Raphael Netz und Moritz Treffinger beim Weltcup-Finale Dressur dabei, „Extra Startplatz“ für Charlotte Dujardin (GBR)
Netz und Treffinger starten beim Weltcup-Finale Dressur, „Extra Startplatz“ für Dujardin
Raphael Netz und Great Escape Camelot (li.) sowie Moritz Treffinger und Fiderdance (re.) vertreten Deutschland beim Weltcup-Finale Dressur vom 9.–11. April 2026 in Fort Worth (USA). Fotos: sportfotos-lafrentz.de, Grafik/Collage: Tönjes Viele Reiter mit Top Ergebnissen hatten auf einen Flug in die neben Dallas liegende Millionenstadt Fort Worth verzichtet, darunter auch der Weltranglistenerste Justin Verboomen und seine Landsfrau Larissa Pauluis, die an der Spitze der Rangliste in der Westeuropaliga standen. Auch Isabell Werth, Fünfte der Qualifikanten in Westeuropa, verzichtet auf einen Start.
Zwei Reiter aus Deutschland im Weltcup-Finale Dressur 2026
Mit Raphael Netz und Moritz Treffinger sind zwei der aufstrebenden Reiter Deutschlands mit von der Partie in Fort Worth. Raphael Netz kann als Vierter der Westeuropaliga als Kandidat für einen Podiumsplatz zählen. Immer vorausgesetzt, dass gutes Reiten auch gute Punkte bringt. Er wird mit dem erfahrenen Great Escape Camelot v. Johnson nach Texas fliegen. Das Paar hatte in der Kür von Neumünster mit 80,94 Prozent ein persönliches Bestresultat geliefert. 2024 waren beide bereits einmal beim Weltcup-Finale dabei. In Riyadh waren sie Fünfte geworden. Damals erzielten sie 76,482 Prozent.
Moritz Treffinger mit „Fidel“ zum Debüt
Für Moritz Treffinger ist die Finalteilnahme ein großes Abenteuer. Der Bereiter des Gestüts Bonhomme war – auch privat – noch nie in den USA. Er wird den 17-jährigen Hengst Fiderdance v. Fidertanz mitnehmen, der mehr Flugerfahrung hat als sein 22 Jahre junger Reiter. Treffinger, 13. der Westeuropaliga, schaffte es nach den Absagen vor ihm rangierter Reiterinnen und Reiter ins Starterfeld. „Allein die Teilnahme ist etwas, von dem ich vor einem halben Jahr nicht einmal zu träumen gewagt hätte“, sagte der gebürtige Baden-Württemberger gegenüber EQUI PAGES.
Prominente Europäer
Der im Münsterland lebende Schwede Patrik Kittel und Touchdown v. Quaterback, Sieger des Finals in Saudi-Arabien 2024, werden genauso nach Texas fliegen wie die britische Olympiafinalistin Becky Moody mit Jagerbomb v. Dante Weltino. Weitere Paare mit Olympia-Kürerfahrung sind die nach Ablauf ihrer Sperre wieder reitende Carina Cassøe Krüth mit Heiline’s Danciera v. Fürstenball und die für Polen startende Sandra Sysojeva mit Maxima Bella v. Millennium.
US-Boy könnte überraschen
Aus den USA sind zwei Reiter qualifiziert. Mit Spannung erwartet wird der Auftritt von Christian Simonson. Er hat mit dem KWPN-Hengst Indian Rock ein Pferd unterm Sattel, das ebenfalls im Kürfinale der Olympischen Spiele von Paris 2024 stand. Damals ging der Rappe noch unter Emmelie Scholtens für die Niederlanden. Simonson hat mit Indian Rock hohe Prozentpunkte bei Starts in den USA erhalten. Insofern wird neben der Leistung im Weltcup-Finale Dressur seine Performance auch in Hinblick auf die Weltmeisterschafrten in Aachen in diesem Jahr beäugt werden.
Extra-Startplatz für Charlotte Dujardin
Der Weltreiterverband (FEI) hat zwei Extra-Startplätze vergeben. Diese Möglichkeit sieht das komplexe Regelwerk vor. So wird man auch die unlängst einmal mehr in der öffentlichen Diskussion stehende Britin Charlotte Dujardin in Texas dabei sein. Als Vertreter des Kontinents Afrika fliegt der in den Niederlanden lebende Marokkaner Yessin Rahmouni mit Kind of Magic in den „Lone Star State“.
Die Pferde aus Europa fliegen am 2. April aus dem belgischen Lüttich gen USA. Nach einer kurzen Quarantäne, in der die Pferde nur von Pflegern in Schutzkleidung geführt werden können, kann ab 5. April trainiert werden.
Startzeiten Weltcup-Finale Dressur 2026
Der Grand Prix wird am 9. April um 19 Uhr Ortszeit (10. April, 1 Uhr nachts in Deutschland) geritten. Die Kür steht am 11. April ab 19 Uhr auf dem Programm (12. April, 1 Uhr nachts). Austragungsort ist die Dickies Arena. Dort haben auch schon vor 19.000 Zuschauern Rodeos stattgefunden.
Insgesamt nehmen 18 Paare aus 15 Nationen am Weltcup-Finale teil.

Offizielle Webseite der Weltcup-Finale 2026