Jur Vrieling gewinnt Freitagshighlight in Leipzig vor Michael Jung
Leipzig: Der Michael Jung-Tag bei der PARTNER PFERD
Michael Jung und Eclaire Z. Foto: reitsport-hellmann.de Das Highlight heute am Freitag in Leipzig war der Range Rover Cup, ein 1,55 Meter-Zeitspringen, das zugleich Qualifikation für das Weltcup-Springen war. Schnellstes Paar gegen die Uhr waren in 63,72 Sekunden Jur Vrieling und sein neuer Star im Stall, der 15-jährige belgische Hengst Grand Slam VDL.
Erst im vergangenen Herbst hatte der Niederländer den Cardento-Sohn von Marlon Manolo Zanotelli übernommen. Unter Zanotelli war Grand Slam mehrfach in Weltcup- und anderen Fünf-Sterne-Springen platziert und trat auch in Nationenpreisen an. Doch da die Hengststation VDL unweit von der Anlage von Jur Vrieling entfernt liegt und der auch schon andere „VDL-Pferde“ unter dem Sattel hatte und hat, war die Kooperation naheliegend. Zanotelli ritt den Hengst zuletzt beim Saut Hermès im März. Zanotelli stellte ihn Anfang November zum ersten Mal vor und war kurz darauf mit ihm bei den Global Champions League Play-Offs in Prag am Start. In Frankfurt waren sie Zweite in der Qualifikation für den Großen Preis. Leipzig ist nun das vierte größere Turnier für die beiden. Und heute feierten sie ihren ersten gemeinsamen Sieg.
Michael Jung, der Abräumer vom Leipzig-Freitag
Einen Supertag hatte heute Vielseitigkeitsikone Michael Jung bei der PARTNER PFERD. Erst gewann er heute Nachmittag im Sattel von Eclaire Z das 1,45 Meter-Zeitspringen, dann setzte er heute Abend im Range Rover Cup mit Heros Z noch eins drauf: Platz zwei hinter Vrieling mit fehlerfreien 64,65 Sekunden. Beide Pferde, sowohl Eclaire Z, eine Tochter von Christian Ahlmanns Fünf-Sterne-Sieger Epleaser van’t Heike, als auch Heros Z v. Hotspot, sind erst neunjährig. „Überglücklich“ war Michael Jung schon nach dem Erfolg heute Nachmittag. Nun hat er noch mehr Grund zu strahlen.
Zumal es ihm erneut gelungen war, den Luxemburger Victor Bettendorf hinter sich zu lassen. Heute Nachmittag war der Zweiter gewesen mit Cancun Torel Z v. Consinhus. Heute Abend hatte er sein derzeitiges Toppferd gesattelt, den Nabab de Reve-Sohn Doha de Riverland. Die beiden kamen nach 66,11 Sekunden ins Ziel.
Weitere Platzierte
Zeitbester Deutscher auf Rang fünf war Patrick Stühlmeyer im Sattel von Conterno-Blue PS auf Rang fünf hinter Eiken Sato für Japan im Sattel eines weiteren „PS-Pferdes“, des Chacco Blue-Sohns Chadellano, der inzwischen nicht mehr die Initialen seines Züchters Paul Schockemöhle im Namen führt, sondern das „JRA“ für die Japan Racing Association, die auch andere Pferde außer Galopper betreut. Nach den Weltmeisterschaften in Herning wurde Chadellano nach Japan verkauft. Bei der WM war er noch unter italienischer Flagge mit Emanuele Camilli am Start.
Hinter Patrick Stühlmeyer wurde Schwedens Malin Baryard-Johnson Sechste und demonstrierte eindrucksvoll, wie fit ihre inzwischen 18-jährige Mannschaftsolympiasiegerin Indiana weiterhin ist. Die Kashmir van’t Schuttershof-Tochter hatte in den letzten Wochen Turnierpause und lieferte heute eine souveräne Nullrunde, bei der sie Felix Haßmanns zehnjährigem Vivant-Sohn Vithargos (auch dies ein Lewitzer) die Eisen zeigte.
Toller Erfolg für Michael Kölz: Der sächsische Lokalmatador, der einen der kürzesten Anreisewege hat, konnte sich mit seinem Toppferd Cellato an neunter Stelle platzieren.
Alle Ergebnisse aus Leipzig finden Sie hier.