Der neue Louisdor-Preis Sieger Viva Gold ist ein Gänsehautpferd mit allen Möglichkeiten. Ob er eines Tages auch in die Hufspuren seiner Großmutter Weihegold tritt, die 2014 die Ehrenrunde in Frankfurt anführte, ehe sie ein Weltpferd wurde, dürfte jedenfalls keine Frage des Talents sein.
Mit 75,620 Prozent gewann Viva Gold unter Isabell Werth das Louisdor-Preis Finale 2025. Platz zwei ging an den Burg-Pokal-Fünften des Vorjahres, Escolar’s Emil mit Thomas Wagner (72,380). Dahinter folgte Benjamin Werndls Zukunftshoffnung Quick Decision (70,660) knapp vor Special Gold PCH unter dem Sattel von Katharina Hemmer (70,360).
Dass gleich zwei Pferde das Wort „Gold“ im Namen tragen, ist kein Zufall. Beide gehen auf die dreifache Weltcup-Siegerin, Mannschaftsolympiasiegerin und Europameisterin Weihegold OLD von Isabell Werth zurück, die 2014 selbst den Louisdor-Preis in Frankfurt gewinnen konnte. Special Gold ist ein direkter Sohn, Viva Gold ein Enkel. Züchterin beider Hengste ist Christine Arns-Krogmann. Das ist schon eine besondere Leistung sowohl der Stute Weihegold als auch der Züchter, die hinter diesem Erfolg stehen, neben Arns-Krogmann auch derjenigen, die den Weissena-Stamm über Generationen gepflegt haben.
„Wunder-, wunderbarer Viva Gold“
Neben Piaffe und Passage ist der Galopp ein absolutes Highlight bei Viva Gold. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Seit er im Februar 2025 seine Box bei Isabell Werth in Rheinberg bezogen hat, ist der 2016 geborene Viva Gold drei Turniere gegangen – Hamburg, Münster und nun Frankfurt. Jedesmal kehrte er ungeschlagen zurück in den heimischen Stall. Der Oldenburger Hengst ist ein Pferd mit allen Möglichkeiten, insbesondere in den Lektionen höchster Versammlung. Wie Dr. Dietrich Plewa in seinem Kommentar herausstrich:
„Das ganz Tolle an dem Pferd ist, dass er mit einer unheimlichen Power, wahnsinniger Taktsicherheit und totaler Balance Piaffen zeigt, die wirklich schulmäßig sind – mit gesenkter Kruppe und ganz gleichmäßigem, energischem Abfußen.“
Einen „Musterschüler“ nannte er den bildschönen Fuchs. Das kann Isabell Werth nur bestätigen: „Dieses Pferd ist wirklich außergewöhnlich, ein wunder-, wunderbares Pferd! Im Moment gibt es vielleicht kein anderes Pferd, das eine solche Hankenbeugung mit sich bringt. Dieses Pferd ist wirklich ein Geschenk!“
Sein Talent besonders in den schwierigen Lektionen macht Viva Gold zu einem Championatskandidaten. Warum sich trotzdem nicht das Gänsehautfeeling einstellen wollte, das man 2017 bei einer Dalera BB oder 2022 einem Fendi hatte, mag daran liegen, dass Werth und Viva Gold noch nicht die Feinabstimmung erreicht haben, die schon damals bei der späteren vierfachen Olympiasiegerin Dalera und Jessica von Bredow-Werndl zu erahnen war.
Einige „Abers“ in der Prüfung
Der Hengst arbeitete im Trab wenig geschmeidig durch den Körper. Es fehlten die Leichtigkeit und das Tänzerische. Die Verstärkungen waren gelaufen und insbesondere beim Aufnehmen nicht immer im Gleichmaß. Das galt auch für die Rechtstraversale. Die nach links war besser. Wiederholt störte eine deutliche Handeinwirkung das Bild, was der Hengst mit sich öffnendem Maul quittierte.
Die Galopptour wirkte harmonischer. So gelangen auch die Zick-Zack-Traversalen schon recht sicher, wenngleich Werth Viva Gold hier noch deutlich mit der Hand „half“. Ein Aber gab es in den Serienwechseln. Bereits in den Zweiern hätte man sich das Wechseln nach links mehr durch den Körper „zu Ende gesprungen“ gewünscht. Das nach rechts war besser. Gleich zu Beginn der Einerwechsel gab Werth sehr deutliche Hilfen und Viva Gold reagierte, indem er nach einmaligem hin- und herspringen kurz ausfiel und dann einige Sprünge brauchte, um zurück in den Takt zu finden. Ein teurer Fehler. Die Pirouetten werden einmal Höchstnoten erzielen. Diesmal hatte Viva Gold noch in beiden kurz mit seiner Balance zu kämpfen. Das gleiche galt für die letzte Piaffe, wo er einige Tritte brauchte, um seinen gewohnt sicheren Takt zu finden.
