Großer Preis in Bordeaux
Michael Jung und Fischerheros Z Dritte im Großen Preis von Bordeaux

Heros Z ist der vierbeinige Partner, der mit Michael Jung nach Leipzig in Bordeaux erneut unter Beweis stellen konnte, dass er in Top-Form ist. Der Olympiasieger der Vielseitigkeit sitzt schon länger im Sattel des Braunen und hat ihn 2023 in den internationalen Sport gebracht. Bereits gestern hatte sich der neun Jahre junge Zangersheider Wallach v. Hotspot aus der Zucht von Peter Hofmann mit fünf Strafpunkten im Weltcup-Springen platzieren können. Nun setzte er noch einen drauf.
Als vorletzte Starter des siebenköpfigen Stechens kamen Jung und Heros Z in den Parcours. Die Zeit von Victor Bettendorf aus Luxemburg und Encore Toi du Linon galt es zu schlagen, 34,47 Sekunden. Und alle Stangen mussten dabei liegen bleiben. Das deutsche Paar legte direkt so los, wie man es vom Olympiasieger gewohnt ist: mit viel Fluss und minimalster Einwirkung. Bis zum dritten Sprung, den man sich holen musste. Die Wendung gelang nicht ideal, Jung musste halten. Aber Heros Z reagierte gut, machte sich klein und sprang dann explosiv genug ab, um einen Fehler zu vermeiden. Jung ritt danach weiter auf Angriff.. Immer mit Zug nach vorne ließ sich Heros Z über einen Oxer fliegen. Die Wendung darauf auf die zweifache Kombination gelang ideal, sodass auch hier nichts klapperte. Noch zwei Sprünge, ein Oxer und der abschließende Steilsprung auf längerer Linie gelangen ebenfalls im Fluss und ohne, dass Jung seinen Wallach nochmal zurücknehmen musste. Trotzdem: Die Uhr zeigte 35,3 Sekunden, 83 Hundertstel Sekunden langsamer als Bettendorf.
Martin Fuchs nach leichtem Fehler im Weltcup nun siegreich
Das Publikum in Bordeaux erwartete nun nur noch ein weiteres Paar. Und zwar Martin Fuchs und Conner Jei, die gestern bei der knapp bemessenen Zeit im Normalparcours des Weltcup-Springens noch einen Fehler in Kauf nehmen mussten. Im Großen Preis passte schließlich alles. Am Ende nahmen der erfahrene 15-jährige Holsteiner v. Connor und sein Reiter aus der Schweiz dem Zweitplatzierten nochmal 15 Hundertstel Sekunden ab (34,32 Sekunden).
Die Stimmung von Victor Bettendorf dürfte das aber kaum getrübt haben. Für seine zwölfjährige Stute Encore Toi du Linon war es erst die zweite Springprüfung über diese Abmessungen überhaupt.
Somit hat Heros Z etwas mit ihr gemeinsam, denn auch für ihn war es nach dem Weltcup in Leipzig das zweite 1,60 Meter-Springen seines Lebens. Dieses auf Platz drei zu beenden, ist der bisher größte sportliche Erfolg des neunjährigen Wallachs, der seinen Platz mit Michael Jung im Perspektivkader damit untermauert. Weitere deutsche Paare waren im Großen Preis von Bordeaux nicht am Start.
Die vollständigen Ergebnisse gibt es hier.