Großer Preis von Barcelona: Abwurf am letzten Sprung vereitelt Sophie Hinners' Sieg
Pech für Sophie Hinners im Großen Preis von Barcelona
Die Britin Jessica Mendoza hat mit In the Air den Großen Preis von Barcelona gewonnen (Archivfoto). Foto: sportfotos-lafrentz.de Sie sah, wie die sichere Siegerin aus. Bis zur allerletzten Sekunde: Sophie Hinners und Iron Dames Kaleni Jo flitzten über die zweite Runde im Großen Preis von Barcelona in einer Art , dass man davon ausgehen musste, dass das Paar seinen Triuamph von der Global Champion Tour-Etappe in Wien wiederholen würde. Schon im ersten Umlauf hatte Hinners mit 71,37 Sekunden die mit Abstand schnellste Zeit geliefert und war fehlerfrei geblieben. Auch im B-Parcours sah es bis zum letzten Hindernis, einem luftigen, gelben Steilsprung, danach aus, als könne den beiden niemand den Sieg nehmen. Die ehrgeizige zehnjährige Kannan-Tochter war sichtlich bemüht keine Fehler zu machen. Flink und geschickt schaffte sie es bei dem hohen Tempo immer wieder das Hinterbein noch so über die Stangen zu bugsieren, dass keine Stange fiel.
Doch ausgerechnet kurz vor der Ziellinie in der Landungsphase des letzten Hindernisses erwischte es das Paar dann doch. Vier Strafpunkte, 45,68 Sekunden zeigte die Anzeigetafel. Das war 1,3 (!) Sekunden schneller als die spätere Siegerin benötigt hatte, die Britin Jessica Mendoza. Sie hatte mit dem Air Jordan-Sohn In the Air schon das Auftaktspringen im Rahmen der des Finals der League of Nations gewonnen. Im Großen Preis kam sie nach 46,94 Sekunden ins Ziel, und das fehlerlos. Das war der Sieg.
Der schnelle Gangster
Schneller war im B-Parcours Richard Vogel. Mit seinem Weltcuppferd Gangster Montdesir war „Richie“ superschnell unterwegs im zweiten Springen. 46,29 Sekunden benötigte er, nur Sophie Hinners war noch schneller. Vogel hatte allerdings einen Springfehler aus dem ersten Umlauf mit in die zweite Runde genommen, so dass es nicht reichte, um ganz vorne zu stehen.
Zweiter im Großen Preis von Barcelona wurde Rodrigo Pessoa mit dem 13-jährigen Major Tom. Der Vagabond de la Pomme-Sohn blieb in beiden Umläufen fehlerfrei und benötigte 47,06 Sekunden in der zweiten Runde, war also zwölf Hundertstelsekunden langsamer als Jessica Mendoza.
Platz drei ging an Cian O’Connor und Kentucky v. Verdi. 47,737 Sekunden zeigte die Uhr als er fehlerfrei über die Ziellinie kam. Damit setzte er sich mit einem Abstand von 0,17 Sekunden vor sein Landsgenossen Denis Lynch mit Brooklyn Heights v. Nabab de Reve, der runde 48 Sekunden brauchte.
Deutsches Trio
Beste Deutsche war Kendra Clarica Brinkop mit Replay van’t Paradijs. Der neunjährige belgische Hengst v. Bamako de Muze berührte in keinem der beiden Umläufe eine Stange. Allerdings gab es jeweils einen Zeitstrafpunkt, sodass sich Brinkop noch vor Hinners und Vogel auf Rang sechs platzieren konnte, die Siebte und Achter wurden.
Das Wetter spielte übrigens mit, kein Regen an diesem Abend. Am Sonntag steht der eigentliche Höhepunkt an. Dann geht es ab 12.00 Uhr in die erste Runde ins Finale der Longines League of Nations mit allen vier Teamreitern. Drei Teamreiter sind es dann noch ab 14.45 Uhr in Runde zwei.