Leichtfüßiger Kraftprotz
Trotz seines Kalibers präsentiert sich Thomas Wagners Escolar’s Emil gerade in Piaffe und Passage ausgesprochen leichtfüßig und kadenziert. Foto: Sportfotos-lafrentz.de
Escolar’s Emil ist so ziemlich das Gegenteil des heute modernen Dressurpferdes im Hochrechteckformat mit schmaler Brust und langen Beinen. Der Burg-Pokal Fünfte des Vorjahres hat von seinen Ahnen (Escolar auf der Vater- und Contender auf der Muttervater-Seite) ein äußerst starkes Fundament, einen kräftigen Rücken und ein Gesicht mitbekommen, das nicht gerade Trakehner Adel, aber Leistungsbereitschaft signalisiert. So präsentiert der Wallach sich bei allem Kaliber auch mit bemerkenswerter Leichtfüßigkeit in seinen drei guten Grundgangarten und auch in den Lektionen.
Nach einer gelungenen Grußaufstellung begann das Paar mit einem ausdrucksvollen starken Trab, dem man allerdings Rahmenerweiterung gewünscht hätte. Überhaupt wurde der Wallach im Laufe der Aufgabe mehrfach zu eng und kurz im Hals. Die Traversalen waren jedoch fließend und geschmeidig. Die Piaffen sind im Ansatz klassisch gut mit gesenkter Hinterhand, senkrechter Vorhand in der Stützphase und deutlich angewinkeltem Oberarm. Noch fehlt es ein klein wenig an Energie und Aushaltemoment. Die Vorhand muss noch stützend helfen und auch die Übergänge bedürfen noch etwas des Finetunings, aber das dürfte eine Frage von Zeit und Kraft sein.
Der Galopp ist die große Stärke des Wallachs – aktiv abfedernd, sehr raumgreifend, aber gleichzeitig mit dank deutlicher Lastaufnahme und lockerem Rücken mit allen Möglichkeiten zur Versammlung. Leider fehlten am Ende der Linie zwei Einerwechsel, was teuer und schade war, denn eigentlich sind auch die fliegenden Wechsel ein Highlight. Also, alles in allem ein tolles Pferd auf dem richtigen Weg. Kein Wunder, dass sein Reiter sagt, es mache „mega Freude“, mit Escolar’s Emil zu arbeiten.
Bennis Neuer
Kein Pferd, das die Sterne vom Himmel tritt, aber eines, das Spaß an seinem Job hat und durch seine reelle Ausbildung besticht: Benjamin Werndls Quick Decision. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Nach dem tragischen Tod seines WM-Pferdes Famoso hat Benjamin Werndl wieder ein Pferd, in das er große Hoffnungen setzt: den neunjährigen Hannoveraner Wallach Quick Decision, einen bunten Fuchs v. Quaterhall. Wie Famoso ist Quick Decision eher klein von Statur und kein Pferd, das Lampen austritt. Aber auch er gewinnt, wenn er sich in Bewegung setzt – was zu einem Gutteil an der Art liegt, wie er von Uta Gräf ausgebildet und seit einem Jahr von Werndl weiter geritten wurde – konsequent von hinten nach vorne, so dass die Anlehnung leicht und stabil ist, die Bewegungen durch den Körper fließen und das Pferd einen zufriedenen Eindruck macht. Zumindest meistens.
In den Piaffen fehlte im Finale die letzte Energie und Quick Decision fand besonders in der zweiten nicht den Takt. Da musste der sonst so dezent einwirkende Werndl ihn energisch auffordern. Der versammelte Schritt war in Ordnung bis zur zweiten Ecke, wo der Wallach vor dem Übergang in die Passage kurz-lang trat. In der Galopptour begannen die beiden mit losgelassen durchgesprungenen Zweierwechseln. Aber auch da hätte man sich die Hinterhand etwas aktiver repetierend gewünscht.
Die Zick-Zack-Traversalen waren gut kontrolliert und ausbalanciert, die Einerwechsel fehlerfrei, aber etwas energielos. Die erste Pirouette nach links war ein Highlight. In der nach rechts schien den Wallach die Kraft dann zu verlassen und er verlor die Balance. Die letzte Mittellinie ritt Werndl auf Sicherheit, legte die Piaffe nach vorne an und dementsprechend gelang diese auch am besten von allen dreien.
