Erster Grand Prix, erster Sieg für Dorothee Schneiders Karlijn V.
Dorothee Schneider hat eine neue Grand Prix-Siegerin im Stall
Dorothee Schneider hatte auch heute allen Grund, die Daumen nach oben zu recken nach dem siegreichen Grand Prix-Debüt von Karlijn V.. Foto: Archiv Lafrentz Ein neues Paar sind Dorothee Schneider und die elfjährige KWPN-Stute Karlijn längst nicht mehr. Im Gegenteil. Die Governor-Tochter kam schon als Vierjährige zu Schneider in den Stall. Sie kam in den Niederlanden zur Welt. Dann entdeckte Schneider sie, und ihre langjährigen Mäzeninnen und Freundinnen, Gabi Kippert und Eva-Maria Mann, investierten in die Hoffnungsträgerin.
In den ersten Jahren saßen vor allem Schneiders Stallreiter im Sattel der Totilas-Enkelin. Mit Bereiterin Hannah Milena Rother war sie erfolgreich in Dressurpferdeprüfungen von Klasse A bis M und später bis einschließlich Intermédiaire I. Dank Karlijn konnte Hannah Rother ihre Erfolgsliste für das Goldene Reitabzeichen komplettieren.
Zwischendurch stellte auch Dorothee Schneider sie immer wieder vor. Dauerhaft saß die Mannschaftsolympiasiegerin dann im Sattel, als es in Richtung Grand Prix ging. 2025 sammelten die beiden erste Siege und Platzierungen in Jungpferde-Grand Prix-Prüfungen und Intermédiaire II.
Heute war nun Grand Prix-Premiere in Ankum. Und die lief bestens. Die beiden gewannen den Grand Prix mit 73,433 Prozent. Die Bewertungen der drei Richter reichten von 72,30 Prozent (Heinz-Holger Lammers bei M) bis 74,40 Prozent von Harry Lorenz bei C.
Platz zwei für Netz mit Neuzugang
Deutlich weniger Zeit zum Kennenlernen hatte das Paar auf Rang zwei, Ex U25-Europameister Raphael Netz und die Sarotti Mocca-Sahne-Tochter Sola Diva. Wie Eurodressage berichtete, hat Netz die ebenfalls elfjährige Stute von Catherine Haddad übernommen. Die bildete sie für die dänischen Besitzer bis Grand Prix aus und stellte sie im vergangenen Jahr hier in Deutschland unter anderem in Stars von Morgen-Qualifikationen vor. Doch aus gesundheitlichen Gründen musste sie zurück in die USA. Die Stute jedoch blieb hier und kam zu Raphael Netz in Beritt. Das heute war die Turnierpremiere, die die beiden mit genau 71 Prozent auf dem zweiten Platz erfolgreich abschlossen.