Australischer Olympiareiter Heath Ryan nach Video mit Prügelszenen 18 Monate wegen Tierquälerei gesperrt

Tierquälerei – 18 Monate Sperre nach Prügelvideo: Australischer Olympiareiter Heath Ryan „wollte Pferd vor Schlachter retten“

Szene
Der Australier Heath Ryan, hier beim Weltcup-Finale 2009 in Las Vegas, wurde wegen Tierquälerei vom Weltreiterverband FEI zu einer 18-monatigen Sperre verurteilt. Foto: sportfotos-lafrentz.de Der Australier Heath Ryan, hier beim Weltcup-Finale 2009 in Las Vegas, wurde wegen Tierquälerei vom Weltreiterverband FEI zu einer 18-monatigen Sperre verurteilt. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Nachdem ein Video auf Social Media kursierte, das zeigte wie der australische Dressurreiter Heath Ryan auf ein Pferd einschlägt, hatte ihn zunächst der australische Verband gesperrt. Auch der Weltreiterverband (FEI) untersuchte den Fall. Jetzt fiel die Entscheidung. Ryan bleibt bis Ende des Jahres gesperrt. Der Olympiareiter hatte stets behauptet, er habe das Pferd auf dem Video vorm Schlachter retten wollen.

Das Video, das zur Verurteilung des Australiers Heath Ryan wegen Tierquälerei geführt hat, zeigt den Olympiareiter (Hongkong 2008), wie er auf einem Pferd sitzt. Immer wieder schlägt er auf das Tier mit einer Gerte ein. Ryan hatte in der Dressur u.a.  auch am Weltcup-Finale teilgenommen. Er erklärte die Aufnahmen, die 2025 öffentlich wurden, in einer öffentlichen Stellungnahme wie folgt:


Schläge, um „Pferd vorm Schlachter zu retten“


Heath Ryans Argument: Das damals sechsjährige Pferd hätte zum Schlachter gesollt, er habe es davor retten wollen: „Gerade ist ein schreckliches Video aufgetaucht, das mich auf einem jungen Pferd zeigt. Dieses Pferd wurde auf dem Weg zum Schlachthof bei mir abgesetzt“, hieß es in seinem Statement. Und weiter: „Ich fühlte mich dem Pferd gegenüber verpflichtet, einfach mal nachzuschauen, ob es vielleicht noch zu retten war (…) Ich bin noch nie auf solch einem Pferd geritten. Ich bin so traurig, dass das gefilmt wurde …“


FEI Tribunal verurteil Ryan wegen Tierquälerei zu Sperre


Ryans Argumentation haben augenscheinlich das Tribunal der FEI nicht überzeugen können. Es hat eine endgültige Entscheidung in dem Fall gefällt: Es handle sich um Tierquälerei am Pferd. In seiner endgültigen Entscheidung verhängt das FEI-Tribunal gegen Ryan eine Sperre von 18 Monaten, beginnend mit dem Datum der vorläufigen Sperre, die am 12. Juni 2025 gegen ihn verhängt wurde.


„Pferdesport in Verruf gebracht“


Das FEI-Tribunal sieht es als bewiesen an, dass Ryan gegen mehrere Artikel der FEI verstoßen habe, dabei werden Tierquälerei (Artikel 142.1 der Allgemeinen Bestimmungen) genannt. Außerdem habe der Australier durch seine Handlungen sowohl die FEI als auch den Pferdesport in Verruf gebracht (Verstoß gegen den FEI-Verhaltenskodex zum Wohle des Pferdes, Artikel 164.12(i) der Allgemeinen Bestimmungen der FEI).


Im Sommer 2025 waren zeitgleich Anzeigen wegen Tierquälerei beim nationalen Verband Equestrian Australia und der FEI eingegangen.


Die Sperre war im Juni 2015 gegen den heute 68-Jährigen zunächst vorläufig verhängt worden. Mit der Tribunalentscheidung ist sie rechtskräftig. Die 18 Monate enden am 12. Dezember 2026.


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