Kür beim Global Dressage Festival in Wellington an Susan Pape und Giulilanta

Susan Pape mit Giulilanta und Tom Jones zum Personal Best

Dressur
Susan Pape und Giulilanta, Sieger in Grand Prix und Kür beim CDI5* des Global Dressage Festivals von Wellington. Foto: GDF/Centre Line Media Susan Pape und Giulilanta, Sieger in Grand Prix und Kür beim CDI5* des Global Dressage Festivals von Wellington. Foto: GDF/Centre Line Media
Okay, sie reitet nach wie vor für ihre britische Heimat, aber Susan Pape ist schon so lange in Deutschland zuhause, dass sie quasi eingemeindet ist. Nur im Winter entflieht sie regelmäßig der Kälte, um in Florida an den Start zu gehen. So auch im Moment. Und besser als gestern Abend hätte sie sich ihre Saisoneröffnung wohl nicht wünschen können.

Im Sattel der 15-jährigen Jazz-Tochter Giulilanta gewann Susan Pape überlegen die Kür der CDI5*-Tour beim Global Dressage Festival in Wellington. Mehr noch, mit 81,745 Prozent konnte das Paar ein neues Personal Best verbuchen. Tom Jones begleitete ihre Kür mit akzentuierten Passage-Reprisen und ausgesprochen schönen Pirouetten. Die Piaffen waren etwas hektisch und teilweise wünschte man sich die Anlehnung leichter, aber je länger das die beiden im Viereck waren, desto sicherer schienen sie zu werden.


Dies war das erste Turnier der Saison für die bunte KWPN-Stute, die letztes Jahr zum ersten Mal auch in Europa Grand Prix ging. Bei den Horses & Dreams konnten sie sogar den Grand Prix Special gewinnen und in Stuttgart und London hatten sie ihre ersten Weltcup-Auftritte, die sie als Sechste und Vierte beendeten. Gestern Abend konnten sie erstmals über eine 80 Prozent-Bewertung freuen. Und das, nachdem sie auch schon den Grand Prix mit einem Personal Best von 73,63 Prozent für sich entschieden hatten.



Besondere Partnerschaft mit Giulilanta


Nicht nur deshalb gab es an diesem Tag Freudentränen bei Susan Pape. Die Stute hatte eine schwere Verletzung just als sie unmittelbar vor dem Schritt in Richtung Grand Prix war. Die Verletzung hätte das Ende ihrer Karriere sein können. Doch stattdessen ist sie nun in der Form ihres Lebens. Und die WM in Aachen rückt näher …


Susan Pape sagte später: „Ich war nicht ganz sicher, wie sie mit den Zuschauern zurecht kommen würde. Aber sobald ich die Prüfung begonnen hatte, habe ich gefühlt, dass sie bei mir war. Wir haben eine absolute Partnerschaft und das macht alles ganz besonders.“


Was diese Partnerschaft ausmacht: „Dieses Pferd begeistert mich jeden Tag. Obwohl sie bereits 15 ist, hat sie noch nicht so viel Erfahrung. Aber es hat den Anschein, als würde sie immer noch besser und besser. Ich bin John und Leslie (Malone, ihre Mäzenen von Harmony Sporthorses, Anm. d. Red.) so dankbar, dass ich dieses unglaubliche Pferd reiten darf.“


Dabei sei es nicht immer ganz einfach mit ihr gewesen, berichtete Pape weiter. Sie bekam die Stute unter den Sattel, da war sie sechsjährig und hatte Probleme, die fliegenden Wechsel zu erlernen. Es habe sehr lange gedauert, bis sie es bis Klasse M und St. Georges geschafft haben. Und nun sind sie in der Weltspitze angekommen.


Die weiteren Platzierten


Anna Marek und ihr 16-jähriger Partner Fayvel sorgten dafür, dass Platz zwei bei den Gastgebern in den USA blieb (76,435). Platz drei ging nach Schweden an Caroline Darcourt auf ihrem bewährten Lord Django v. Stalypso (76,040).


Die erste CDI5*-Kür seines Lebens ging Frederic Wandres‘ zehnjährigen Vilancio-Sohn Verrenberg. Im vergangenen Jahr stellte Wandres den Oldenburger Wallach noch bei Louisdor-Preis Sichtungen vor. Gestern Abend wurde er mit 75,855 Prozent Vierter der sechs Paare, die am Start waren.


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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