Hertogenbosch: Steve Guerdat und Lancelotta siegen, Eckermann, Vogel, Deußer und Hinners gut dabei
Guerdat gewinnt in ‘s-Hertogenbosch das Hauptspringen am Samstag, Vogel weiter gut unterwegs
Steve Guerdat (SUI) und Lancelotta, Sieger in Hertogenbosch. Foto: sportfotos-lafrentz.de Nicht weniger als 16 Paare waren in diesem Springen im Umlauf fehlerfrei geblieben. Zehn dieser Paare gelang das auch im Stechen in dieser 1,50-m-Prüfung. Am schnellsten war Steve Guerdat. Der Schweizer hatte die westfälische Stute Lancelotta gesattelt. Die Lancer-Tochter sauste blitzschnell über den Kurs. Damit vereitelte der Schweizer einen Heimsieg: Harrie Smolders wurde mit Mr. Tac Zweiter mit 33 Hundertstelsekunden Abstand.
Beste Deutsche war Katrin Eckermann, die mit Dialou Blue Fünfte wurde. Daniel Deußer und Pepita van’t Meulenhof wurden Neunte. Beinahe hätte Willem Greve, der eine phänomenale Hallensaison feiert, es geschafft vor heimischem Publikum zu siegen. Aber sein Pferd Grandorado war nicht nur 0,03 Sekunden langsamer als Guerdats Lancelotta, er musste auch einen Abwurf in Kauf nehmen.
„Es ist immer schön zu gewinnen, besonders nach einem guten Stechen“, bilanzierte Guerdat im Anschluss. „Das Stechen ist eigentlich der schönste Teil unseres Sports“. Er sagt, Lancelotta sei ideal fürs Stechen. „Sie lässt sich im Stechen sehr angenehm reiten. Sie denkt mit, kann enge Wendungen machen und einen Galoppsprung weniger nehmen. So muss ich nicht darauf achten, was meine Konkurrenten machen. Ich mache meinen Plan und versuche, ihn so gut wie möglich umzusetzen. Heute hat sie sogar noch besser reagiert, als ich erwartet hatte.“
Parcours in zwei Hallen
Das Indoor Derby, bei dem es aus der großen Veranstaltungshalle durch die Ausstellungsstände in eine weitere Messehalle, in der ein Steilsprung zu überwinden ist, geht, wurde von dem Niederländer Henk van der Pol und No Fathers Girl gewonnen. Sein Landsgenosse Bas Moerings, der schon am Freitag ein schweres Springen gewonnen hatte, wurde hier Zweiter. Als bester Deutscher landete Richard Vogel auf Rang sechs. Seinem Diamant de Casall war der Steilsprung in der Nebenhalle zum Verhängnis geworden. Zuvor hatte der gekörte Holsteiner Hengst das Auftaktspringen am Samstag gewonnen – mit der achten fehlerfreien Runde in Folge in einem CSI5*-Springen.
Sophie Hinners und Come away Flamingo Z wurden Zweite. Katrin Eckermann ritt Comilio auf Rang vier.
Ergebnisse aus Hertogenbosch 2026