David Will mit einem Sieg und einem zweiten Platz in Sharjah

Deutsche Springreiter sahnen in den Emiraten ab

Springen
David Will und Xixo Borgia. Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de David Will und Xixo Borgia. Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de
Es läuft für die deutschen Springreiter in Sharjah – vor allem für das Team von VW Equestrian.

Nachdem Sophie Hinners ja gestern siegreich gewesen war, war heute ihr Kollege von VW Equestrian, David Will, an der Reihe. Wobei Sophie auch heute ins Geld sprang.


In der einzigen Fünf-Sterne-Prüfung ging es heute über 1,55 Meter mit Stechen. Der einzige Reiter, der zweimal null blieb, war der Brasilianer João Victor Castro Aguiar Gomes De Lima im Sattel des Kannan-Sohnes Kenzo Quality. Damit schnappten sie sich den Sieg und 32.100 Euro Preisgeld – auch wenn sie fast zehn Sekunden langsamer waren als das nächstplatzierte Paar.


Das waren David Will und sein Erfolgspartner der letzten Wochen, der elfjährige Big Star-Sohn Xixo Borgia. Mit dem OS-Hengst kommt Will höchst selten ohne Schleife nach Hause, war im Dezember in Riad mehrfach siegreich und gehörte Anfang des Monats mit ihm zum unschlagbaren Nationenpreis-Team in Abu Dhabi. Auch heute hat Borgia abgeliefert: 34,56 Sekunden, allerdings ein Abwurf, Rang zwei.


Dritter wurde in genau 35 Sekunden mit ebenfalls einem Abwurf Henrik von Eckermann auf der zehnjährigen Emerald-Tochter Qasirah van de Reistehoek. Seit Mai letzten Jahres hat der schwedische Weltmeister die Belgierin unter dem Sattel. Im Juli bestritt sie ihr erstes 1,55 Meter-Springen, im August den ersten 1,60 Meter Parcours. Das heute war die erste Top drei Platzierung in einem Springen dieser Kategorie mit Stechen.


Insgesamt hatten nur vier Paare das Stechen erreicht. Dank einer flotten Vier-Fehler-Runde im Normalparcours konnte auch Sophie Hinners auf Event de L’Heribus noch in die Platzierungsliste springen. Sie wurde Siebte.


CSI2* Grand Prix


Für die Zwei-Sterne-Tour war heute schon der wichtigste Tag mit der Entscheidung im Großen Preis. Die fiel zugunsten von David Will aus. Auch in dieser Prüfung hatten nur vier Paare das Stechen erreicht. Will hatte den zehnjährigen bayerischen DSP-Wallach Qualido M v. Quadrigus M gesattelt (M wie Zuchthof Meindl), den er erst seit Anfang des Jahres reitet (zuvor ging er vor allem unter Elisabeth Meyer) und sicherte sich mit fehlerfreien 45,60 Sekunden den Sieg.


Platz zwei sicherte sich ein anderes Paar aus Deutschland, das allerdings unter ukrainischer Flagge startet. Nach fast einem ganzen Jahr CSI-Abstinenz reitet René Tebbel wieder international. Mit der zwölfjährigen Conthargos-Tochter Conquida de Revel lieferte er die zweite der zwei fehlerfreien Runden im Stechen.


Rang drei blieb in den UAE dank Omar Abdul Aziz Al Marzooqi im Sattel des acht Jahre jungen Billy Martini, der seinem Namen nach vom Billy Stud des UAE-Trainers William Funnell stammt. Sie hatten einen Abwurf.


Das vierte Paar im Stechen hatte zwar keine Hindnisfehler, ließ es aber ruhig angehen: Sophie Hinners auf dem Marbacher Landbeschäler Doctor Blue. Als der zehnjährige Westfale v. Durango VDL in den Stall von VW Equestrian wechselte, war er zunächst von David Will vorgestellt worden. Mitte Januar übernahm Sophie Hinners die Zügel und baute ihn über die Ein-Sterne-Tour auf. Das heute ist der bislang größte Erfolg für die beiden.


Alle Ergebnisse aus Sharjah finden Sie hier. 


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