Neue Reiterin von Djembe de Hus bekannt

Djembe de Hus möglicherweise doch weiter im Sport

Dressur
Djembe de Hus und Justin Verboomen in Neumünster. Foto: sportfotos-lafrentz.de Djembe de Hus und Justin Verboomen in Neumünster. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Nachdem es zunächst geheißen hatte, Djembe de Hus würde bei seiner neuen Reiterin keine Turniere mehr gehen, klingt die jüngste Meldung etwas anders.

Das Schweizer Magazin Pferdewoche.ch hat bekannt gegeben, wer die neue Reiterin von Justin Verboomens elfjährigem Oldenburger Wallach Djembe de Hus ist. Es handelt sich um die Zürcher Dressurreiterin Simone Zuffellato. Unter ihrem Mädchennamen Simone von Stockar war sie eine der erfolgreichsten Nachwuchsreiterinnen des Landes in den 1980er-Jahren, wurde dreimal Schweizer Meisterin bei den U21-Reitern sowie einmal bei den Junioren und holte bei Europameisterschaften dreimal Mannschaftsbronze.


Die PferdeWoche sprach mit Simone Zuffellatos Schwiegervater Bernhard Scheu. Er ist selbst Dressurausbilder. Nachdem es zunächst so klang, als würde Djembe de Hus künftig gar keine Turniere mehr gehen, erklärt Scheu zwar einerseits, das Ziel sei jetzt „in erster Linie, gemeinsam Spaß zu haben und gut zu reiten“, und dass es noch zu früh sei, um über sportliche Ambitionen zu sprechen, er räumt aber auch ein, dass „langfristig und im Hinterkopf sei es schon, wieder einmal auf Grand Prix Niveau Fuß zu fassen“.


Sensibler Oldenburger aus Frankreich


Dafür hätte Zuffellato mit Djembe de Hus in Sachen Talent ganz sicher den richtigen Partner, sofern sie dem sensiblen Fuchs mit ebenso viel Gefühl Sicherheit geben kann, wie es Justin Verboomen es bei den Weltcup-Turnieren in Mechelen und Neumünster gelang.


Kein ganzes Jahr war Djembe de Hus unter dem Sattel des Doppeleuropameisters Verboomen im Einsatz. Er gehörte Zeit seines Lebens seinem Züchter Xavier Marie vom Haras de Hus in Frankreich. Dort erhielt er seine Grundausbildung von dessen Dressurchefin Jessica Michel-Botton, wurde dann in Deutschland durch Marcus Hermes von Klasse S bis Grand Prix gefördert und sollte dann verkauft werden. Dafür stand er zunächst bei Alizée Froment und zuletzt eben bei Justin Verboomen, der nie einen Hehl daraus machte, dass er den Fuchs leider nicht dauerhaft reiten würde, eben weil er verkäuflich sei. Das betonte er noch in Neumünster. Kurz darauf kam dann die Nachricht, dass Djembe de Hus ein neues Zuhause hat. Von Turnieren war da noch nicht die Rede gewesen. Man darf also gespannt sein, ob, wann, wo und wie man den Wallach noch einmal in Action erleben darf.


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