Marvin Jüngels Odesza HX dominiert Youngster Tour von Leipzig

Leipzig: Dreifacher Jubel für Jüngel bei den Youngstern

Springen
Dreamteam: Marvin Jüngel und Odesza HX. Foto: sportfotos-lafrentz.de Dreamteam: Marvin Jüngel und Odesza HX. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Für den zweifachen Derby-Sieger Marvin Jüngel ist Leipzig ein Heimspiel. Diesen Vorteil wusste er dieses Wochenende zu nutzen. Heute holte er sich Sieg Nummer fünf und dazu den dritten in der Youngster-Tour mit der siebenjährigen Odesza. Die Halle in Leipzig bebte.

Nach seinen zwei Derby-Siegen hat Marvin Jüngel eine ganze Weile lang im Stall von David Will und Richard Vogel geritten und dabei viel gelernt, unter anderem das Siegen. Das gelang ihm dieses Wochenende in Leipzig gleich fünfmal, dreimal davon auf einem Pferd, das Vogel und Will gehört, der siebenjährigen Odesza HX.


Das HX im Namen der Kempinski-Tochter steht für den Stall Hendrix als Züchter. Schon letztes Jahr haben die beiden von neun Springen acht ohne Abwurf absolviert. An die Erfolge als Sechsjährige knüpfte Odesza bei ihrem ersten Youngster Tour-Auftritt als Siebenjährige in Leipzig nahtlos an. Erst gewannen die beiden die Qualifikationen, dann auch noch das Finale. Und das mit fast einer Sekunde Vorsprung.


Auf Platz zwei und drei folgten Mario Stevens und Laura Klaphake mit ihren beiden Zukunftshoffnungen, die zufälligerweise beide nach dem US-amerikanischen Festival auf den Namen Coachella hören. Stevens‘ Coachella ist eine Checkter-Tochter, die von Laura Klaphake ist eine Hannoveraner Stute v. Cascadello Boy RM.


Pause, aber dann …


Marvin Jüngel war heute in einer strategisch günstigen Position als letzter im Stechen. Er sah der Entscheidung gelassen entgegen: „Ich hatte als letzter Starter ja noch gut Zeit zu gucken, weiß aber ohnehin, dass sie einfach ein schnelles Pferd ist. Ich wollte also einfach eine gute Nullrunde drehen!“ Das hat funktioniert. Nun hat Odesza HX erst einmal wieder etwas Pause – „mehr Pause, um dann noch mehr zu gewinnen!“, wie Jüngel lachte.


Er hat in der Tat gut lachen, denn er wird Odesza HX wohl erst einmal weiter reiten dürfen. Das zumindest sagte Besitzer David Will: „Sie bleibt auf jeden Fall erstmal bei Marvin – never change a winning team. Das könnten wir auch nicht besser!“


Tom Schewes Amanda Blue toppt die Achtjährigen


Nachdem Tom Schewe letztes Jahr beim CHIO Aachen starten durfte, wo er Fünfter im Preis von NRW war, bekam er die nun achtjährige Action Blue-Tochter Amanda Blue unter den Sattel. Ein ganz besonderes Pferd, wie Schewe sagt und wie sie nicht erst in Leipzig gezeigt haben. Fehlerfrei in unglaublichen 25,37 Sekunden in der zweiten Phase übernahmen sie die Führung des 15-köpfigen Feldes. Normalerweise muss man dann zittern, ob es am Ende auch reicht. Nicht so Tom Schewe: „Man zittert natürlich immer nochmal, aber bei Amanda – da kann man eigentlich ruhig bleiben. Die muss man erstmal schlagen können!“, wie er sagte. Er sollte recht behalten.


Die zweitbeste Zeit waren 26,79 Sekunden von Frederic Tillmann und seinem Holsteiner Uriko-Sohn United H&B. An dritter Stelle reihten sich mit 27,42 Sekunden Marco Kutscher und Chacboy Blue BW v. Chacoon Blue ein.


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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