Meyer-Zimmermann, Rüder & Co. – die Samstagssieger im Springparcours

Arezzo, Oliva, Riesenbeck und mehr – der Samstag im Parcours

Springen
Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Katrien waren heute unschlagbar in Oliva Nova. Foto: MET/clicphoto Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Katrien waren heute unschlagbar in Oliva Nova. Foto: MET/clicphoto
Das bedeutendste Springturnier dieses Wochenende ist der CSI5* in Wellington. Aber auch anderswo gibt es guten Sport zu sehen, etwa in Arezzo, Oliva und Riesenbeck. Und auch in Doha wird weiter gesprungen.

Ihren bislang schönsten gemeinsamen Erfolg verbuchten Janne Friederike Meyer-Zimmermann und die elfjährige KWPN-Stute Katrien v. Verdi TN bei der Mediterranean Equestrian Tour (CSI3*) in Oliva. Sie gewannen heute das Highlight des Tages, ein 1,45 Meter-Springen mit Stechen, wo nur vier Paare zweimal fehlerfrei ins Ziel kamen.


Zweiter wurde der Franzose Antoine Ermann auf Foxpit Grim v. Vigo d’Arsouilles, gefolgt von dem irischen Duo Anna Duff und Mc Crosskeys.


Seit einem Jahr steht Katrien im Besitz von Janne Friederike Meyer-Zimmermann und ihrem Mann Christoph. Allerdings kennen die beiden sich schon wesentlich länger. Bereits 2021 ging die Stute mit der ehemaligen Auszubildenden des Teams Meyer-Zimmermann, Henrike Ostermann, ein erstes L-Springen. Im Jahr darauf startete sie sie auch international und Ostermann und ihre Chefin wechselten sich im Sattel ab. Auch Kent Farrington, der viele Pferde über das Schenefelder Ehepaar kennengelernt hat, saß 2024 für mehrere Wochen in ihrem Sattel. Doch die Liaison währte nicht allzu lange. 2025 ging Katrien mit Mathies Rüder, der sie unter anderem bei den U21 Europameisterschaften in Riesenbeck ritt. Doch seit Anfang des Jahres sitzt Janne wieder selbst im Sattel. Das heute war der zweite gemeinsame Sieg.


Deutsches Doppel und Epaillard in der Silver Tour


In einem weiteren Springen der Gold Tour über 1,40 Meter konnte sich Janne Meyer-Zimmermann zudem Platz zwei sichern. Hier ritt sie die Stute High Level, die Anfang des Jahres auch in Doha immer wieder vorne dabei gewesen war. 0,21 Sekunden trennten die beiden vom deutschen Siegerpaar Björn Kuwertz mit Asad.


An dritter Stelle reihte sich Niels Kersten (NED) mit Rose of Ballmore ein.


Das Finale der Silver Tour wurde zur Beute von Julien Epaillard mit seinem Nachwuchspferd Martinius PKZ, einem zehnjährigen Hengst unbekannter Rasse in ukrainischem Besitz, der einer niederländischen Stutenfamilie entspringt und mit Iglesias PKZ v. Contact van de Heffinck einen belgischen Vater hat. Seit etwa einem halben Jahr reitet Epaillard den Hengst. Zuvor ging er mit einer Ukainerin in der U25-Tour. Bis 1,45 Meter waren Martinius und Epaillard schon gut platziert. Das heute über 1,40 Meter in der Silver Tour war jedoch der erste Sieg.


Alle Ergebnisse aus Oliva finden Sie hier.


Diverse Schleifen in Arezzo


Beim CSI4* konnte sich erneut der Sieger von gestern, Christian Ahlmann, über mehrere Platzierungen freuen. Für das Highlight des Tages, das 1,45 Meter-Weltranglisten-Springen, hatte er den zehnjährigen Zangersheider Hengst Querido VG gesattelt und ritt den Sohn seines Dominator auf Rang drei. Mit dem neunjährigen Diamant de Semilly-Sohn Diamantino belegte Ahlmann im anderen 1,45 Meter-Springen der Gold Tour den sechsten Platz.


Hier konnte sich Sandra Auffarth mit ihrem besten Springpferd Quirici H über Platz sieben freuen, während sie mit Comcador im Weltranglisten-Springen einen Abwurf hatte. Dafür beglückten die erst achtjährigen Lady Bois Margot M und Conti sie mit fehlerfreien Runden über 1,40 bzw. 1,30 Meter.


Sieger des Weltranglisten-Springens war Kristaps Neretnieks (LAT) auf Corlansky-Pro vor Brasiliens João Victor Castro Gomes de Lima, der auch gestern schon vorn dabei war und heute die KWPN-Stute Lilesta GE zum Erfolg ritt.


Alle Ergebnisse aus Arezzo finden Sie hier.


