Großer Preis von Basel geht in die Niederlande

Kim Emmen und Imagine NOP: Olympia, aber noch nie einen Großen Preis gewonnen – bis heute

Springen
Kim Emmen und Imagine NOP holten sich heute ihren ersten Sieg in einem Großen Preis beim Weltcup-Turnier in Basel. Foto: CHI Classics Basel/Katja Stuppia Kim Emmen und Imagine NOP holten sich heute ihren ersten Sieg in einem Großen Preis beim Weltcup-Turnier in Basel. Foto: CHI Classics Basel/Katja Stuppia
Kim Emmen und ihr Schimmel Imagine NOP waren in den vergangenen Jahren eines der beständigsten Paare im niederländischen Springsport, vertraten Oranje bei Olympia 2024 und der EM 2025. Doch noch nie haben sie eine große Einzelentscheidung gewinnen können. Heute im Großen Preis von Basel holten sie das nach. Und zwar überlegen.

Sechs Paaren gelang heute im Großen Preis von Basel das, was die Europameister Richard Vogel und United Touch S diesmal nicht schafften: fehlerfrei ins Ziel zu kommen. Gérard Lachat und Gregory Bodo hatten den 43 Paare in dem 260 Meter langen Parcours mit 13 Hindernissen und 16 Sprüngen einige Klippen in den Weg gestellt, und das nicht nur im Umlauf, sondern auch im Stechen, wie sich zeigte.


Dass Kim Emmen und Imagine NOP heute in Bestform unterwegs waren, zeigte sie schon in Runde eins. Da waren sie drittes Paar und lieferten den ersten Null-Fehler-Ritt. Dementsprechend mussten sie auch als erste gegen die Uhr antreten. Erneut blieben alle Stangen in den Auflagen und der 13-jährige Cassini Gold-Sohn war zudem mit 33,39 Sekunden flott unterwegs. Wie hoch sie damit die Messlatte gelegt hatten, sollte sich allerdings erst noch zeigen.


Ein Konkurrenzpaar nach dem anderen versuchte sein Glück. Doch toppen konnte das keiner. Nichtmal die Weltcup-Sieger Julien Epaillard und Donatello d’Auge. Sie gaben sich alle Mühe, waren mit 32,61 Sekunden auch schneller, bezahlten das Risiko aber mit einem Abwurf. Am Ende wurden sie Zweite.


Mit nur einem Abwurf kam lediglich noch ein weiteres Paar ins Ziel des zweiten Umlaufs: Pieter Devos auf Casual DV Z, die damit Rang drei nach Belgien holten. Der Portugiese Rodrigo Giesteira Almeida und seine KWPN-Stute Karonia.L, die unter anderem auch in Stuttgart ganz vorne mitmischten, hatten im Stechen acht Strafpunkte. Elf (mit Zeitfehlern) wurden es bei Emmens Landsmann Hessel Hoekstra auf Comthago VDL. Die Zeit hätte bei keinem außer Epaillard gereicht, um Emmen vom Thron zu stoßen. Olivier Robert und Iglesias D.V. gaben auf.


Und die Deutschen?


Von den deutschen Startern schaffte es keiner in die Platzierung. Für Richard Vogel hatte das Turnier allerbestens begonnen mit einem Sieg im Eröffnungsspringen auf dem zehnjährigen Diamant de Casall, einem mit Diamant de Semilly als Vater und der Vollschwester zu Casall als Mutter interessant gezogenen Hengst, sowie einem weiteren Triumph im Hauptspringen des Donnerstagabends im Sattel seines Speedspezialisten Phenyo van het Keisersbos. Doch heute im Großen Preis mit EM-Gold-Pferd United Touch S wurden es vier Strafpunkte.


Acht-Fehler-Tag war bei Hans-Dieter Dreher und Elysium, Marco Kutscher mit Aventador, Pia Reich auf PB Löwenherz sowie Josch Löhden im Sattel von EIC Schabernack, den Siegern im Großen Preis von Neumünster 2025.


Jens Wawrauschek und Mama S kamen mit 13 Fehlern ins Ziel.


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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