Auftakt nach Maß für deutsches Team bei der U25 EM in Pilisjaszfalu
Katharina Schuster und Pia-Carlotta Gagel mit zweimal Personal Best zum U25 EM-Auftakt
Katharina Schuster und Qence L in der Piaff Förderpreis-Etappe von Mannheim.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Das erste Paar einer Dressurprüfung zu sein, ist immer eine etwas unglückliche Ausgangslage. Es sei denn, man heißt Katharina Schuster und hat ein Verlasspferd wie ihre Qence L unter dem Sattel. Dann kann man das zu seinem Vorteil nutzen und unbekümmert ein Personal Best von satten 71,206 Prozent in der Intermédiaire II raushauen. Den beiden glückte eine fehlerfreie und harmonische Prüfung, die am heutigen Tag von keinem anderen Paar übertroffen werden sollte. Damit ist Schuster bei ihrem ersten Championat für Deutschland Overnight-Leaderin.
Am dichtesten dran an ihr Ergebnis kamen noch Pia-Carlotta Gagel und Riccio. Die Tochter von Fünf-Sterne-Richter Henning Lehrmann weiß, wie man reiten muss, um keinen Punkt liegen zu lassen, und so kamen sie auf 70,941 Prozent.
Mannschaftswertung wie bei den Jungen Reitern
Im U21-Lager steht Deutschland nach dem ersten Teil der Mannschaftswertung an der Spitze des Rankings, gefolgt von Dänemark und den Niederlanden. So ist es auch bei den U25-Reitern. Nur, dass die beste dänische Reiterin sich hier hinter den beiden Paaren der führenden Mannschaft eingereiht hat.
Ida Kristine Björn und ihr 13-jähriger Hotline-Sohn Hotson sind ein schönes Paar und er hochgewachsene Braune ein sehr talentiertes Pferd mit mehren Höhepunkten in ihrer Aufgabe. Es wären wohl mehr als 70,588 Prozent geworden, wäre Hotson nicht über weite Teile der Aufgabe zu eng in der Kopf-Hals-Einstellung und hinter der Senkrechten gewesen – übrigens mit Trense gezäumt.
Das beste niederländische Paar waren Tessa Kole und der elfjährige KWPN-Wallach Hexagon’s King Robert, ein hoch eleganter Fuchs mit wunderbar elastischen Bewegungen. Nach der Trabtour sah es noch so aus, als würden Kole und der Capri Sonne Jr.-Sohn in Führung gehen. Doch im Galopp konnte sie ihn nicht ganz so schön auf dem Hinterbein halten, und als dann noch Fehler in den Einerwechseln hinzu kamen, reihten sie sich mit 70,265 Prozent an vierter Stelle ein.