Nationenpreis-Vielseitigkeit: Frankreich mit Heimsieg in Lignières, Boekelo-Feld komplett
Nationenpreis-Vielseitigkeit: Französischer Heimsieg in Lignières, Starterfeld fürs Finale in Boekelo steht
Team Frankreich siegte beim CCI4*-S NC in Lignières (FRA) 2026. Foto: FEI/Libby Law An diesem Wochenende wurden in Lignières die letzten Startplätze für das Nationenpreisfinale in der Vielseitigkeit vergeben. Diese letzte Qualifikationsetappe des „FEI Eventing Nations Cup“ ging mit 106,70 Strafpunkten klar an Frankreich – vor Großbritannien (170,40) und Italien (194,40). Damit haben sich die Italiener ein Ticket für das Finale in Boekelo (NED) vom 1. bis 4. Oktober gesichert.
Start-Ziel-Sieg für die erfahrene Equipe France
Bei strahlendem Sonnenschein und vor heimischem Publikum ließ die französische Mannschaft nichts anbrennen. Im erfahrenen Team war auch der WM-Pechvogel Benjamin Massie, der mit Figaro Fonroy in Aachen früh auf der Strecke gestürzt war. Diesmal war er nicht nur ein Ankommer, sondern wurde auch Dritter in der Einzelwertung. Damit war er zweitbester Franzose, denn der Sieg ging an Karim Florent Laghouag und Dream de Vieve. Dritter im Bundes war Stéphane Landois auf Hermès du Gévaudan. Thomas Carlile und Golden de Beliard AA bildeten das Streichergebnis. „Wir sind sehr zufrieden mit dem französischen Team an diesem Wochenende. Nach der Dressur lagen wir vorn, das war ein guter Start, das Gelände lief gut, und das Springen hat uns die Führung gesichert – ein wirklich erfreuliches Ergebnis“, resümierte Chef d’Équipe Jean-Luc Force.
Frankreich Favorit in Boekelo
Vier der fünf Etappen der Saison 2026 hat Frankreich in der Nationenpreisserie bestritten, keine Nation trat häufiger an. Zweimal ertönte die Marseillaise für den Sieg der Franzosen. Neben Lignières auch im Juni bei der dritten Etappe in Strzegom (POL) Damit führt Frankreich die Gesamtwertung 2026 an und reist als Favorit nach Boekelo. Allerdings gibt es neues Rechenformat: Alle Teams fangen bei null an. Einzig die Performance bei dem Klassiker an der deutsch-niederländischen Grenze zählt.
Nationenpreis-Debütanten bringen Großbritannien aufs Treppchen
Mit einer weitgehend unerfahrenen Truppe fuhr Großbritannien Platz zwei ein: Lizzie Baugh auf Piltown Concorde, Kate Rowe mit Hableur, Andrew Downes im Sattel von Cooley Foxtrot und Tristram Owers auf GRS Carina – hatten etwas gemeinsam: Dür alle vier war es der erste Nationenpreis-Einsatz überhaupt. Es ist zugleich die 59. Podiumsplatzierung Großbritanniens in der Geschichte des FEI Eventing Nations Cup, in der ewigen Rangliste nur noch von Deutschland (61) übertroffen. „Wir hatten einige Unerfahrenheit im Team und waren bei unserem dritten Besuch in Lignières sehr froh, hinter einem starken Frankreich aufs Podium zu kommen“, sagte Chef d’Équipe Philip Surl. Ausdrücklich lobte er zudem die Arbeit von Kursbauer Pierre Le Goupil, der auch den Olympiakurs 2024 gebaut hatte, und dessen Team an der Bodenbeschaffenheit des Geländeparcours: „Der Aufwand, der in die Vorbereitung des Bodens gesteckt wurde, war enorm – und wird von allen Mannschaften sehr geschätzt.“
Italien zurück auf dem Treppchen
Erstmals seit Avenches (SUI) im Juni 2024 stand Italien wieder auf dem Podium eines Nationenpreis-Wettbewerbs. Zum ersten Mal in dieser Saison. Beatrice Maggi mit Charlotte 238, Alessio Proia auf Gatto Salta D’o, Pietro Majolino im Sattel von Dubi Du und Matteo Arrighi mit Clark Del Rilate sicherten sich mit Platz drei nicht nur den dritten Rang, sondern auch die Qualifikation für Boekelo.
Norwegen und die Schweiz komplettieren die Boekelo-Riege
Rang vier ging an Norwegen mit Yasmin Olsson Payne und Cos Me Will, Ellen Kristina Hynne auf ML Dirty Harry und Heidi Bratlie Larsen im Sattel von SC Mr. Chrichton. Fünfte wurde die Schweiz mit Robin Godel auf Ilario des Tours, Patrick Rüegg mit Tabaro und Camille Guyot auf Sunny For Game. Auch diese beiden Nationen lösten mit ihrem Abschneiden in Lignières noch ihr Ticket für das Finale.
Die Besetzung für Boekelo steht
Zu den Mannschaften aus Lignières gesellen sich am Donnerstag in Boekelo fünf weitere Nationen: Deutschland, Österreich, Polen, Belgien und die USA. Den zehnten und letzten Startplatz sicherte sich Gastgeber Niederlande in einem Dreier-Gleichstand mit Neuseeland und Schweden – entschieden zugunsten der Niederländer durch das niedrigste Qualifikations-Teamergebnis der drei Nationen in dieser Saison, erzielt in Avenches im Juni 2026.