Belgischer Sieg im Global Champions Tour Grand Prix von Cannes, Rang drei für Meyer-Zimmermann

Janne-Friederike Meyer-Zimmermann Spitzenklasse bei Global Tour in Cannes

Springen
Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Cascais auf dem Weg zum dritten Platz in der Global Champions Tour-Etappe von Cannes. Foto: GCT Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Cascais auf dem Weg zum dritten Platz in der Global Champions Tour-Etappe von Cannes. Foto: GCT
Der Global Champions Tour Grand Prix von Cannes endete gestern mit einem belgischen Sieg und vier deutschen Paaren in der Platzierung, einer davon unter den Top drei.

Nur vier der 40 Paare im Großen Preis der Global Champions Tour Etappe von Cannes hatten es ins Stechen geschafft. Zwei schieden aus – darunter die Doppelweltmeister Henrik von Eckermann und King Edward, die im Parcours ungewollt getrennte Wege gingen –, sieben gaben auf, so auch die Dänin Zascha Nygaard auf Drako de Maugre, der am gleichen Wochenende vor zwei Jahren Patrick Stühlmeyer in Balve zum deutschen Meistertitel getragen hat, und nun für Dänemark im Einsatz ist.


Zu den vier Paaren, die fehlerfrei über die Klippen des von Uliano Vezzani erdachten Parcours am Yachthafen von Cannes kamen, gehörten Janne-Friederike Meyer-Zimmermann und die elfjährige DSP-Stute Cascais. Hier stießen sie allerdings auf schnelle Konkurrenz.


Das Stechen


Der Ire Michael Pender legte mit dem zehnjährigen Cornet Obolensky-Sohn HHS Cyprus in fehlerfreien 41,35 Sekunden bereits gut vor. Janne und ihre beim Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen registrierte Colestus-Tochter aus der Zucht von Dennis Grubitzsch zogen nach: null Fehler, allerdings mit 43,44 Sekunden fast zwei Sekunden langsamer.


Dass es noch schneller geht als bei dem Duo aus Irland demonstrierten dann Abdel Said und seine zwölfjährige Hannoveraner Stute Zasou vom Claashof, eine Zinedine-Tochter aus der Zucht von Dr. Stephan Hinrichs. Die beiden bewältigten das Stechen in unter 40 Sekunden, durchbrachen bei 39,44 Sekunden die Lichtschranke und hatten ebenfalls keinen Abwurf.


Vierter wurde der Däne Andreas Schou im Sattel des belgischen Wallachs Napoli vh Nederassenthof. Die beiden hatten einen Abwurf, mit 43,54 Sekunden aber auch die langsamste Zeit.


Weitere Deutsche im Geld


Nicht nur für Janne Friederike Meyer-Zimmermann war es gestern ein lukrativer Abend. Auch die drei weiteren Deutschen der Prüfung schafften es in die Platzierung. Jörne Sprehe und der Toulon-Sohn Toys waren das mit Abstand schnellste Paar des Umlaufs gewesen und sicherten sich für Rang fünf immer noch stattliche 30.000 Euro.


Daniel Deußer und sein Tobago Z-Sohn Otello de Guldenboom hatten ohnehin ein super Wochenende, nachdem sie am Donnerstag bereits in der ersten Wertung der Global Champions League, einem 1,60 Meter-Zeitspringen, Zweite waren. Im Großen Preis wurden sie Siebte.


Dabei ließen sie Philipp Weishaupt hinter sich, der sich ebenfalls nicht über ausbleibende Erfolge in Cannes beklagen konnte. Der Riesenbecker war Freitag Dritter hinter Deußer mit Oreo D.R. (der in der zweiten Wertungsprüfung allerdings 16 Fehler hatte) und Freitag noch einmal Zweiter. Für den Großen Preis hatte er den 13-jährigen OS-Wallach Chaquitos PS gesattelt.


Die beiden sind erst seit kurzem ein Paar. Der Chacco-Blue Sohn aus der Zucht des Gestüts Lewitz gehört dem Argentinier José Maria Larocca, dem Aachen-Zweiten. Bis vor einem Jahr hat er Chaquitos auch noch selbst geritten, zusammen mit seinem Landsmann Ignacio Maurin, der den Wallach unter anderem bei den Pan-Amerikanischen Spielen 2023 vorstellte. Im Dezember ging er erstmals unter Weishaupt. Bei der Global Tour-Etappe von Madrid konnten die beiden bereits ein Rahmenspringen für sich entscheiden.


Gestern bestritten die beiden ihren ersten 5* Grand Prix und konnten sich über Rang acht freuen.


Alle Ergebnisse aus Cannes finden Sie hier.


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