Viva Vitalis OLD gewinnt Dressurpferdeprüfung Klasse S in Höven

Bundeschampion Viva Vitalis in der schweren Klasse angekommen

Dressur
Viva Vitalis OLD 2025 auf dem Weg zum Titel des Bundeschampions.
Foto: sportfotos-lafrentz.de Viva Vitalis OLD 2025 auf dem Weg zum Titel des Bundeschampions. Foto: sportfotos-lafrentz.de
Viva Vitalis OLD, einst Siegerhengst und Bundeschampion des Vorjahres, überzeugte heute beim Oldenburger Landeschampionat in Klasse S. Und er war nicht der einzige alte Bekannte von Körplätzen und Jungpferdechampionaten, die mit ihm heute in Höven auftraten.

Mit 75,489 Prozent gewann der nun siebenjährige Vorjahresbundeschampion Viva Vitalis OLD die Dressurpferdeprüfung Klasse S beim Oldenburger Landeschampionat in Höven, zugleich Qualifikation zu den OLD Masters für sieben- bis achtjährige Pferde im Oktober in Vechta. Es war seine Premiere in der schweren Klasse.


Vom Richter bei B, der die Qualität der Grundgangarten, die Durchlässigkeit und den Gesamteindruck bewertet, erhielt der imposante Dunkelfuchs 80,40 Prozent. Der Richter bei C, der die technische Ausführung der Lektionen bewertet, vergab 70,576 Prozent. Damit wäre Viva Vitalis auch dieses Jahr locker fürs Bundeschampionat qualifiziert, allerdings ist die Prüfung in Höven nicht als Qualifikation ausgeschrieben.


Der imposante Dunkelfuchs kann seinen Vater Vitalis nicht verleugnen. Zur Welt kam der Vertreter des Gesine-Stamms (Fasine, For Romance I und II, Heinrich …) im Gestüt Lewitz, dem er auch immer noch gehört. Und wie im Vorjahr saß auch heute Lukas Fischer im Sattel.


Platz zwei und drei


Auch die achtjährige Hannoveraner Stute auf Rang zwei führt Stempelhengst Vitalis im Pedigree, allerdings als Großvater: Valetta v. Valverde-Benetton Dream aus der Zucht und im Besitz von Patricia Reuner-Krebs, gekonnt vorgestellt von Leonie Richter. Die elegante Braune erhielt vom „Qualitätsrichter“ bei B sogar noch mehr Punkte als der Sieger, 81,60 Prozent. Auch für sie war es eine Premiere in der schweren Klasse, für die ihr der Richter bei C 69,230 Prozent zugestand. Damit musste sie sich knapp geschlagen geben: 75,416 Prozent.


Auch für Valetta war es der erste Auftritt in Klasse S. Bis zum letzten Jahr war sie von Vanessa Crndak ausgebildet und turniermäßig präsentiert worden. Nun saß erstmals Leonie Richter in einer Prüfung im Sattel. Das heute war also gleich in zweifacher Hinsicht eine Premiere für die Stute.


Rang drei sicherten sich der ebenfalls achtjährige Oldenburger Hengst Infantino OLD v. Asgard’s Ibiza-Sandro Hit und Kira Wulferding mit 73,404 Prozent (77,0/69,807).


Ein „Bruder von“


Ein Wiedersehen gab es heute in Höven mit dem Reservesieger der Westfalen-Körung 2021, Juwel v. Janeiro Platinum. Der schöne Dunkelfuchs aus der Zucht von Mirjam-Mathilde Drent hat dieselbe Mutter wie der Millionenhengst Dynamic Dream, bei dem nachdem er für einen Sensationspreis an Helgstrand verkauft wurde, eine positive Medikationskontrolle bekannt wurde und der dann keine Leistungsprüfung machen konnte, weil er sich verletzt hatte. Trotzdem ist er als Vererber sehr begehrt.


Beide Hengste stammen aus der Safira v. Sir Donnerhall-Arpeggio. Juwel, der jüngere von beiden, der 2019 zur Welt kam, dem Jahr, in dem sein großer Bruder Siegerhengst wurde, gehört inzwischen dem Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen und wird von Linda Schmidt vorgestellt. Die beiden waren letztes Jahr Neunte beim Bundeschampionat, haben dieses Jahr schon S gewonnen und wurden heute Fünfte mit 72,327 Prozent.


Eine WM-Teilnehmerin


Ein Pferd, das alle Möglichkeiten hat, ist auch die nun achtjährige Füchtels High Light OLD, gezogen und im Besitz von der Familie von Merveldt aus deren Erfolgsstute High Heel v. Damon Hill-Roadster in Kombination mit ihrem Star Floriscount. Bis letztes Jahr stellte die Merveldt-Tochter Patricia Seddig die Stute noch selbst auf Turnieren vor und qualifizierte sich mit ihr zum zweiten Mal für die WM junge Dressurpferde. Sechsjährig wurde die Stute dort Achte. 2025 blieb sie unter ihren Möglichkeiten. Das war auch heute der Fall.


Inzwischen sitzt Laura Strobel im Sattel der wunderschönen Dunkelfuchsstute. Die beiden hatten tolle Momente, allerdings auch einige Probleme, was schon beim Aufmarschieren losging, als High Light am liebsten auf dem Absatz kehrt gemacht hätte und dann statt anzutraben angaloppierte und erst gar nicht durchzuparieren war. Aber die beiden groovten sich ein und beendeten die Aufgabe noch mit Anstand und einem Ergebnis von immerhin 71,362 Prozent (75,8/66,923). Aber da ist zukünftig noch viel mehr drin.


Alle Ergebnisse finden Sie hier.


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