Deutsche Olympia-Bewerbung: München geht als Bewerber für die Spiele 20XX ins Rennen, Reiten an drei Standorten vorgesehen

Reiten bei Olympia München 20XX: drei Veranstaltungsorte geplant – vom Schloss bis zum Englischen Garten

München bewirbt sich für Olympia 20XX (2026, 2040, 2044) - Reitsport an drei Orten geplant: Foto: Collage Sportstadt München München bewirbt sich für Olympia 20XX (2026, 2040, 2044) - Reitsport an drei Orten geplant: Foto: Collage Sportstadt München
München geht als deutsche Bewerberstadt, um die Olympischen Spiele 2036 2040 oder 2044 ins Rennen Das wurde heute in Baden-Baden entschieden. Ein Blick auf die potenziellen Standorte der Entscheidungen im Reiten bei Olympia 20XX – Altbewährte Kulissen, teilweise im Herzen der Stadt.

Die Olympischen Reitwettbewerbe werden an ähnlichen Orten stattfinden, wie das bereits 1972 der Fall war. Damals waren das letzte Mal Olympische Spiele in Deutschland veranstaltet worden. Nach dem Konzept, das sich gegen die Bewerbung der Region Rhein-Ruhr durchgesetzt hat, soll Dressur vor dem Barockschloss Nymphenburg im Münchner Norden stattfinden. Dort wurde 1972 Liselott Linsenhoff die erste Frau, die olympisches Einzelgold gewann. Damals ritt sie den Hengst Piaff. Nach ihm ist der Piaff-Förderpreis benannt.


Schloss Nymphenburg vermag vielleicht nicht ganz mit dem Schloss von Versailles mithalten. Dafür werden die Dressurwettbewerbe aber tatsächlich vor dem Portale des Schlosses stattfinden. Das Ambiente ist damit ein anderes, unmittelbarer. Nymphenburg gilt als einer der bekanntesten und eines der größten Schlösser Deutschlands. Jährlich besuchen mehr als 300.000 Besucherinnen und Besucher den Prunkbau. Dazu tummeln sich Millionen jedes Jahr im Park – allein 188 Hektar davon befinden sich innerhalb der Schlossmauern. Insgesamt ist der Park gut 220 Hektar groß. Auch die Paralympics würden hier stattfinden.


Springreiten bei Olympia in München-Riem


Die Springwettbewerbe sollen laut dem Bewerbungsukonzept in München-Riem ausgetragen werden Dort ist der bayerische Landesverband ansässig. Das Areal ist weitläufig und veranstaltungserfahren. So finden hier alljährlich viele Pferdeevents statt. Beispielsweise „Pferd International“, das zu den wenigen Dressurturnieren in Deutschland zählt, das auf Fünf-Sterne-Niveau ausgeschrieben wird und auch im Springen stets gut besetzt ist. Die Infrastruktur für die Vierbeiner ist damit weitestgehend vorhanden. Die Olympiareitanlage Riem ist unter anderem auch Schauplatz der DSP Körung im Januar jeden Jahres.


Außerdem befindet sich in direkter Nachbarschaft noch die Galopp-Rennbahn. Damit ist also noch weitere „pferdespezifische Infrastruktur“ vorhanden, was den nachhaltigen Charakter der Bewerbung unterstreicht. Auch eine Pferdeklinik ist in Riem schnell zu erreichen. Größere Investitionen sind nur für die Tribünen zu erwarten.


Im Galopp durch den Englischen Garten


Die Vielseitigkeit wird ihr Herzstück, die Geländestrecke, im englischen Garten durchführen. Damit findet der Cross Country Ritt wirklich im Herzen der bayerischen Hauptstadt statt. Insgesamt hatten sich vier Städte beziehungsweise Regionen in Deutschland mit einem Bewerbungskonzept ins Rennen begeben. Nachdem in Hamburg eine Mehrheit der Bevölkerung gegen die Ausrichtung Olympischer Spiele gestimmt hatten, fiel die Hansestadt bereits im Frühjahr als potenzielle Olympiastadt aus.


In Berlin wurde die Reißleine gezogen, nachdem bei einer internen Vorabbewertung das Konzept der Berliner deutlich hinter den beiden Bewerbungen aus München und der Rhein-Ruhr-Region gelandet war.


Während man sichj jetzt in München freuen kann, dürfte bei den Bewerbern aus NRW die Stimmung weniger gut sein. Während München auf Olympische Spiele mit kurzen Wegen gesetzt hatte und auf viel Infrastruktur, die noch von den Spielen 1972 funktionstüchtig vorhanden ist, hatte die Rhein-Ruhr-Region auf dezentrale Spiele gesetzt. Die Organisatoren rund um IOC-Mitglied Michael Mronz hatten vorgerechnet, man könne so bis zu 17 Millionen Live-Besucher an den unterschiedlichsten Austragungsorten begrüßen. Der Reitsport hätte dem Konzept nach komplett dort stattfinden sollen, wo man auf solche Großveranstaltungen gewappnet ist: auf dem Areal des CHIO in Aachen.


In welchem Jahr die Spiele in München stattfinden, steht noch nicht fest. Da aber die Bewerbung nicht für ein spezielles Jahr, sondern gleich für drei Spiele, nämlich 2036 2040 oder 2044 galt, kann man davon ausgehen, dass zu einem der drei Zeitpunkte auf jeden Fall olympische Spiele in Deutschland in München stattfinden werden.


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