Einen deutschen Doppelsieg gab es beim Springen um die Goldene Trommel in Basel

Goldener Trommelwirbel für Josch Löhden

Springen
EIC Schabernack – alles gegeben für seinen Reiter und die Goldene Trommel von Basel gewonnen. Foto: CHI Basel/Katja Stuppia EIC Schabernack – alles gegeben für seinen Reiter und die Goldene Trommel von Basel gewonnen. Foto: CHI Basel/Katja Stuppia
Dass Josch Löhden auf die Qualitäten seines EIC Schabernack bauen kann, hatte sich unter anderem 2025 gezeigt, als die beiden den Großen Preis von Neumünster für sich entschieden. Diesem Erfolg konnten sie gestern in Basel noch einen weiteren prestigeträchtigen Sieg hinzufügen.

Das Springen um die Goldene Trommel von Basel geht über 1,55 Meter und ist eine der wichtigsten Prüfungen des Turniers und ein Klassiker im Springsport. Steve Guerdat, Richard Vogel, Julien Epaillard und noch einige mehr hätten sich gern in die Siegerliste eingetragen. Doch ganz vorn stand am Ende ein Paar, das bei einer Wette eine gute Quote erzielt hätte: Josch Löhden mit seinem zehnjährigen Hannoveraner EIC Schabernack.


Die beiden waren letztes Paar im Stechen. Dass Löhden an diesem Tag keine Gefangenen zu machen gedachte, macht er gleich an Hindernis eins deutlich. Er ritt voll auf Angriff, kam aber leider nicht ganz passend. Gerettet hat ihn sein Schimmel, der einen Extra Galoppsprung einbaute und trotzdem keinen Fehler machte. Die Rhythmusstörung konnten sie im weiteren Verlauf des Stechens ausgleichen. In 33,16 Sekunden kamen sie ins Ziel. Der Sieg.


Allerdings ein knapper, denn mit 33,31 Sekunden waren Hans-Dieter Dreher und sein inzwischen 17-jähriger Baloubet du Rouet-Sohn Vestmalle des Cotis bereits eine Bombenzeit vorgelegt, die am Ende dann doch nicht ganz reichte. So wurde es ein deutscher Doppelerfolg an der Spitze. Rang drei holten Katharina Rombach und Colestus Cambridge nach Österreich.


Josch Löhden war hoch zufrieden: „Wenn man es schon ins Stechen schafft, will man natürlich alles geben. Ich hatte ein unglaublich gutes Pferd. Das hilft enorm.“ Sag bloß!


Über EIC Schabernack


EIC Schabernack ist ein zehnjähriger Cornet Obolensky-Sohn aus einer Quidam de Revel-Grannus-Mutter. Gezogen wurde er von Frank Plock. Das EIC in seinem Namen ist ein Kürzel, das meistens bei den Pferden von Max Kühner zu finden ist, und tatsächlich wurde auch dieser Schimmel früher von dem Wahl-Österreicher aus Bayern und seinem langjährigen Bereiter Helmut Schönstetter vorgestellt.


Sechsjährig war Schabernack starker Siebter im Finale bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde, das noch mit dem Slowaken Peter Kopecky im Sattel. Seit 2023, also Anfang siebenjährig, war er dann mit Kühner und Schönstetter unterwegs. Josch Löhden reitet ihn seit Herbst 2024. Neben dem Großen Preis von Neumünster gewannen sie unter anderem Anfang Dezember den 1,45 Meter-Grand Prix (CSI2*) von Peelbergen.


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