Dressurreiten vom Feinsten in der Kür
Auch diesmal waren Cathrine Laudrup-Dufour und ihre 16-jährige Hannoveraner Fidertanz-Tochter Freestyle vor Verboomen und Zonik Plus an der Reihe. Sie präsentierten ihre „Formidable“-Kür aus Paris, und man muss sagen: Selten hat ein Songtitel besser gepasst. Dieser Auftritt war genau das, formidable.
Die Stute, die schon neunjährig bei der WM in Tryon mit ihrer Ausbilderin Charlotte Dujardin Bronze für Großbritannien gewonnen hatte, ist unter der Dänin ein anderes Pferd – zufriedener, lockerer, weniger aufgemischt und dabei dennoch ausdrucksstark. Die beiden präsentierten einen Ritt voller Harmonie, in dem Freestyle nicht einen falschen Tritt tat. Und das bei den Höchstschwierigkeiten, mit denen die Kür gespickt ist, wie Übergänge von der Schritt- in die Galopppirouette und später wieder zurück. Es war ein Genuss, das anzuschauen.
Noch größer war offenkundig der Genuss im Sattel. Bei der anschließenden Pressekonferenz auf ihren Traumritt angesprochen, brach Cathrine Laudrup-Dufour in Tränen aus: „Normalerweise habe ich alle meine Pferde selbst ausgebildet und wir waren eine gewachsene Partnerschaft. Mit Freestyle hatte ich heute zum ersten Mal Tränen in den Augen. Ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass wir es wirklich gemeinsam gemacht haben …“
Auch die Richter waren verzaubert: 91,085 Prozent vergaben sie. Gereicht hat es dennoch nicht.