Fazit: Es fehlt noch an Power, aber nicht an Möglichkeiten. Und wie Benni Werndl nach seinem Ritt sagte: „Die letzte Mittellinie hat mich über das Jahr beschäftigt. Dass die jetzt so gelingt, ist das Highlight meines Wochenendes.“ Aber sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, würde nicht zu ihm passen. „Jetzt muss ich zusehen, dass ich das in den anderen Piaffen auch so hinbekomme.“
Der spezielle „Spezi“
Auf Mama Weihegolds Spuren: Special Gold PCH mit Katharina Hemmer. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Ein in jeder Hinsicht besonderes Pferd ist auch Katharina Hemmer San Amour-Sohn Special Gold PCH. Wie seine Reiterin sagt: „Er hat eine unheimliche Lebensfreude, ist immer für einen Spaß zu haben, auch wenn er es manchmal selbst am witzigsten findet.“ Um diese Charakterisierung wirklich zu verstehen, muss man den bildschönen Rappen mal beobachtet haben, wenn er sich sein jeweiliges Spielzeug (Ball, Kuscheltier) etc. auf dem Paddock, in der Box oder wo auch immer vornimmt, es mit den Zähnen in die Luft schleudert, mit den Vorderbeinen hinterher kickt, sich um sich selbst dreht und dabei offensichtlich den Spaß seines Lebens hat. Er kann aber auch ernst, wie er in der Festhalle gezeigt hat. „Ich bin überzeugt, da wächst ein ganz toller Sportler heran“, sagt Hemmer. Ihr Auftritt im Louisdor-Preis bestätigte dies.
Special Gold ist ein Pferd mit drei überdurchschnittlichen Grundgangarten, das mit Feuereifer bei der Sache ist und leistungsbereit mitarbeitet. Hemmer ging kein Risiko ein, ritt zum Beispiel in den Verstärkungen nicht alle Möglichkeiten des Hengstes heraus, aber das Prinzip bei dem Paar stimmt. Die Piaffe-Passage-Tour gelang bereits aktiv, mit deutlicher Lastaufnahme, gesenkter Hinterhand, diagonal und im Takt. Mit zunehmender Kraft dürfte sie noch mehr auf die Stelle kommen.
Die Galopptour begann sicher mit schönen Zweierwechseln, gut herausgerittener Verstärkung und problemlosem Aufnehmen. In den Zick-Zack-Traversalen kam der Rappe etwas tief, aber sie klappten ohne Fehler. Der passierte in den Einerwechseln, die gut anfingen, aber ab X schien Special Gold die Kraft etwas zu verlassen. Auch die Pirouetten dürften auf Dauer noch kleiner werden. Aber im Ansatz ist alles richtig und gut. In der Passage vor der letzten Piaffe war Special Gold kurz übereifrig und verlor den Takt, fand ihn aber rechtzeitig wieder, um die vielleicht beste Piaffe der Prüfung zu zeigen.
Katharina Hemmer reitet den Hengst seit er gerade fünf Jahre alt geworden war. Und auch wenn er damals noch mehrere Zentimeter überbaut war und wie sagte „noch mit seinem Körper zu kämpfen hatte“, sie hat gleich das künftige Grand Prix-Pferd in ihm erkannt. „Das erste Mal habe ich ihn mir erst ablongiert und kam dann mit einem Strahlen im Gesicht in die Halle. Hubertus (Schmidt, ihr Trainer, Anm. d. Red.) guckte mich an und fragte: ,Katha, was hast du denn gesehen?‘ Und ich sagte: Alles!“
Wie eng das Verhältnis zwischen den beiden ist, wurde nicht nur während der Prüfung deutlich, sondern vor allem danach. Im Louisdor-Preis ist es üblich, dass die Reiter absteigen, ein jeweiliger Kommentator den Ritt einordnet und die Reiter dann auch selbst ihr Gefühl im Sattel beschreiben. Die Pferde werden derweil vom jeweiligen Pfleger versorgt. Wo andere Reiter ihre Pferde direkt „weiterreichten“, nahm Hemmer sich die Zeit, um „Spezi“ ausgiebig zu streicheln und ihm für seinen Einsatz zu danken. Der Rappe stand derweil sichtlich zufrieden in der Bahn und genoss die Streicheleinheiten. Jeder Reiter sagt, dass er sein Pferd liebt. Aber nicht alle zeigen es – Hemmer schon.
