Weltcup-Springen Ocala: 21-jährige Mimi Gochman siegt, Thieme Achter

21-jährige Mimi Gochman lässt Konkurrenz im Weltcup-Springen Ocala alt aussehen

Springen
Beim Weltcup-Springen in Ocala hat eine ambitionierte US-Amerikanerin viele Big Names buchstäblich alt aussehen lassen. Mimi Gochman setzte sich im Stechen gegen u.a. Cian O’Connor (IRL) durch. André Thieme landete noch im Geld, Richard Vogel kassierte Fehler.

Mimi Gochman und Iron Maiden, Sieger im Weltcup-Springen Ocala, kennen sich ein knappes Jahr. Der Schimmel ging vorher unter kolumbianischer Flagge. In Ocala brachte die 21-jährige Studentin den Wallach mit einem klaren Gedanken an den Start. „Im Januar 2025 habe ich mich hingesetzt und habe mir gedacht, ich möchte bei Weltcup-Finale reiten. Ich habe zwei hervorragende Pferde und ich möchte mich selbst in einem Championatsformat ausprobieren. Ich denke, das ist wichtig“.


Vielleicht mag auch der Austragungsort des diesjährigen Finales eine Rolle spielen. Im texanischen Fort Worth treffen sich im April Spring- und Dressurreiter zum Finale. Und Texas ist der Ort, an dem das Unternehmen ihres Großvaters, Academy Sports, ein Ausrüster für Sport- und Outdooraktivitäten seinen Ursprung hat. Mimis Vater hatte die Kette 2011 verkauft, damaliger Jahresumsatz: mehr als zwei Milliarden Dollar.


Mimi hat das Weltcup-Finale im Visier


Gut möglich, dass Mimis Gedankenspiel aus dem Januar 2025 Wahrheit wird. Nach ihrem Sieg in Ocala steht sie im Nordamerika-Ranking auf Position drei. Iron Maiden, ein beim Stutbuch Zangersheide registrierter Sohn des Holsteiners Clarimo, bringt zumindest alles mit, findet die Reiterin: „Ich hatte immer das Gefühl, dass er das Potenzial und die Fähigkeiten dazu hat. Er ist supermutig und kann Berge springen“, so Gochman. „In den letzten Monaten haben wir daran gearbeitet, konstant zu bleiben … Diese Woche haben wir beschlossen, ihn noch ein bisschen mehr zu fordern, und er hat alle Erwartungen erfüllt und uns wirklich beeindruckt.“


Nur eine Nullrunde im Stechen des Weltcup-Springens von Ocala


Vier Paare waren ins Stechen gekommen. Mimi Gochman war letztendlich die einzige Nullfehlerreiterin. Genau so hatte sie es geplant: Iron Maiden „ist ein Pferd, das nicht besonders viel Erfahrung mit schnellen Stechen hat, vor allem mit mir. Die Partnerschaft ist noch nicht so gut entwickelt wie vielleicht mit [meinen] anderen Pferden. Manchmal ist er im Stechen etwas gestresst, fast schon ängstlich. Ich wollte es einfach ganz ruhig mit ihm angehen lassen… Er hat sich wirklich gesteigert und mir so viele schöne Sprünge gezeigt, und er hat sich wirklich sehr bemüht. Das Ziel war eine doppelte Nullrunde.“


Gochmans asiatisches Aussehen hat einen einfachen Grund: Ihre Eltern, die in New York und Florida ansässig sind, haben sie im Alter von einem Jahr in China adoptiert.


Zweiter wurde der Brasilianer Eduardo Pereira de Menezes mit Ozzy vd Bishopp vor dem Iren Cian O’Connor mit dem elfjährigen Verdi-Sohn Kentucky.


André Thieme, der wie stets die ersten Monate des Jahres in Florida verbringt, war der im Normalparcours der schnellste mit Paule S. Aber das Paar musste einen Abwurf in Kauf nehmen. So war es Platz acht für den Europameister von 2023. Nicht ganz so gut lief es für Richard Vogel und Abou-Chaker. Der Westfale, den in der vergangenen Saison noch von Sophie Hinners geritten wurde, kam mit zwölf Strafpunkten aus dem Parcours. Der Fuchs geht die erste Saison in 1,55 Meter-Kursen. Im Januar war das Paar in Wellington schon auf dem Podium in einem Großen Preis.


Ergebnisse aus Ocala


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