Kent Farrington siegt mit Nachwuchshoffnung Rexton aus Deutschland

Ist der Oldenburger Rexton Kent Farringtons nächster Wunderschimmel „made in Germany“?

Springen
Kent Farrington und Rexton gewannen bei den Discovery Land Company Masters ihren ersten Großen Preis. Foto: Shannon Brinkman Kent Farrington und Rexton gewannen bei den Discovery Land Company Masters ihren ersten Großen Preis. Foto: Shannon Brinkman
Kent Farrington und Schimmel aus Deutschland – das passt. Ob der neunjährige Rexton, mit dem der Weltranglistenzweite gerade erstmals einen Grand Prix gewonnen hat, an Weltrcupsiegerin Greya anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Fest steht: Farrington findet den Oldenburger „aufregend“.

Wenn Kent Farrington einen Grand Prix in den USA gewinnt, der mit 116.500 Dollar dotiert ist, dann klingt das erst einmal nicht weltbewegend. Doch nach seinem Sieg im Discovery Land Company Grand Prix bei den Discovery Land Company Masters 2026 stellte er ein neues Pferd vor. Rexton, neun Jahre alt, ein Oldenburger Wallach, der am vergangenen Sonntag seinen ersten Grand Prix gewann.


Sieben Pferde hatten sich fürs Stechen qualifiziert. An Farringtons Ritt auf dem Neunjährigen v. Diaron OLD-Chacco-Blue war mit 34,23 Sekunden nicht heranzukommen. Über Rexton, den Paul Schockemöhle in seinem Gestüt Lewitz gezüchtet hat, sagt Farrington, der Schimmel, der in Deutschland Diaro 6 hieß, sein ein „aufregendes Pferd“.


Mitbringsel von der Europatour


„Ich war gerade dabei, meine Europa-Tournee zu beenden, und als ich ihn in Deutschland sah, wusste ich, dass er einer war, den ich mit nach Hause nehmen musste“, erläutert Farrington. Im August debütierten beiden bei den Hampton Classics, nun der erste Grand Prix-Sieg. „Ich denke, was ich in ihm gesehen habe, ist ganz offensichtlich“, so Farrington. Die Konkurrenz konnte da nur nicken. Vermögen, Schnelligkeit und sein natürliches Talent waren offenkundig.


Bundeschampionatsfinale mit Benjamin Wulschner


Das Talent des Schimmels ist aber nicht erst jetzt jenseits des großen Teichs aufgefallen. Seine ersten Prüfungen ging der Schimmel unter Jasmin Hille, die ihn fünfjährig mit Noten bis 8,7 in Springpferdeprüfungen der Klasse A vorstellte. Anschließend übernahm Benjamin Wulschner für ein Jahr die Zügel. Für eine Runde bekam dieses Paar sogar eine 9,0. Außerdem platzierte Wulschner den Diaron-Sohn im Finale des Bundeschampionats der Sechsjährigen. Die beiden wurden Elfte.


In den Norden


Der Schimmel wechselte dann nach Pinneberg auf den Hof Waterkant von Janne Friederike Meyer- Zimmermann und ihrem Mann Christoph. Zunächst ritt Janne den Wallach. Anschließend saß dann Mylen Kruse auf Diaro 6 wie der Schimmel zu dem Zeitpunkt noch hieß. Unter ihr sammelte der beim Springpferdezuchtverband Oldenburg International registrierte Wallach Erfahrungen in Youngsterprüfungen, auch schon auf international ausgeschriebenen Turnieren. In dieser Zeit lieferte Diaro aka Rexton viele Nullrunden.


Mylen Kruse auf Diaro, der jetzt Rexton heißt. Foto: sportfotos-lafrentz.de

Seine ersten S-Platzierungen auf Zwei-Sterne-Niveau konnte er im Frühjahr 2026 feiern. In Drei-Sterne-S-Springen lief es dann auch gut. Gleich beim Debüt in München am Himmelfahrtswochenende war das Paar platziert.


Bei den Deutschen Meisterschaften der Damen in Balve landete Mylen Kruse in der ersten Wertungsprüfung auf Rang vier. Die DM im Sauerland Anfang Juni war das letzte gemeinsame Turnier der beiden. Dann kam Farrington und aus Diaro wurde Rexton. Ein Name, den man sich möglicherweise merken sollte.


Ähnliche Beiträge

Messi Grand Prix-Comeback in der Herbstsonne Spaniens
Messi Grand Prix-Comeback in der Herbstsonne Spaniens Zum Artikel
Richard Vogel sichert deutschen Sieg im Stechen beim League of Nations-Finale
Richard Vogel sichert deutschen Sieg im Stechen beim League of Nations-Finale Zum Artikel
Pech für Sophie Hinners im Großen Preis von Barcelona
Pech für Sophie Hinners im Großen Preis von Barcelona Zum Artikel
WP Wehrmann Publishing