Marlon Modolo Zanotelli und Charly Heart gewinnen den Großen Preis von St. Tropez-Gassin
Brasilianischer Sieg und King Edward auf Rang drei im Großen Preis der League of Nations Etappe von St. Tropez
Marlon Zanotelli siegte heute im Großen Preis von St. Tropez-Gassin bei der letzten League of Nations Qualifikation 2026.
Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de Schon seit drei Jahren gehört die in Norwegen gezogene Cornet Obolensky-Tochter Charly Heart der Ashford Farm, Arbeitgeber des Brasilianers Marlon Zanotelli und auch von einer Jana Wargers. Die war es auch, mit der die Schimmelstute sieben- und achtjährig hauptsächlich im Einsatz war. 2024 bekam Marlon Zanotelli ein bestens ausgebildetes Pferd unter den Sattel, dem er nur noch den Feinschliff geben musste. Diese Saison gewann die Stute bereits im Februar in Doha ihren ersten 1,60 Meter-Grand Prix und heute setzte sie noch einen drauf.
Auf kurzen Wegen und trotz eines kleinen Bogens auf der letzten Distanz, der noch einmal Zehntelsekunden gekostet haben dürfte, nahmen Charly Heart und Marlon Zanotelli dem bis dahin führenden Paar im Stechen um den Großen Preis von St. Tropez-Gassin, Mark McAuley (IRL) und Rossi vd Heffinck, rund eineinhalb Sekunden ab und gingen in Führung.
Zweimal musste Zanotelli noch zittern. Und zwar richtig, denn der nächste Reiter war mit Julien Epaillard nicht nur ein Franzose mit heimischem Rückenwind, sondern der Reiter, der in jedem Stechen der Angstgegner ist. Er saß im Sattel des wunderschönen belgischen Schimmels Le Coultre de Muze v. Presley Boy. Die beiden waren schnell, aber hatten eine Abwurf.
Nun war es an Frankreichs Meisterausbilder Marc Dilasser und Arioto de Gevres, doch noch für einen Heimsieg zu sorgen. Aber auch hier sollte es nicht sein. Der Traum fiel gleich am ersten Hindernis in den Sand von St. Tropez.
Damit standen Marlon Zanotelli und Charly Heart als Sieger fest und Mark McAuley konnte sich auf dem erst neunjährigen belgischen Diamant de Semilly-Sohn Rossi vd Heffinck über Platz zwei freuen.
Der King ist zurück an der Spitze
Grund zur Freude hatte auch der Drittplatzierte, nicht wegen der Leistung des Nachwuchses, sondern wegen des Auftritts seines langjährigen Erfolgspartners. Gemeint sind die Doppelweltmeister von 2022, Henrik von Eckermann und Kindg Edward.
Monatelang hatte man nach dem Erlebnis bei den Olympischen Spielen 2024, bei denen von Eckermann stürzte, nichts mehr von dem 16-jährigen Edward-Sohn gesehen. Erst dieses Jahr hat Henrik von Eckermann begonnen, den Fuchs ganz behutsam wieder aufzubauen. Er hat angefangen mit 1,10 Meter-Springen und sich Schritt für Schritt vorgetastet.
Nun ist King Edward wieder dort, wohin er gehört: vorne. Die ersten großen Aufgaben im Rahmen von Global Champions Tour Etappen endeten jedes Mal mit Fehlern. Heute blieben alle Stangen in den Auflagen. Von Eckermann riskierte aber auch nichts, nahm lieber zwei Zeitfehler im Umlauf in Kauf und ließ es auch im Stechen ruhig angehen. Dank der Fehler der anderen wurde es trotzdem Rang drei.
Van Tastischer Auftritt
Zufrieden sein dürfte auch Janne Friederike Meyer-Zimmermann. Sie hatte für den Großen Preis den neunjährigen Mecklenburger Van Tastic (v. Van Halen Z) gesattelt, der gerade erst an die großen Aufgaben herangeführt wird und heute schon im ersten Umlauf demonstrierte, dass er denen in jeder Hinsicht gewachsen ist. Lediglich zwei Zeitfehler schlugen in Runde eins zu Buche. Im Stechen kam dann doch noch ein Abwurf hinzu. Trotzdem, als Zehnte waren sie bestes deutsches Paar.
Richard Vogel und Gangster Montdesir hatten schon einen Abwurf im ersten Umlauf, ebenso wie Marcus Ehning und Priam du Roset.
Alle Ergebnisse finden Sie hier.
Morgen haben Reiter und Pferde einen entspannteren Tag. Sonntag geht es dann um die letzten Punkte für die League of Nations. Hier gibt es weitere Infos dazu.