Höveler Deutsche Amateur-Meisterschaften und -Championate 2026: Vier Titel in Zeiskam vergeben
Neuer Platz, neue Meister – die Deutschen Amateurmeisterschaften in Zeiskam
Foto: sportfotos-lafrentz.de Zum zehnten Mal wurden die Deutschen Amateur-Meister in Dressur und Springen gekürt, zum ersten Mal in Zeiskam in Rheinland-Pfalz. Vier Titel standen am Ende auf dem Zettel: je einer im Deutschen Amateur-Meisterschaft (DAM) und im Deutschen Amateur-Championat (DAC), in Dressur und in Springen.
DAM Springen: Des einen Leid, des anderen Freud
Zwei Wertungsprüfungen, zwei Siege für Bernd Hofbauer auf seinem Schimmel Jupiter. Alles deutete auf einen Titel hin. Dann kam der Finaltag – und mit ihm zwei Abwürfe. Hofbauer fiel auf Rang sechs zurück. Das konnte einem nur leidtun.
Viel besser lief es für Gerd Gerdes, Maschinenbau-Betriebsleiter aus Niedersachsen, auf seiner erst achtjährigen Stute Jurwinas fille (v. Cornet Obolensky-Diarado), ein Muster an Beständigkeit, wie sie mit Platz drei, Rang sechs, und am Finaltag der dritten fehlerfreie Runde in Folge demonstrierte – Gold. „Wir sind seit fast vier Jahren Sportpartner, sie ist nicht ganz so einfach, das hat man vielleicht gesehen, aber wir sind jetzt mehr und mehr zusammengewachsen und sie ist einfach die Beste“, sagte Gerdes über seine Stute. Es waren seine ersten Deutschen Amateur-Meisterschaften. Sein Eindruck: „Es war ein sehr guter Parcours alle drei Tage, sehr fair aufgebaut und doch anspruchsvoll“, so sein Fazit zum Sport.
Silber sicherte sich Theresa Engfer mit Call me Maya – als einziges Paar neben Gerdes ganz ohne Fehler durch alle drei Prüfungen. Bronze ging an Frieder Dietterle und seine Hannoveraner Stute Corinna: Rang zwölf nach der ersten Qualifikation, dann zwei siebte Plätze und am Ende doch noch aufs Treppchen.
DAM Dressur: Del Rio Pfeffer lässt nichts anbrennen
Schon in der ersten Wertungsprüfung der DAM der Dressurreiter, einem Prix St. Georges, setzte sich Valerie del Rio Pfeffer an die Spitze. Die Reiterin aus Baden-Württemberg saß auf Braveheart, einem zehnjährigen Oldenburger Wallach von Bon Coeur-Dancier. In der Kür am Sonntag legte sie nach. Zwei Sieger, unangefochtener Titel.
Silber ging an Amrei Eule, Studienrätin aus Westfalen, mit Djasper Deluxe (Oldenburger v. Dante Weltino-Quattro B) nach Rang drei in der ersten Prüfung und Rang zwei in der Kür.
Für Laura Körting und Amazing Grace bedeuteten Platz zwei in der Qualifikation und Platz vier in der Kür zu Bronze.
DAC Dressur: Shetano trägt Franziska Richter zum Titel
Das Championat wird auf M-Niveau ausgetragen, die abschließende Kür am Sonntag als M**-Dressur. Hier hieß die Siegerin Franziska Richter, auf ihrem Oldenburger Wallach Shetano. Silber gewann Nina Rensing mit Quinn Rose, Bronze an die Juristin Kristina Kremeyer mit ihrem selbst ausgebildeten Reitpony Golden Champagne.
DAC Springen: Vorjahressiegerin Tebbe wieder in den Medaillen
Auch die Springreiter treten im Championat auf M-Niveau an. Es siegte Franziska Wolke aus Weser-Ems mit D’Artagnan. Silber ging an Ivonne Klare, Industriekauffrau aus Niedersachsen, mit M.C. Fitty. Bronze holte die Titelverteidigerin, Alexandra Tebbe und Skala ST, die gewissermaßen ein Medaillen-Abo hat: 2022 Dritte, 2023 Zweite, 2025 in Münster Erste. In Zeiskam gewannen sie die erste Wertungsprüfung und wurden Zweite in der zweiten – die Titelverteidigung schien greifbar. Aber am Finaltag aber fiel eine Stange. Darum diesmal Bronze. Aber was für eine Serie!
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