In Höven wurde der erste Sieger der Oldenburger Championate gekürt

Nomen est Omen – Spotlight im Rampenlicht beim Oldenburger Championat

Zucht
Spot on Spotlight heute beim Oldenburger Championat!
Foto: Oldenburger Verband Spot on Spotlight heute beim Oldenburger Championat! Foto: Oldenburger Verband
Die Oldenburger Championate finden dieses Jahr erstmals in Höven statt und ebenfalls zum ersten Mal gibt es schon am Freitag die erste Schärpe, nämlich bei den dreijährigen Stuten und Wallachen.

Die erste Schärpe bei den Oldenburger Championaten 2026 in Höven wurde bei den dreijährigen Stuten und Wallachen verteilt, die Hengste sind am Sonntag dran. Erstmals wurde ein Championat in nur einer Prüfung ohne vorgeschaltete Qualifikation entschieden. Dies ist den Neuerungen beim Bundeschampionat geschuldet, wo die Dreijährigen ab diesem Jahr auch nur noch eine Prüfung gehen. Allerdings gibt es beim Oldenburger Championat weiterhin eine Beurteilung an der Hand nach der Prüfung.


Das Pferd, das die Richter heute am meisten von sich zu überzeugen wusste, war die Stute Spotlight v. Secret-Fürst Romancier unter Sina Aringer. Gezogen wurde die hübsche und harmonisch konstruierte Braune von Laura Brandenburg. Sie steht im Besitz der Moormann-Hanke GbR, wo man sich über die 9 für den locker-elastischen und mit schöner Mechanik ausgestatteten Trab sowie der 8,5 für alle weiteren Kriterien freuen kann. Das ergab eine Endnote von 8,6 und den klaren Sieg für Spotlight, die schon mit einem Sieg in der Reitpferdeprüfung in Ochtrup im Rücken nach Höven gekommen war.


Medaillenträger


Die Silbermedaille schnappte sich mit einer 8,4 der Wallach Iceman v. Asgard’s Ibiza-Grey Flanell, gezogen von Andreas Klinker und im Besitz der Hengsthaltung Kemper GmbH. Iceman überzeugte mit je einer 8,5 für Trab und Galopp sowie 9,0 im Schritt. Nicht ganz so sehr konnte er im Kriterium Rittigkeit unter Mareike Mimberg punkten. Hier wurde es eine 7,0. Dafür gab es für Typ und Qualität des Körperbaus wieder ein glattes Sehr Gut.


Bronze ging mit 8,3 (Trab 8,5, Galopp, Schritt und Exterieur 8,0, Rittigkeit 9) an die Schimmelstute Nexolia Kyniska, eine Tochter des einstigen Dressurpferdeweltmeisters Kjento aus einer Vivaldi-Mutter – also auch hier zweimal niederländisches Blut in den ersten beiden Generationen, das hier auf einen hannoverschen Stutenstamm trifft. Gezogen wurde Kyniska von Günter Söhnel. Jessica Lynn Thomas stellte sie für Nexolia Dressage vor, dem Unternehmen, hinter dem die kanadische Dressurreiterin und Investorin Vicky Lavoie steckt.


Bekannte Gesichter bei den Vierjährigen


Die Vierjährigen gehen nach wie vor eine Qualifikation in Form einer Reitpferdeprüfung. Im Finale gehen sie dann aber – analog zum künftigen Bundeschampionat – eine Dressurpferdeprüfung der Klasse A.


Bei den vierjährigen Hengsten präsentierte sich heute ein Westfale am besten – und zwar einer, den man gut kennt: der Secret-Londontime-Sohn Soxx NRW, gezogen von Simon Kohlenbrenner und im Besitz von dessen Pferd24 GmbH. Letztes Jahr ritt Veronika Steinhof den schicken Rappen zum Titel beim Bundeschampionat. Heute zeigte er, dass er sich hervorragend weiterentwickelt hat. Die 9,5 in der Rittigkeit spricht für sich und war nachvollziehbar. Aber Soxx ist nicht nur in Sachen Ausbildung auf dem richtigen Weg, sondern bringt auch die Grundgangarten für den großen Sport mit – 9,0 für Schritt, Trab und Galopp sprechen ebenfalls für sich. Für Typ und Qualität des Körperbaus vergaben die Richter eine 8. Machte eine 8,9 als Endnote.


