Katharina Hemmer Special Gold siegen im Special von Münster

Spezi holt Special in Münster

Dressur
Gold im Special für Special Gold. Im Grand Prix hatte Katharina Hemmers Louisdor-Preis Finalist noch seinem Stallkameraden Slaide den Vortritt lassen können. Doch heute morgen, im ersten Grand Prix Special seines Lebens, ließ Katharina Hemmers Musterschüler nichts anbrennen.

Es ist gute Sitte beim Agravis Cup, dass das Highlight auf dem Dressurviereck, der Grand Prix Special am Sonntagmorgen, anders als alle anderen Dressurprüfungen nicht in der Messehalle Nord stattfindet, sondern im Zentrum des Geschehens, der Halle Münsterland.


Bereits als zweites Paar betraten Katharina Hemmer und der Oldenburger San Amour-Sohn Special Gold PCH die leider nahezu leere Arena. Wie gesagt, es war der erste Grand Prix Special für Hemmers gerade erst zehn Jahre jungen Weihegold-Sohn. Vor wenigen Tagen waren sie noch Vierte im Finale des Louisdor-Preises in Frankfurt gewesen. Dementsprechend ritt Katharina Hemmer sehr auf Sicherheit und tatsächlich schaffte sie es, die schwierige Aufgabe ohne einen einzigen größeren Patzer zu Ende zu bringen. Es war eine runde Prüfung von einem Pferd, das mit Vertrauen zu seiner Reiterin sichtlich willig seinen Job machte und das in schöner Anlehnung und mit gutem Seitenbild. Dass der Rappe noch an Ausdruck gewinnt, ist nun eine Frage von Kraft und Zeit. Aber spätestens in der Piaffe-Passage-Tour auf der Schlusslinie wurde deutlich, wohin die Reise einmal gehen kann.


Als sie zum zweiten Mal Aufstellung zum Gruß vor den Richtern genommen hatten, strahlte Hemmer über das ganze Gesicht und lobte und streichelte Special Gold ausgiebig. Keine Frage, das war ein rundum gelungenes Debüt in einer Prüfung, in der zum Beispiel auch ein Sammy Davis Jr. von Dorothee Schneider seine Karriere begann, ehe er Mannschaftsweltmeister wurde. Bewertungen von 71,373 (Heinrich Plaas-Beisemann bei H) bis 75,882 Prozent (Ute von Platen bei C) ergaben im Mittel 74,333 Prozent. Damit übernahmen die beiden die vorläufige Führung, die sie bis zum Schluss nicht hergaben.


Louisdor-Finalist Nr. 2 hinter Hemmer in Münster


Noch ein weiteres Paar, das im Dezember in Frankfurt dabei war, trumpfte heute in Münster auf: Tobias Nabben mit dem jetzt elfjährigen Hannoveraner Finest-Sohn Forster. Im Louisdor-Finale war der leichtfüßige elegante Rappe ziemlich von der Rolle. Er und/oder sein Reiter. Jedenfalls passierten den beiden aus sichtlicher Nervosität untypische Fehler. Das war heute deutlich besser. Forster beeindruckt mit seiner Elastizität, der Taktsicherheit und Leichtigkeit, die er gerade in den Lektionen höchster Versammlung an den Tag zu legen vermag. Mit 73,725 Prozent wurden die beiden Zweite.


Rang drei ging an Dancing Darkness v. Dancier-Sandro Hit, fein vorgestellt von Evelyn Eger. Vierjährig wurde die Rappstute über die PSI-Auktion versteigert und steht nun im Besitz von Connie Kang. Wie manch anderes PSI-Pferd wurde sie jedoch im Stall Kasselmann ausgebildet. Nach ersten S*** Einsätzen in 2023 unter Annika Feldhaus übernahm 2024 Evelyn Eger die Zügel und konnte bereits erste Siege mit der Stute verzeichnen. Letztes Jahr gaben die beiden in Wellington ihr CDI-Debüt und waren danach noch einmal in Mannheim international am Start. Münster war nun das erste Turnier seit November und sie konnten sich mit 71,804 den dritten Platz sichern.


Weitere Platzierte


Auch auf Rang vier stand ein „PSI-Duo“: Alina Röhricht mit der ebenfalls zwölfjährigen Hannoveraner Negro-Tochter Nonina aus dem Besitz von Joseph Chu. Sie brachten es auf 71 Prozent.


Knapp geschlagene Fünfte waren mit 70,883 Prozent die beiden Grand Prix-Sieger, Katharina Hemmer und Slaide aka „Junior“. Die neun Zweierwechsel wurden dem Paar zum Verhängnis.


Dahinter reihte sich die Louisdor-Finalistin und Stars von Morgen-Siegerin des Vorjahres ein, die elfjährige Westfalen-Stute Shiva v. Sir Heinrich mit Nadine Plaster im Sattel. 70,510 Prozent kamen für die beiden zusammen.


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