umfeld für Sportler, Pferde, alle Beteiligten und diejenigen zu schaffen, die folgen. Ich glaube, die PJL gibt uns eine sinnvolle Plattform, um diese wichtigen Gespräche zu führen. Der Wettbewerb auf höchstem Niveau mit enormen Kosten verbunden, und für die meisten Reiter ist die Sicherung der finanziellen Unterstützung bei gleichzeitiger Aufgabe der notwendigen Zeit für den Sport ein ständiger Balanceakt.


Was die PJL so wirkungsvoll macht, ist, dass sie die Reiter auf eine Weise belohnt, die es uns ermöglicht, sowohl unser eigenes Wohlbefinden als auch das unserer Pferde wirklich zu priorisieren - Vollzeittraining und richtige Ruhe zu ermöglichen.“


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