Paris Pieter Devos

Devos siegt in Paris und mehr aus dem Springparcours am Samstag

Springen
Pieter Devos und Jarina J. Foto: Saut Hermès Pieter Devos und Jarina J. Foto: Saut Hermès
Pieter Devos war heute der große Sieger beim Saut Hermès in Paris. Wer der beste Deutsche war und was sonst noch los war im Springsport am Samstag.

Highlight beim Saut Hermès in Paris war heute ein 1,55 Meter Springen über zwei Runden für die jeweils zehn besten Reiterinnen und Reiter aus dem gestrigen Prix Hermès Sellier. In diesem Prüfungsformat durften alle 20 Teilnehmer in beiden Umläufen antreten. Das Gesamtergebnis errechnete sich aus der Addition der Strafpunkte beider Umläufe und der Zeit in Runde zwei.


Belgiens Pieter Devos hatte dafür die zwölfjährige KWPN-Stute Jarina J gesattelt, die schon seit sie siebenjährig ihre internationale Karriere begann im Stall Devos zuhause ist. Jarina J ist in Springen von 1,45 bis 1,55 Meter immer für einen Sieg gut, so auch heute. Devos und Jarina waren eines von nur zwei Paaren, die zweimal fehlerfrei sprangen. Und mit 45,06 Sekunden waren sie deutlich schneller als die Irin Jessica Burke auf dem Weltcup-Sieger von Bordeaux, Good Star du Bary (48,22). Damit standen die ersten beiden Plätze schon mal fest.


Über Rang drei konnte sich nach jeweils einem Zeitstrafpuntk in beiden Umläufen Malin Baryard-Johnsson auf dem Westfalen Hennessy freuen. Die Schwedin hatte den 13-jährigen Hogwart-Sohn 2021 von Martin Fuchs übernommen. Das heute war ihre bislang beste gemeinsame Platzierung.


Bester Deutscher war Daniel Deußer, der mit Pepita van’t Meulenhof im ersten Umlauf einen Abwurf hatte, im zweiten aber fehlerfrei blieb. Die Zeit reichte für Rang sieben.


Noch ein Holsteiner Sieg in Bedizzole


Gestern waren es Hannes Ahlmann und Tokyo, die sich das wichtigste Springen des Tages beim CSI3* von Bedizzole sicherten. Heute war es ein anderer Nachwuchsstar aus dem Land zwischen den Meeren, der in Italien triumphierte: Mathies Rüder auf der zehnjährigen Casall-Tochter Carlesta, die Rüder schon in der Youngster-Tour vorgestellt hat. Heute ließ der ehemalige Junioren-Europameister in der Vielseitigkeit den Buschreiter durchblitzen. Die beiden waren das einzige Paar im zweiten Umlauf des 1,45 Meter-Springens, die in einer Zeit von unter 40 Sekunden ins Ziel kamen. Bei 39,48 Sekunden stoppte die Uhr – ohne Abwurf.


Das gelang auch Constant van Paesschen (BEL) mit der Untouchable-Tochter Unaki de Bornival Z (41,44, Rang zwei) und Dominik Juffinger (SUI) ins Sattel von Jeck K (41,63, Platz drei).


Pia Reich sprang mit ihrem Löwenherz auf den fünften Platz Hannes Ahlmann hatte mit seiner Zukunftshoffnung Madness einen Abwurf im ersten Umlauf, war aber als Zwölfter trotzdem noch platziert. Gleiches galt für den Vater des Siegers, Kai Rüder. Er sprang mit dem zehnjährigen Lord Z-Sohn Laquero auf Platz 13.


Rang eins, zwei und fünf für GER in Gorla Minore


Geradezu hervorragend lief es aus Deutscher Sicht auch beim CSI4* in Gorla Minore. Dort führte das wichtigste Springen des Tages heute über ein 1,50 Meter-Zwei-Phasen-Springen, das mit einem deutschen Doppelsieg endete, genauer gesagt mit einem Baden-Württemberger Doppel.


Elisabeth Meyer setzte sich auf der zehnjährigen KWPN-Stute Let it Shine v. Eldorado vd Zeshoek in fehlerfreien 27,41 Sekunden gegen Hansi Dreher und seinen Cachas-Sohn Cous Cous durch. Für den 14-jährigen Holsteiner Wallach stoppte die Uhr bei 29,9 Sekunden.


Komplettiert wurde das deutsche Trio unter den Top fünf durch Torben Köhlbrandt auf dem zehnjährigen Iren HK Carrera auf dem fünften Rang (0/30,78).


Dazwischen schoben sich der Belgier Seppe Wouters auf Honolulu des Forets v. Cicero Z als Dritter und Emiliano Liberati für die Gastgeber mit Mekanno PS.


Haunhorst siegt in Arezzo


Auch bei der Toscana Tour in Arezzo wird dieses Wochenende auf Drei-Sterne-Niveau gesprungen. Der Sieg in der Qualifikation für den Großen Preis ging an Max Haunhorst mit dem 13-jährigen KWPN-Hengst Indy v. Chacco-Blue, den er 2024 von der Schwedin Sofia Westborg übernommen hatte. Mit 64,95 Sekunden waren der Hagener und Indy fast zwei Sekunden schneller in dem Fehler-Zeit-Springen als Luca Maria Moneta (ITA) und Knock Out, die in 66,85 Sekunden Zweite wurden. Tobias Meyer belegte im Sattel des westfälischen Calcio-Sohnes Calstakko Rang vier. Benjamin Wulschner war mit Haddou als Zehnter ebenfalls noch im Geld.


Italien-Sieg und sechs deutsche Platzierungen in Opglabbeek

Im Sentower Park von Opglabbeek wird dieses Wochenende auf Zwei-Sterne-Niveau gesprungen – mit prominenter Besetzung. Zwar ging der Sieg im Großen Preis (1,45 Meter) an Giampiero Garofalo auf dem KWPN-Hengst Lambrusco, aber es war knapp. Nur acht Hundertstel trennten den Italiener vom Paar auf Rang zwei in Gestalt von David Will mit dem DSP-Wallach Qualido M v. Quadrigus M, wobei das „M“ für den Zuchthof Meindl steht. Die Sieger erreichten das Ziel in 39,91 Sekunden. Bei Will und Qualido, die seit Jahresbeginn ein Team sind und zuletzt den CSI2* Grand Prix in Sharjah gewannen, waren es 39,99 Sekunden.


Weitere Deutsche in der Platzierung: Antonia Locker auf Dinapo RW auf Rang fünf, Michael Herhalt mit Bella als Siebte vor Jochen Teufel und Der Paolo, Sina Knoop mit Cayman K als Zehnte sowie Sophie Hinners auf Combella als Zwölfte nach einem Abwurf in der ersten Phase.


„Kleiner Großer Preis“ an Kuhlmann


Toller Erfolg für Anna Maria Kuhlmann in Vejer de la Frontera: Die 34-Jährige aus Freiburg im Breisgau ritt ihre Zangersheider Stute Pegasus Deau Re Mi zum Sieg im „kleinen Großen Preis“ des Sunshine Tour-Wochenendes von Vejer de la Frontera, Spanien. Das Nachsehen hatte ein britisches Trio: Jonathan Buxton auf dem Holsteiner Hengst Orlesh v. Orlando vor Guy Williams mit Kermit van Overis Z sowie Matthew Sampson im Sattel von Nouvelle vh Veldhof. Harm Lahde war mit Holland v.d. Valckenborg als 13. ebenfalls noch im Geld.


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