Klare Entscheidung im Grand Prix von Bedizzole

Überlegener Grand Prix Sieg für Jessica von Bredow-Werndl und Kismet

Dressur
Jessica von Bredow-Werndl. Foto: sportfotos-lafrentz.de Jessica von Bredow-Werndl. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Vor knapp vier Wochen hatten Jessica von Bredow-Werndl und ihre Nachwuchshoffnung Kismet in Ornago ihr Grand Prix Debüt gegeben. Da war das Fazit noch gemischt. Heute in Bedizzole konnten sie auf ganzer Linie überzeugen.

Das zumindest lassen die Bewertungen der fünf Richter im Grand Prix von Bedizzole vermuten. Als einziges Paar der Prüfung erhielten die beiden durchgehend Bewertungen über 70 Prozent, zum Teil deutlich. Die Bewertungen reichten von 70,761 (bei B) bis 76,739 Prozent (bei C). Das ergab in Summe 73,804 Prozent im zweiten Grand Prix des Paares. Einzelnoten lassen sich leider nicht mitteilen, da der Veranstalter auf seiner Website erklärt, man dürfe auf Aufforderung der FEI Protokolle nicht mehr veröffentlichen. Wir haben bei der FEI um eine Stellungnahme gebeten.


Eine ganze Schippe oben drauf


Jessica von Bredow-Werndl hatte die heute elfjährige Ampere-Tochter Kismet von Charlotte Dujardin übernommen. Mit der Britin war die KWPN-Stute bereits hoch erfolgreich in der kleinen Tour, sicherte sich unter anderem 2023 beim CHIO Aachen Prix St. Georges und Intermédiaire I. Letztes Jahr ging sie mit Jessica von Bredow-Werndl ihre ersten S***-Turniere. Vor vier Wochen waren sie in Ornago erstmals in einem Grand Prix am Start und danach auch gleich im Grand Prix Special.


Nach einem Grand Prix, in den sich kleine Fehler einschlichen und ein teures Missverständnis auf der letzten Mittellinie, folgte ein Grand Prix Special-Debüt nach Maß: deutlicher Sieg mit 73,234 Prozent.


Heute gab es im Grand Prix (in dem üblicherweise weniger Punkte vergeben werden als im Special) mit 73,804 Prozent also nochmal eine Ecke mehr. Und eine ganze Liga mehr im Vergleich zum ersten Grand Prix in Ornago, den sie mit 66,261 Prozent beendet hatten.


Die weiteren Platzierten


Mit deutlichem Abstand (68,283 Prozent) folgte auf Rang zwei die Schweizerin Charlotte Lenherr im Sattel des zwölfjährigen Rheinländers Gentleman v. Grey Flanell. Dritter wurde der Österreicher Christian Schumach im Sattel des Oldenburgers Dedale de Hus, 14.


Der Don Juan de Hus-Sohn aus der Zucht von Xavier Marie, Frankreich, gewann 2021 mit Malin Wahlkamp-Nilsson die Louisdor-Preis Qualifikation in Hagen. Dort nahm er nicht teil. 2023 wurde er dann an die Österreicherin Franziska Fries verkauft, die ihn bislang selbst vorstellte. Da sie jedoch nach einem Schnorchelunfall im Urlaub pausieren musste, hielt ihr Trainer Christian Schumach ihre Pferde fit, wie das österreichische Portal eqwo.net berichtete. Bedizzole ist das vierte Turnier des Olympiareiters mit Dedale de Hus und mit 68 Prozent verbuchten sie einen persönlichen Rekord.


Auch die beiden dahinter platzierten Pferde sind auf deutschen Turnierplätzen gut bekannt: Die elfjährige Rappstute Santa Maria, die von Nicole Wego-Engelmeyer in den Grand Prix-Sport gebracht wurde, und nun von ihrer neuen Besitzerin Delia Eggenberger präsentiert wird (67,496), sowie der San Amour-Sohn Sunny Time, der von Bettina Schockemöhle vorgestellt wurde, ehe Franziska Fries die Zügel übernahm. Dass sie von ihrem Unfall genesen ist, demonstrierte Fries heute mit 67,170 Prozent.


Eine Top Ten Platzierung in dem Feld mit 20 Paaren gab es außerdem für Katrin Burger und ihren Lusitano Incrivel: Rang zehn mit 65,261 Prozent.


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