Die weiteren Platzierten
Ein Pferd mit allen Möglichkeiten, das nur noch ein wenig Zeit braucht: Juliane Brunkhorsts Diamante Negro. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Global Power v. Grey Flanell
Sozusagen auf den letzten Drücker waren Evelyn Eger und Global Power ins Louisdor-Preis Finale nachgerückt. Der erst achtjährige Grey Flanell-Sohn durfte für Dante’s Pearl von Charlott-Maria Schürmann einspringen, die sich einen Infekt zugezogen hatte. Global Power war eine würdige Vertretung. Für den Oldenburger war es der erste lange Grand Prix seines Lebens, doch er absolvierte ihn mit einer Selbstverständlichkeit, die manch älterem Pferd, das noch kam, fehlte. Auch er war schon als junges Pferd zu Evelyn Eger, Bereiterin im Stall Kasselmann, gekommen. Die beiden kennen sich also gut und das merkte man. Eger trabte ihn kurz leicht und ließ ihn sich strecken, ehe sie die Aufgabe in Angriff nahm. Global Power folgte vertrauensvoll der Hand und lieferte dann eine wirklich sehr schöne Prüfung, in der noch die Höhepunkte fehlten, aber die zeigte, dass hier ein korrekt gerittenes Pferd das Talent für alle Elemente des Grand Prix mitbringt. Mit 69,880 Prozent wurde es diesmal Rang fünf.
Danny Cool v. Danciano
Helen Langehanenberg präsentierte den zehnjährigen DSP-Wallach Danny Cool v. Danciano im Besitz ihrer langjährigen Förderer, der Familie Eisner. Der schmale, hochbeinige Rappe war bereits fünfjährig Silbermedaillengewinner beim Bundeschampionat und nahm sechsjährig an den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde teil. Damals wurde er noch von Lisa Volpp geritten, vormals bekannt unter ihrem Mädchennamen Lisa Horler. Siebenjährig tauchte er dann mit Helen Langehanenberg im Sattel wieder auf und holte seine ersten S-Erfolge. Ein Jahr später wurde Danny Cool Dritter im Burg-Pokal Finale. Kurz, er kennt die Festhalle und hat schon einiges an Erfolgen gesammelt – kein Wunder, denn er verfügt über drei weit überdurchschnittliche Grundgangarten. Der Rappe ist ein hoch elastisches Pferd mit viel Raumgriff und leichtfüßiger Piaffe-Passage-Arbeit. Allerdings blieb er über weite Teile des Finales sehr hoch und eng aufgerichtet ohne dass sich die Kruppe in relativem Maß dazu gesenkt hätte und die Hinterbeine vermehrt unter den Schwerpunkt arbeiten würden. So wurden es diesmal 68,940 Prozent und Rang sechs für ihn in der Festhalle.
Chere Celine v. Governor
Acht Jahre ist das Mindestalter für die Pferde, damit sie im Louisdor-Preis teilnehmen dürfen. Neben Global Power (s.o.) war nur noch ein achtjähriges Pferd in diesem Finale am Start: die Oldenburger Stute Chere Celine mit Lena Haßmann. Die beiden waren auf den letzten Drücker nachgerückt, als Jessica von Bredow-Werndl ihren Got it zurückzog, weil er verkauft werden soll. So war dies der erste „richtige“ Grand Prix, den Chere Celine in ihrem Leben gegangen ist. Die Totilas-Enkelin bringt alles mit, was ein Grand Prix-Pferd braucht, insbesondere ein aktives Hinterbein, das immer weg vom Boden und unter den Schwerpunkt will. Sie nimmt ebensogut Last auf, wie sie auch groß und raumgreifend werden kann. Was sie noch benötigt, ist Zeit zum Reifen. Die Passage dürfte auf Dauer noch akzentuierter werden, in den Piaffen fand sie noch nicht immer das Gleichgewicht und hatte dadurch noch nicht immer den sicheren Diagonaltakt. Hinzu kamen Kleinigkeiten wie Wechselfehler etc. Kurz, es war noch längst kein ausgereifter Grand Prix, aber eine Vorstellung, die zu größten Hoffnungen Anlass gibt.
Übrigens hat sich auch diese Governor-Tochter bei Jungpferde-Championaten hervorgetan, war allein dreimal, also fünf-, sechs- und siebenjährig Sechste im Finale der Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde. Außerdem belegte sie im Burg-Pokal Finale 2024 Rang sieben.
