Oliver Barrett und Aster Nicolas führen den CCI4*-L bzw. den CCI4*-S für die Youngster in Blenheim nach der Dressur an
Blenheim: Australische und französische Dressurführung, Ben Leuwer bester Deutscher
Blenheim ist ein gutes Pflaster für Nicolai Aldinger. Hier war er 2025 13. der Euro-Einzelwertung und hat heute einen starken Dressurauftakt im ersten CCI4*-L seiner Nachwuchshoffnung Bart hingelegt.
Foto: Archiv Sportfotos-lafrentz.de Ben Leuwer und sein neunjähriger Holsteiner Wallach Zuccini MN hatten bereits gestern eine starke Dressur vorgelegt im CCI4*-S der Acht- und Neunjährigen mit 30,1 Minuspunkten. Nachdem nun alle Pferde durch sind, ist das Platz 15 – bei 105 Teilnehmern auf der Starterliste. Also wirklich ein starker Auftakt für das Road2LA Duo vom Rodderberg. Bens Ehefrau Pia Leuwer war heute mit Hanami an der Reihe und war ebenfalls hoch zufrieden mit 33,1 Minuspunkten, mit denen sie als 35. noch im vorderen Drittel liegen.
Die „Neu-Deutsche“ Phoebe Locke ist mit dem erst achtjährigen Iren Kilmanahan Ulysses in Blenheim erstmals auf Vier-Sterne-Niveau im Einsatz. Ihre erste CCI4*-Dressur beendeten die beiden mit 39,4 Minuspunkten, momentan Rang 77.
Ganz vorne im Ranking liegen aktuell Frankreichs Astier Nicolas auf seinem neunjährigen Hitchqote du Coudraie, über seinen Vater Panama Tame in Carthago-Enkel, der 2024 Vierter bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde war. Auch für ihn ist Blenheim das erste Vier-Sterne-Event und das läutete er gleich mal mit dem besten Dressurergebnis ein, das er je hatte: 23,5 Minuspunkte.
Dahinter liegt die Briten Bubby Upton mit gleich zwei Pferden, die beide auf exakt 26,9 Minuspunkte kamen: zum einen dem von Alexandra Harting gezogenen Westfalen Auckland v. À la Carte und zum anderem dem erst achtjährigen französischen Wallach Sancerre de Fiji v. Urano de Cartigny.
Für die Youngster geht es erst am Sonntag ins Gelände. Morgen steht Springen auf dem Zeitplan.
CCI5*-L: Australische Führung, guter Start für Bart
Im CCI4*-L waren 77 Paare in der Dressur am Start. Einziger Deutscher dabei: Nicolai Aldinger auf dem zehnjährigen Holsteiner Wallach Bart v. Barcley, der seit dieser Saison mit Aldinger unterwegs ist und in Blenheim sein Debüt im Langformat gibt. In Kurzprüfungen war er schon Dritter und Sechster – allerdings in Polen und nicht in England. Hier ist die Konkurrenz groß. Aber mit 33,6 Minuspunkten legten die beiden nicht nur ihr deutliches bestes Vier-Sterne-Dressur-Ergebnis bislang vor, sondern behaupten sich damit auch an 28. Stelle und damit aussichtsreicher Position. Zumal der Wallach unter Aldinger noch nie einen Hindernisfehler hatte, weder im Cross noch im Parcours.
An der Spitze des Feldes liegt mit 25,6 Minuspunkten das australische WM-Paar Oliver Barrett/Sandhills Briar, die im Gelände von Aachen nach Sturz des Reiters ausschieden. Das soll morgen besser werden. Auf den Fersen ist den beiden ein Duo unter Neuseelands Flagge: Jesse Campbell mit Speedwell, die eine 26,2 Minuspunkte hinlegten und sich damit knapp gegen Mannschaftsweltmeister Tom McEwen behaupten können, der mit Brookfield Quality (26,5) und The Fieldmaster (29,2) zwei Pferde unter die Top fünf bringen konnte.
Alle Ergebnisse finden Sie hier.