Bester Oldenburger war der Debutant PS-Ferinrich-Sohn Dynamite aus der Zucht von Philipp Mücke und im Besitz der Bollmoor Partner GmbH & Co. KG. Brandi Roenick stellte den Braunen vor, der ebenfalls für alle drei Grundgangarten eine 9 erhielt. Die Rittigkeit wurde mit 8,5 bewertet, das Gebäude mit 8,0. Endnote 8,7.


Dritter wurde mit 8,6 der von Thomas Schulze vorgestellte Salsero CF. Er erhielt eine 9 für seinen Galopp und ansonsten überall die 8,5. Das „CF“ im Namen steht für Züchterin und Besitzerin Dr. Christine Feichtinger, für die Thomas Schulze ja beispielsweise auch den Hengst Bon Courage reitet, Finalist beim Nürnberger Burg-Pokal 2025. Bon Courage und Salsero sind Halbgeschwister. Beide stammen aus der Anada v. Vivaldi-Rohdiamant.


Der Vorjahreschampion, Siegerhengst La Paix v. La Vie im Besitz von Helgstrand Dressage, war dieses Jahr nicht am Start.


Stuten und Wallache


Geteiltes Glück ist ja bekanntlich doppeltes Glück, und so gab es heute für zwei Teams doppelten Anlass zur Freude über den Sieg. Die Vorjahreschampionesse Pommery Look OLD teilte sich den Sieg nämlich mit der Bronzemedaillengewinnerin von 2025, Emma Gold. Beide Stuten kamen mit einer 8,5 aus dem Viereck.


Emma Gold ist eine Tochter des Bon Vivaldi aus einer Rohdiamant-Mutter, gezogen von Heinz Ahlers aus dessen Erfolgsstamm, der z. B. die Hengste Rosengold, Best of Gold, Sungold und andere hervorbrachte. Moritz Gehrmann ist hier nicht nur Reiter, sondern auch Mitbesitzer und konnte sich über eine homogene Bewertung von 8,5 für sein Talent freuen.


Pommery Look OLD stammt zwar aus der Zucht von Christine Arns-Krogmann, allerdings ausnahmsweise nicht aus der Weihegold-Dynastie. Die Florida TN-Tochter entspringt einem Mutterstamm mit anglo-arabischen Wurzeln und das sieht man der eleganten Stute auch an. Für Typ und Qualität des Körperbaus vergaben die Richter eine 9, für den Schritt eine 8 und ansonsten ebenfalls die 8,5. Vorgestellt wurde Pommery Look von Alina Schneider.


Mit zwei Siegerinnen war die 8,3 von A Magic Moment HJN v. Bonds-Don Schufro zwar die zweithöchste Bewertung, bedeutete aber die weiße Schleife für Rang drei – immerhin die zweite heute für Thomas Schulze, der auch hier im Sattel saß. Er stellte die Dunkelfuchsstute aus der Zucht von Theo und Sabrina Vagepohl für Helene Raatgering vor. Im Trab gab es die 9, in Galopp und Schritt je eine 8, ebenso wie für die Körperqualität. Die Rittigkeit wurde auch hier mit 8,5 bewertet.


Auch auf Platz vier fanden sich zwei Pferde wieder. Das war zum einen Zuperboy unter Hermann Gerdes. Der Zuperman-Sohn aus der Zucht von Paul Wendeln kann seine Mutter, Ex-Bundeschampionesse Cindy v. Sir Donnerhall weder in der Optik noch in der Bewegungsqualität verleugnen. 8,5 für Trab und Rittigkeit zusammen mit 8,0 in den weiteren Kriterien summierten sich zu einer 8,2.


Die gab es auch für Soul Mate XT OLD v. San Amour-Foundation aus der Zucht und im Besitz von Stefan Tietje. Letztes Jahr gewann der Rappwallach Silber beim Oldenburger Championat und damals wie heute saß Sina Aringer in seinem Sattel. Hier wurde es je 8,5 für Trab und Schritt und für alle anderen Kriterien die 8,0.


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