Diamante Negro v. DeLorean
Ein Pferd für das die Sache mit dem Talent und der Zeit ebenso gilt, ist der neunjährige DSP-Wallach Diamante Negro v. DeLorean von Juliane Brunkhorst. Im vergangenen Jahr waren die beiden Zweite im Finale des Nürnberger Burg-Pokals. Das kam nicht von ungefähr. Der elastische Wallach präsentierte sich auch dieses Jahr in der Festhalle mit viel Schwung, dabei geschlossen und gut durch den Körper arbeitend – und zwar sowohl in den Verstärkungen als auch in den Lektionen höchster Versammlung. Auch wenn es ihm in der Piaffe-Passage-Arbeit noch an der notwendigen Kraft und Balance fehlte, um den Takt sicher finden und halten zu können. So kam es hier zu teuren Fehlern, die in auf Sicht sicher vermeidbar sein werden. Eine Hausaufgabe ist auch der versammelte Schritt, der diesmal deutlich phasenverschoben war. Nach einer ansprechenden Galopptour verlor Diamante Negro leider auch in der letzten Piaffe den Diagonaltakt. Schön zu sehen, wie Juliane Brunkhorst ihm dann Zeit gab um sich zu sammeln, wieder anzusetzen und schließlich doch noch in einigen Tritten zu zeigen, dass er sogar das Talent für eine ausgesprochen gute Piaffe mitbringt. Dafür erhielt der Wallach sofort das bestätigende Lob und man konnte ihm anmerken, wie sehr er das brauchte. „Unheimlich lernwillig, motiviert und arbeitswillig“ sei er, bestätigte Brunkhorst später. Das kann man sich gut vorstellen. Die 66,30 Prozent, mit denen Diamante Negro diesmal Achter wurde, spiegeln nicht das Potenzial wieder, das in diesem Pferd schlummert.
Forster v. Finest
In der Einlaufprüfung waren Tobias Nabben und der schmale, leichtfüßige Finest-Sohn Forster noch Dritte gewesen. Der Rappe bringt ebenfalls ein naturgegebenes Talent für Piaffe und Passage mit. Leider passierten dem Paar im Finale jedoch so viele teure Fehler, dass sie diesmal nicht über Platz neun mit 65,780 Prozent hinauskamen.
Lord Europe v. Lord Leatherdale
Mit Platz zehn mussten sich die Burg-Pokal Zweiten von 2023 begnügen, Leonie Richter und ihr rheinischer Lord Leatherdale-Sohn Lord Europe. Der Anfang bis zur ersten Piaffe-Passage-Tour gelang noch gut. Doch in den Lektionen höchster Versammlung fällt es dem Rappen schwer, das Becken abzukippen, Last aufzunehmen und mit den Hinterbeinen unter den Schwerpunkt zu arbeiten. Das wird insbesondere in den Piaffen deutlich. Als dann noch teure Patzer in der Galopptour hinzukamen, rauschten die Noten runter bis auf 65,60 Prozent.
Otto-Lörke-Preis zweimal vergeben
Eigentlich wird der Otto-Lörke-Preis für das Team um das beste Grand Prix-Nachwuchspferd der Saison im Rahmen der Stuttgart German Masters vergeben. 2025 war Frankfurt der feierliche Rahmen. Wie es auch schon früher vorgekommen ist, wurde der Preis zweimal vergeben, zum einen für Isabell Werths Viva Gold, zum anderen für Jessica von Bredow-Werndl und Diallo BB.
Hinter beiden Pferden stehen weitere Ausbilder neben ihren aktuellen Reiterinnen. Viva Gold, der im Besitz von Antje Gehring von der Gestüt Westfalenhof Gehring GbR sowie Madeleine Winter-Schulze steht, war zuvor von Kathrin Sudhölter geritten worden. Diallo BB, an dem neben Bredow-Werndls langjähriger Mäzenin Beatrice Bürchler-Keller Annette Göbelsmann-Schweitzer weiterhin Anteile hält, erhielt seine Ausbildung bis Grand Prix von Uta Gräf.
Viva Gold ist dieses Jahr drei Turniere gegangen und wurde nie geschlagen. Diallo BB ist zwar erst zehnjährig, dennoch hat Jessica von Bredow-Werndl ihn direkt in der großen Tour eingesetzt und die Resultate haben gezeigt, dass der Dancier-Sohn dafür bereit war. Er gewann in Hagen den Grand Prix Special, in München sowie in Wiener Neustadt Grand Prix sowie beim Weltcup-Turnier in Stuttgart Grand Prix und Kür.
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