Rüder in Riesenbeck


Auch in Riesenbeck ging es heute um das Finale der Mittleren Tour des CSI2*. 93 Paare waren am Start in dem 1,45 Meter Zwei-Phasen-Springen, keines war so gut unterwegs wie Han-Thorben Rüder, der Sieger des Agravis-Cup in Münster im Januar, mit em 17-jährigen Holsteiner Wallach Singu v. Singulord Joter, ein Paar, das in den elf Jahren, die es nun schon gemeinsam auf internationalen Turnieren im Einsatz ist, schon fünfmal eine Riesenbecker Ehrenrunde angeführt hat, heute also zum sechsten Mal.


Noch nicht ganz so lang, aber auch schon vier Jahre währt die Partnerschaft zwischen Michael Kölz und der 16-jährigen DSP-Stute Lexie Grey v. Lemwerder. Sie wurden Zweite vor Felix Haßmann, der mit seinen zwei Pferden Carrie Brad Shaw MWZ (sic) und Pronto van de Maltahoeve die Plätze drei und vier belegte.


Alle Ergebnisse aus Riesenbeck finden Sie hier.


Lier: Guter Einstand für Smolders und Neuzugang


Seit wenigen Wochen hat Harrie Smolders den Westfalen-Hengst For Chacco TN unter dem Sattel. Dieses Wochenende bestreiten sie beim CSI2* in Lier ihr erstes gemeinsames Turnier. Am Donnerstag hatten sie noch einen Abwurf im Zwei-Phasen-Springen. Aber gestern waren sie schon Doppelnull und platziert über 1,45 Meter und heute wieder fehlerfrei und im Geld über 1,35 Meter.


Das heutige Weltranglisten-Springen sicherte sich Wilm Vermeir auf dem neunjährigen Holsteiner Adagio de Talma-Sohn Adelio, den er seit vergangenem Jahr auf internationalem Parkett präsentiert. Aus deutscher Sicht konnte sich Steffen Engberg mit Conquest of Paradise nach fehlerfreier Runde über Rang 13 und damit eine Platzierung freuen.


Michael Jung hatte mit Eclaire Z vier Strafpunkte. Bei Holger Wulschner und Comme un Rêve wurden es sieben Fehler, vier für einen Abwurf, drei für Zeitüberschreitung. Acht schlugen für Cedric Wolf und den Cornado-Sohn Capitano zu Buche. Da war er in guter Gesellschaft, denn dem Team Stephen in Gestalt von Daniel Deußer auf Silence Dwerse Hagen und Kendra Claricia Brinkop mit Ma Belle erging es genauso.


Hier geht’s zu den Starter- und Ergebnislisten aus Lier.


US-Sieg in Doha


Das höchstdotierte Springen in Doha, wo der Sport dieses und nächstes Wochenende ungeachtet der politischen Großwetterlage weiterläuft, war die 1,50 Meter-Prüfung der CSI3*-Tour. Die einzige US-Reiterin, die dieses Wochenende in Nahost am Start ist, Kristen Vanderveen, hatte hier die Nase vorn. Mit Bull Run’s Mary, einer Holsteiner Adagio de Talma-Tochter, war sie fast fünf Sekunden schneller als die Konkurrenz und zudem fehlerfrei.


Zweiter wurde der Südafrikaner Matthew Morrison auf dem westfälischen Comme il faut-Sohn Quebec vor Mohamad Mogteeth Alshebab für Syrien mit Jaguar MS.


Weitere Ergebnisse aus Doha gibt es hier.


Deutsches Tiple in Busto Arsizio


Arezzo ist nicht der einzige italienische CSI dieses Wochenende. In Busto Arsizio in der Lombardei wird auf 2*-Niveau gesprungen. Zwei 1,4 Meter-Prüfungen standen heute auf dem Programm, in beiden waren die Deutschen vorn oder ganz vorn dabei.


In der Qualifikation für den Großen Preis platzierte Hans-Dieter Dreher den neunjährigen Holsteiner Uncle Sam mit einer flotten Runde trotz Abwurf in Runde zwei an achter Stelle. Edwin Schmuck war mit dem Holsteiner Caracho für den zweiten Umlauf qualifiziert, schonte die Kräfte des Cascadello II-Sohns aber wohl für morgen. Jedenfalls verzichtete er auf einen weiteren Start.


Dreher Junior vorn


Noch viel mehr als über seinen eigenen achten Platz hat sich Hansi Dreher vermutlich über den Sieg seines Sohnes Ben in der anderen 1,40 Prüfung gefreut. Mit der Hannoveraner Stute Valentina v. Valentino ließ der 17-Jährige Sönke Fallenberg im Sattel von Zanzibar Z und Wolfgang Puschak auf Odense Z hinter sich.


Zudem war Dreher Junior mit seinem zweiten Pferd, Saint Laurent v. Semper Fi, ebenfalls null, genau wie Thomas Mang auf Quirina GG.


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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