Lillie Keenan und Highway holen Großen Preis in Wellington

Highway to heaven – erster Großer Preis, erster Sieg mit Lillie Keenan

Springen
Lillie Keenan und Highway auf der Überholspur in Wellington. Foto: Sportfot Lillie Keenan und Highway auf der Überholspur in Wellington. Foto: Sportfot
Offensichtlich sind der KWPN-Hengst Highway und US-Springreiterin Lillie Keenan ein Match. Obwohl erst seit wenigen Tagen ein Paar haben sie sich in Wellington direkt den ersten Großen Preis gesichert, bei dem sie angetreten sind.

Es ist die zweite Woche des Winter Equestrian Festivals in Wellington. Highlight war der CSI3* Grand Prix gestern Abend. Lillie Keenan wollte ihn nutzen, um ihren Neuzugang Highway besser kennenzulernen. Was sie gelernt hat, war unter anderem, dass sie mit diesem 14-jährigen Eldorado vd Zeshoek-Sohn auf der Überholspur unterwegs ist. Sechs Paare gelangten ins Stechen, drei blieben fehlerfrei – darunter Keenan und Highway –, aber keiner kam auch nur annähernd an ihre Zeit von 36,676 Sekunden heran. Damit waren sie fast drei Sekunden schneller als die Konkurrenz.


Lillie Keenan über Highway


Dass das gleich im ersten Anlauf so geklappt hat, sei Highways vorherigem Reiter und Ausbilder, Willem Greve, zu verdanken, sagt Keenan: „Die Beziehung zwischen ihm und Willem, die kann ich nicht nachahmen. Aber er hat das Pferd so wunderbar ausgebildet! Heute Abend wollte ich ihn kennenlernen und unsere eigene Partnerschaft aufbauen.“


Die Voraussetzungen stimmen. Schon Willem Greve hat immer gesagt, dass dieses Pferd etwas besonders ist – nicht etwa, weil er mit ihm unter anderem den Rolex Grand Prix von ’s-Hertogenbosch gewonnen hat, sondern weil Highway so ein unglaublicher Kämpfer ist. Er mag nicht das allerletzte Talent haben, aber er will. Immer. Das sei es auch, was ihr an ihm immer schon gefallen hat, sagt Keenan.


„Ich habe seine Wildheit immer bewundert. Er ist ganz anders als meine anderen Pferde. Ich glaube, er wird eine bessere Reiterin aus mir machen. Als sich mir die Chance bot, ihn zu übernehmen, musste ich nicht nachdenken.“


Und nun ist er bei ihr und ihren ersten Sieg haben sie in der Tasche. Vermutlich wird es nicht der letzte sein.


Die weiteren Plätze


Die anderen beiden fehlerfreien Ritte kamen von dem Spanier Juan Manuel Gallego auf Chufly und McKayla Langmeier, die schon letztes Wochenende gut unterwegs gewesen war. Diesmal ritt sie Riesling van de Gaathoeve. Gallego war mit 39,587 Sekunden etwas schneller, als die US-Reiterin und holte sich Rang zwei.


Die drei weiteren Paare im Stechen waren die Kolumbianer Roberto Teran Tafur auf DSP Callas und Simon Arango mit Kadar HBC. Mit jeweils vier Strafpunkten wurden sie Vierter und Fünfter, während Tender Guy Z und Charlie Jayne (USA) mit zwei Abwürfen im Stechen Sechste waren.


Aus Deutschland war nur ein Paar vertreten: Junior Tony Stormans auf seinem U18-EM Pferd Donjon d’Asschaut. Sie kamen mit zwei Abwürfen, einem Zeitstrafpunkt und einer weiteren Grand Prix-Erfahrung aus dem ersten Umlauf.


Alle Ergebnisse aus Wellington finden Sie hier.


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